Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Beeindruckende Reise durch Bachs Meisterwerk

Von Michael Wruss, 21. April 2024, 19:00 Uhr
Benjamin Schmid (v. l.), Benedict Mitterbauer, Matthias Bartolomey Bild: Werner Kotek

Benjamin Schmid, Benedict Mitterbauer und Matthias Bartolomey spielten am Samstag in der Ursulinenkirche Bachs Goldverg-Variationen.

Als Dmitry Sitkovetsky 1985 im Andenken an Glenn Gould, der zweifelsohne Meilensteine in der Bach-Interpretation setzte, aber keinesfalls in historischen Dimensionen dachte, Bachs "Goldberg-Variationen" für Violine, Viola und Violoncello transkribierte, ging er ebenso vom Zeitgeist aus. Von einem Spiel mit mächtig viel Vibrato und dem interpretatorischen Ansatz, das Alte in die neue Zeit zu transformieren. So hört man dieses Arrangement auch meistens. Ganz anders am Samstag Benjamin Schmid, Benedict Mitterbauer und Matthias Bartolomey, die im Rahmen von Musica Sacra dieses Werk in der Ursulinenkirche aufführten: Sie gingen vom historischen Klang aus und ließen es beinahe so erklingen, als hätte Bach selbst sein in der Nachwelt zur Berühmtheit gelangtes Klavierwerk bearbeitet.

Ein pures Vergnügen

Beinahe komplett ohne Vibrato, und wenn, dann nur als feine Verzierung, klanglich äußerst durchsichtig und dabei prägnant den Linien folgend erklangen hier jene Variationen über ein Bassmodell, die sonst zwei Hände auf zwei Manualen eines Cembalos auszuführen haben.

Dabei ging es den drei Musikern darum, pures Vergnügen zu breiten, auf der Reise zurück zum Ausgangspunkt – jene berührende am Beginn erklingende Aria – 30 komplett unterschiedliche Gefühlsregungen in ebenso unterschiedlichen musikalische Formen zu erleben. Das ist an diesem Abend höchst überzeugend gelungen. Somit waren diese "Goldberg-Variationen" mehr als bloß das feine "Abspielen" eines bedeutenden Arrangements, sondern ein beeindruckendes Zurückfinden zum Ursprung dieses einst mehr der Unterhaltung, denn der philosophischen Betrachtung gewidmeten Werks. (wruss)

Fazit: Faszinierende Gratwanderung zwischen Original und Arrangement.

mehr aus Kultur

Drei Österreicherinnen lesen beim Bachmann-Preis in Klagenfurt

Warum in fünf Jahren 150 Musiklehrer fehlen

"Super Size Me": US-Regisseur Morgan Spurlock ist tot

77. Filmfestspiele Cannes: "Un Certain Regard"-Sieg für "Black Dog"

Autor
Michael Wruss
Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

0  Kommentare
0  Kommentare
Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare geschrieben.
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Aktuelle Meldungen