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Der renommierte Booker Prize geht an den Iren Paul Lynch für "Prophet Song"

Von nachrichten.at, 27. November 2023, 15:20 Uhr
Er hatte Angst, mit „Prophet Song“ seine Karriere aufs Spiel zu setzen. Nun gewann Paul Lynch mit seinem jüngsten Buch den Booker Prize.	Foto: APA/Adrian Dennis
Bild: Adrian Dennis/AFP

Der Autor erhielt die Auszeichnung für seinen Roman „Prophet Song“, die Jury nannte ihn „einen Triumph emotionalen Erzählens“

Zu seinen Preisträgern zählen etwa Margaret Atwood („Der Report der Magd“) und Salman Rushdie: In der Nacht auf gestern wurde nun der irische Schriftsteller Paul Lynch mit dem Booker Prize 2023 prämiert. Der wichtigste britische Literaturpreis von weltweiter Strahlkraft ist mit 50.000 Pfund dotiert, was rund 57.500 Euro entspricht. Vergeben wird er seit 1969 jährlich an einen Autor oder eine Autorin eines englischsprachigen Romans, der in Irland oder Großbritannien erschienen ist.

Die 46-jährige Lynch erhielt die Auszeichnung für seinen fünften Roman „Prophet Song“, der von einer tyrannischen irischen Regierung handelt. Die Jury nannte ihn „einen Triumph des emotionalen Erzählens“. Er fange mit großer Lebendigkeit die sozialen und politischen Ängste unserer Zeit ein. In „Prophet Song“ zeichnet Lynch eine dystopische Vision von Irland in den Fängen des Totalitarismus. Protagonistin ist eine vierfache Mutter und Forscherin, die eine schreckliche Entscheidung treffen muss, nachdem ihr Mann von der Geheimpolizei entführt wurde. Lynch erhielt die Auszeichnung in London aus den Händen seines Vorgängers, des aus Sri Lanka stammenden Autors Shehan Karunatilaka. Lynch ist erst der fünfte irische Autor, der den Preis erhält. Nach der Gala sagte er, dass sein Roman nicht einfach zu schreiben gewesen sei. Der rationale Teil von ihm habe geglaubt, dass er seine Karriere damit aufs Spiel setze. „Aber ich musste das Buch trotzdem schreiben. Wir haben keine Wahl in solchen Dingen.“

„Prophet Song“ sei durch den Krieg in Syrien und die Flüchtlingskrise inspiriert worden. Dem Roman zugrunde liege das Gefühl des Abrutschens liberaler Demokratien. Gleichzeitig betonte er, es handle sich nicht in erster Linie um ein politisches Buch. Er habe sich mehr für den Umgang mit den Fragen des Lebens und dem Tod interessiert. Das Gefühl der Trauer könne man aber auch als Reaktion auf den Zustand der Welt verstehen. „Viele, die darauf Acht geben, würden wohl sagen, dass wir eine Art der Auflösung erleben“.

Über die gewalttätigen Ausschreitungen in der irischen Hauptstadt Dublin in der vergangenen Woche, für die die Polizei rechtsextreme Hooligans verantwortlich machte, zeigte sich Lnych „erstaunt, wie alle anderen auch“. Gleichzeitig sei „diese Art der Energie immer unter der Oberfläche“. Die Krawalle müssten als Warnung verstanden werden.

  • Buchtipp: Paul Lynch: „Prophet Song“, 2023, Oneworld Publications, 320 Seiten, 22,80 Euro
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