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Studie: Kinder von älteren Frauen sind besser in Mathematik

10. Juni 2024, 16:57 Uhr
Studie: Kinder von älteren Frauen sind besser in Mathematik
2022 waren Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes im Schnitt 30,8 Jahre. (cb)

Einkommen, Bildungsniveau und Partnerschaftsstatus spielen laut Forschung eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines Kindes

Kinder von älteren Müttern sind einer deutschen Studie zufolge besser in Mathematik und sozial kompetenter. Waren Mütter bei der Geburt jünger als 30 Jahre, erreichten die Kinder größtenteils unterdurchschnittliche Testergebnisse in Mathematik. In der Studie wurde der Zusammenhang zwischen später Mutterschaft und kindlicher Entwicklung untersucht.

Demnach haben Kinder von Müttern, die bei der Geburt mindestens 30 Jahre alt waren, durchschnittliche oder leicht höhere Kompetenzen. Ähnliches gilt für das sozial-emotionale Verhalten der Kinder. Die Unterschiede zwischen den Gruppen sind dabei aber schwächer, wie das deutsche Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BIB) in Wiesbaden mitteilte.

Wichtig: finanzielle Möglichkeiten

"Die Befunde zeigen, dass sich Kinder deutlich besser entwickeln, wenn ihre Mutter bei der Geburt kein Twen oder gar Teenager ist", erklärte Mathias Huebener vom BIB. Mitautorin Susanne Schmid von der Universität Oldenburg wies auf den Zusammenhang zwischen der Förderung der Kinder und finanziellen Möglichkeiten hin. "Die Entwicklung von Kindern hängt wesentlich von der Lernumwelt ab, die sie in den ersten Lebensjahren im Elternhaus erfahren", erklärte sie.

Als mögliche Gründe für die Ergebnisse haben die Forscher verschiedene Erklärungsansätze. Demnach gehe eine frühe Mutterschaft oft mit niedrigen Bildungsabschlüssen der Eltern und einem geringeren Einkommen einher. Bekommen Mütter ihr Kind später, könnten sie vorher höhere Abschlüsse erreichen und mehr Berufserfahrung sammeln, was eine förderliche Lernumwelt des Kinds begünstige. Einkommen, Bildungsniveau und Partnerschaftsstatus seien wichtige Voraussetzungen für die Entwicklung eines Kinds.

Ein weiterer Faktor sei das mütterliche Erziehungsverhalten – beispielsweise gemeinsame Aktivitäten mit dem Kind. Ebenfalls eine Rolle spielten das mütterliche Wohlbefinden und das Gesundheitsverhalten während der Schwangerschaft.

"Mutterschaft nicht verschieben"

Trotz der Ergebnisse befürwortete die Studie nicht das Aufschieben der Mutterschaft. Schwangerschaften nach dem 36. Lebensjahr bergen häufiger gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind. Vielmehr zeigten die Ergebnisse, dass die Rahmenbedingungen für junge Frauen nachhaltig verbessert werden müssten. Dazu gehörten verlässliche und öffentlich finanzierte Betreuungsangebote für Kinder. Dies ermögliche jüngeren Müttern, eine Ausbildung oder ein Studium erfolgreich abzuschließen.

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1  Kommentar
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dobisam (962 Kommentare)
am 10.06.2024 17:12

Liegt vielleicht daran, dass ältere Mütter noch Rechnen gelernt haben und so diese Fähigkeit ihrem Nachwuchs weitervermitteln können. Das Gleiche gilt auch für soziale Kompetenz. Wenn man den Kindern nur mitgibt, dass das eigene Vergnügen Priorität hat, wie sollten sie anders reagieren?

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