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OÖN-Filmkritik

"Vergebung": Würdiger Schlussakt der Larsson-Trilogie

Von Von Lukas Luger   04. Juni 2010 00:04 Uhr

Würdiger Schlussakt der Larsson-Trilogie
Ermittler Michael Nyqvist

„Vergebung“: (Schweden/Dänemark 2009, 148 Min.), Regie: Daniel Alfredson

OÖN Bewertung:

Drei Kugeln. Je eine in den Kopf, in die rechte Schulter und die linke Hüfte. Schwer verletzt wird Punk-Computergenie Lisbeth Salander (Noomi Rapace) ins Krankenhaus eingeliefert. Angeschossen von ihrem eigenen Vater, dem russischen Spion Alexander Zalachenko (Georgi Staykov). Dessen kriminelle Machenschaften werden von hochrangigen schwedischen Geheimdienstmitarbeitern geschützt. Lediglich Enthüllungsjournalist Mikael Blomkvist (Michael Nyqvist) glaubt noch an die Unschuld der Einzelgängerin Lisbeth. Doch die Hintermänner der Verschwörung verfügen über ausreichend Zeit, Mittel und die nötige Brutalität, um Blomkvist von der Veröffentlichung seiner brisanten Informationen abzubringen. Derweil kämpft Lisbeth vor Gericht um ihre Unschuld. Gegen einen korrupten Staatsanwalt, einen pädophilen Kinderpsychiater – und nicht zuletzt die öffentliche Meinung.

Der Schlussakt von Stieg Larssons „Millenium“-Trilogie dampft die Actionszenen ein, drosselt das Tempo und fokussiert in eindringlichen Bildern die dunkle Vergangenheit des charismatischen, nur bedingt gesellschaftsfähigen Computergenies Lisbeth Salander. „Vergebung“ weicht von der Buchvorlage deutlicher ab als die beiden Vorgängerfilme, reduziert die politische Verschwörung in einer moralisch verdorbenen Gesellschaft auf einen Subplot. Trotzdem: Ein komplexer Film. Ein harter Film. Ein würdiger Schlusspunkt.

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