Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Der Linzer Konzertverein feiert 100 Jahre Leidenschaft

Von Michael Wruss, 06. Dezember 2019, 00:04 Uhr
Der Linzer Konzertverein feiert 100 Jahre Leidenschaft
Passionierte Liebhaber musizierten mit Profis, wie Pianist Clemens Zeilinger (li.) und Dirigent Marc Reibel (re.) Bild: Guenther Groeger

Großes Chor-Orchester-Festkonzert im Linzer Brucknerhaus

Wenn man einen runden Geburtstag feiert, lädt man Freunde ein, und so geriet am Mittwoch das Festkonzert anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums des Linzer Konzertvereins zum großen Chor-Orchester-Abend, der vor ausverkauftem Brucknerhaus-Auditorium mehr als nur begeistert hat.

Der Linzer Konzertverein ist eine Institution, die das Kulturleben prägt, und das nicht bloß als Liebhaberorchester, das zweimal im Jahr im großen Saal des Brucknerhauses konzertiert, sondern auch als Talentepodium für den musikalischen Nachwuchs.

So haben viele heute namhafte Solistinnen und Solisten wie auch Dirigenten sich ihre ersten Sporen beim Konzertverein verdient und haben bewiesen, dass sie nicht nur mit Profis zusammenarbeiten können, sondern auch pädagogisch wirken und mit einem Kollektiv von Dilettanten – im ursprünglichen Wortsinn: von leidenschaftlichen Liebhabern – herausfordernde Werke der vorwiegend klassisch-romantischen Literatur zu erarbeiten im Stand sind. Diesmal leitete mit Marc Reibel ein gern gesehener Gast am Pult des Konzertvereins das Festkonzert, das mit Richard Strauss’ Wiener Philharmoniker Fanfare glanzvoll eröffnet wurde.

Werke, die einiges fordern

Auch die akademische Festouvertüre von Johannes Brahms ließ sich hören und forderte von den Musikern schon einiges an aufopferndem Üben, wie Christian Schacherreiter in seiner launigen Festansprache zu betonen wusste. Ist doch auch er einer, der stundenlang die vielen Notenköpfe den Fingern einzudrillen versucht.

Isabell Czarnecki begeisterte mit Ruhe verströmendem Ausdruck und edel geführter Stimme in Brahms’ "Altrhapsodie", bei der die Jubilare fein tönend begleiteten und die Herren der vier Chöre subtil ihre Stimme erhoben. Turbulent und nicht minder heikel verstand Joseph Haydn die Streicher in seinen geistlichen Werken zu fordern – so auch im "Te Deum" für die Kaiserin Marie Therese, bei dem nun das Collegium Vokale Linz (Josef Habringer), der Hard Chor und die Linzer Singakademie (Alexander Koller) sowie Schülerinnen und Schüler des Musikgymnasiums Linz (Stefan Kaltenböck) in voller Besetzung lautstark gratulierten und begeistert mitfeierten.

Blendend singende Gratulanten

Den Abschluss machte Beethovens für derartige Fälle immer passende Chorfantasie, bei der Clemens Zeilinger virtuos am Klavier agierte und Regina Riel, Andrea Wögerer, Isabell Czarnecki, Kurt Azesberger, Christian Havel und Klaus Kuttler sich als blendend singende Gratulanten einstellten.

Fazit: Ein feines Fest für eine Linzer Institution, die nichts von ihrer Bedeutung verloren hat und auch im nächsten Vereins-Jahrhundert ihr Publikum finden und begeistern wird.

mehr aus Kultur

Eine Oberösterreicherin in der Carnegie Hall: "Es ist ein Ritterschlag"

Martha Breit: "Der Bogen ist die Seele eines Instruments"

TV Kritik zu "Die Notärztin": Helfer in Serie

Alexandra-Yoana Alexandrova: "Ich bin ein Jackpot"

Autor
Michael Wruss
Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare
0  Kommentare
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Aktuelle Meldungen