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Ärzte protestieren gegen Sparkurs und Machtverlust

Von nachrichten.at/apa, 13. November 2016, 17:07 Uhr
Ärzte
(Symbolbild) Bild: APA

WIEN/LINZ. Die Ärztekammer mobilisiert in mehreren Bundesländern gegen den beim Finanzausgleich vereinbarten Sparkurs.

Außerdem befürchten die Ärztevertreter offenbar ihre Entmachtung bei der künftigen Planung des Gesundheitssystems in Österreich sowie bei den geplanten "Primärversorgungszentren". Vor dem für Dienstag geplanten Beschluss im Ministerrat drohen die Ärzte nun mit Protesten.

Der Finanzausgleich sieht einen verschärften Sparkurs im Gesundheitswesen vor. Konkret soll der Anstieg der jährlichen Kosten deutlich gebremst werden: Von derzeit maximal 3,6 Prozent auf nur noch 3,2 Prozent im Jahr 2021. "Statt die medizinische Versorgung für die Patienten zu verbessern, werden im Finanzausgleich die Mittel für die Versorgung der Bevölkerung um weitere 4,5 Milliarden Euro gekürzt", kritisierte die Wiener Ärztekammer am Wochenende in einem Protestbrief an die Regierungsspitze.

Unterstützung aus Oberösterreich

Unterstützt wurde der Protest von den Kollegen in Nieder- und Oberösterreich. Alle drei Länderkammern kritisieren neben dem Sparkurs auch geplante Änderungen bei der Organisation des Gesundheitswesens zulasten der Kammern: Demnach soll die Planung der Gesundheitsversorgung in Österreich künftig ohne Ärztevertreter erfolgen. Ärztlicher Sachverstand und medizinisches Wissen seien dabei offenbar irrelevant, kritisierte Wiens Kammerpräsident Thomas Szekeres.

Weiterhin abgelehnt wird von den Ärzten außerdem der Plan, neben den Krankenhäusern und den selbstständigen niedergelassenen Ärzten auch "Primärversorgungszentren" zuzulassen. Das sollen Gruppenpraxen oder Ambulatorien sein, die - so die Befürchtung der Ärztevertreter - ihre Verträge direkt mit den Sozialversicherungen aushandeln würden, also unter Umgehung des von den Ärztekammern verhandelten Gesamtvertrages. "Anonyme Gesundheitskonzerne und Ambulatorien sollen Zug um Zug niedergelassene Hausärzte und Fachärzte ersetzen", kritisierte Niederösterreichs Kammerpräsident Christoph Reisner am Sonntag.

Die oberösterreichische Ärztekammer erneuerte am Wochenende ihre Drohung, im Fall eines solchen "Primary Health Care"-Gesetzes den Kassenvertrag zu kündigen. Die Niederösterreicher wollen am Mittwoch ein Volksbegehren ("SOS Medizin") gegen die "Demontage des Gesundheitssystems" starten.

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6  Kommentare
6  Kommentare
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susisorgenvoll (16.732 Kommentare)
am 17.11.2016 16:22

Den angestellten Ärzten geht es wohl in erster Linie um Machtverlust! Das Finanzielle haben sie sich ja schon gerichtet! Wo sonst gibt es das schon weniger Arbeit bei gleicher oder gar besserer Bezahlung?

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Renina (486 Kommentare)
am 13.11.2016 20:03

Den Göttern in Weiß geht`s mehr als gut. Uns Patienten wird`s bald nicht mehr gut gehen. Denn durch die vielen ausländischen Studenten entsteht ein künstlich geschaffener Ärztemangel, weil die Ausländer wieder heimfahren, wenn sie auf unsere Kosten eine erstklassige Ausbildung genossen!
Alle Studenten müssen dem öst. Staat die Ausbildungskosten zurückerstatten, wenn sie ihr Knowhow nicht 10 Jahre unserer Volkswirtschaft bzw. Gesellschaft anbieten! Jede Bank u. a. arbeitet so - wieso kann das die Regierung nicht nachmachen?

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Biene1 (9.561 Kommentare)
am 13.11.2016 17:17

Wir Wähler werden uns rächen, sparen bei der Politik und nicht bei der Patientenversorgung!

Gesundheitswesen ohne Meinung der Ärzte nur noch Polit- und Gewerkschaftsbonzen wissen wie es geht, ..

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MajaSirdi (4.833 Kommentare)
am 13.11.2016 17:58

Wir wenige Wähler......, denn die meisten Wähler sind genauso verliebte Machtbesessene wie die Politiker die sie anhimmeln!

Siehe die Hetze gegen alles andersfarbige was nicht ins jahrzehntelange Polit-Schema passt, die werden beleidigt und beschimpft und ohne jeden einzelnen persönlich zu kennen...

Alle gehen mit dem berühmten "Brettl vor dem Kopf" durch die Gegend, die Zeit für offene Augen ist nicht mehr vorhanden...

Erst wenn alles am Boden liegt, das wird kommen müssen, werden die letzten auch noch aufwachen - die Geschichte lehrt uns dass - wie lange ist der letzte Krach aus...?
Meiner Meinung ZU lange!

Schönen Sonntag Abend

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il-capone (10.432 Kommentare)
am 13.11.2016 19:55

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Orlando2312 (22.358 Kommentare)
am 14.11.2016 21:32

Das haben sich die Deutschen anno 1933 auch gedacht.

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