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Krebsvorsorge mit Verbesserungspotenzial

Von Barbara Rohrhofer, 29. Jänner 2024, 13:44 Uhr
Das war los

Imas-Umfrage: Nur 58 Prozent der Österreicher bejahten den Zusammenhang zwischen Krebs und Rauchen

Einer Mehrheit der Österreicher ist zwar die Wichtigkeit von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung bewusst, jedoch könnten gerade jüngere Menschen auf elektronischem Weg noch besser dazu motiviert werden. Das geht aus einer Imas-Umfrage im Auftrag des Pharmakonzerns MSD Österreich hervor.

23 Prozent der Befragten ab 16 Jahren gaben hingegen an, dass Rauchen keine solche Gefahr mit sich bringe, weitere 15 Prozent entschieden sich für die Antwort, dass es auf die Dosis ankommen würde, fünf Prozent für "keine Angabe". Rund die Hälfte der befragten Personen gab dabei an, dass sie nicht rauchen würden, und bei dieser Gruppe meinten gar 27 Prozent, dass es kein erhöhtes Krebsrisiko durch Rauchen geben würde.

Julia Fuchs, Krebsexpertin beim Pharmakonzern MSD, bezeichnete dieses Ergebnis als besorgniserregend und alarmierend. Der Linzer Primar Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum, erinnerte indes daran, dass die Raucherquote in Österreich über dem OECD-Schnitt liege und Zigarettenkonsum der Hauptfaktor für die rund 5000 Neuerkrankungen an Lungenkrebs jährlich sei.

"Bei Frauen ist Lungenkrebs nach Brustkrebs und Männern nach Prostatakrebs jeweils die zweithäufigste Erkrankungsform. Und das mit einer ungünstigen Prognose, da keine Früherkennung möglich ist." Für Lamprecht gibt es hier zwei Ansätze zur Senkung der Zahlen, nämlich einerseits junge Menschen dazu zu motivieren, erst gar nicht mit diesem Risikofaktor zu beginnen, bzw. Menschen dabei zu unterstützen, das Rauchen aufzugeben. Andererseits gelte es auch, die Rate bei der Früherkennung zu verbessern. Noch fehle ein solches Programm in Österreich, jedoch verwies Lamprecht auf die Ergebnisse der sogenannten Nelson-Studie, welche die Wirkung von präventiven CT-Untersuchungen bei Rauchern ab 50 Jahren aufzeigt. Nach zehn Jahren war hier die Lungenkarzinom-Sterblichkeit unter den Untersuchten um 24 Prozent geringer als in einer Vergleichsgruppe ohne Screening.

Erinnerung per SMS

Um Menschen zu einer Vorsorgeuntersuchung zu bewegen, wäre laut Paul Eiselsberg von Imas eine zentrale Möglichkeit, sie mit einer Erinnerung in Form einer SMS oder eines E-Mails für eine solche zu gewinnen: "Für die Bevölkerung ist es wichtig, einen solchen Anker zu haben."

Zwei Fünftel der jüngeren Befragten äußerten zudem den Wunsch nach einem Einladungsschreiben mit Terminmöglichkeit.

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Autorin
Barbara Rohrhofer
Leiterin Redaktion Leben und Gesundheit
Barbara Rohrhofer
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