Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Philharmoniker: Holender kritisiert Umgang mit NS-Geschichte

Von OÖN, 18. April 2014, 00:04 Uhr
Philharmoniker: Holender kritisiert Umgang mit NS-Geschichte
Ioan Holender Bild: APA

Der Ex-Staatsoperndirektor hat das Gefühl, dass Orchestervorstand Clemens Hellsberg "restlos überfordert ist".

Ex-Staatsoperndirektor Ioan Holender geht mit dem Vorstand der Wiener Philharmoniker wegen dessen Umgangs mit der NS-Geschichte des Orchesters scharf ins Gericht.

Orchestervorstand Clemens Hellsberg agiere "ausschließlich, wenn er unter Druck gerät", sagte Holender in einem "profil"-Interview. "Von sich aus bliebe er alle Informationen schuldig."

Holender habe von Hellsberg nie "einen positiven Willen" gespürt, "ohne Zwang Licht in die Vergangenheit der Philharmoniker zu bringen". Auch bezüglich der Restitution eines von den Nazis enteigneten Gemäldes des Neo-Impressionisten Paul Signac an die Erben des Franzosen Marcel Koch habe er das Gefühl, dass Hellsberg "von seinen Aufgaben restlos überfordert" sei.

Es sei "absurd", sich mit den Worten zu verteidigen, Hellsberg habe ohnehin "nie das Gefühl" gehabt, dass jenes Bild den Philharmonikern "gehört" habe.

Holender habe selbst versucht, in der Causa "die jeweiligen politisch Verantwortlichen dazu zu bewegen, mehr Verantwortung für ein von der Republik Österreich querfinanziertes Orchester zu übernehmen – und beispielsweise den Zugang zum Archiv durchzusetzen".

Die Philharmoniker hatten am Wochenende angekündigt, nach Signacs Gemälde "Port-en-bessin" ihre Recherchen fortzusetzen. Weitere Forschungen zur Provenienz von Musikinstrumenten und anderen Archivbeständen hätten bisher keinen Hinweis auf unrechtmäßigen Besitz ergeben.

Auch die Grünen haben die Philharmoniker diesbezüglich kritisiert. Der Grüne Abgeordnete Harald Walser forderte eine internationale Historikerkommission: "Orchester-Vorstand Clemens Hellsberg verfährt immer nach der gleichen Taktik: zuerst verschweigen und vertuschen. Zugegeben wird nur das, was nicht zu leugnen ist", sagte Walser.

Das nun zur Restitution anstehende Signac-Bild habe sich fast 75 Jahre "inklusive Echtheitszertifikat im historischen Giftschrank der Philharmoniker" befunden. "Gewusst haben davon nur einige wenige Eingeweihte. Erst jetzt, nachdem seit Monaten Gerüchte kursiert sind, hat der Vorstand endlich gehandelt."

mehr aus Kultur

Wie die Kulturdirektion des Landes umgebaut wird

Christina Stürmer bei "MTV Unplugged": Ein famoser Konzertabend

Von Techno bis Kabarett: Das FrischLuft-Festival bietet ein buntes Programm für laue Sommerabende

Fotograf, Autor und Journalist Michael Horowitz 73-jährig gestorben

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

5  Kommentare
5  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
mitreden (28.669 Kommentare)
am 18.04.2014 09:46

jahre eher den mund aufmachen können, der herr "wichtig".....

lädt ...
melden
antworten
jago (57.723 Kommentare)
am 18.04.2014 12:49

stellt sich die nötige Wurschtigkeit ein. Und er hat auch noch die Prominenz dazu.

Dass der Holender "von außen" eine andere Perspektive hat als der Hellsberg, müssen wir (Österreicher) hinnehmen. Manche verstehen das "Waldheimverhalten", andere zeigen ihre Betroffenheit plakativ-populistisch.

lädt ...
melden
antworten
( Kommentare)
am 18.04.2014 08:43

Seine "Wichtigkeit" will halt weiter im Rampenlicht stehen, seit er in der Staatsoper geschasst worden ist.

Aber seine üppige Staatspension nimmt er trotzdem, geniert hat sich Holender noch nie im Leben.

lädt ...
melden
antworten
jago (57.723 Kommentare)
am 18.04.2014 12:53

im Rampenlicht bleiben, für den ist es selbstverständlich, dass ein Reporter an ihn herangeht. Die Ehre liegt beim Reporter.

lädt ...
melden
antworten
pepone (60.622 Kommentare)
am 18.04.2014 08:08

die gebn OLLE ka rua mit dem NS zeug und zeit ... Unglaublich !

lädt ...
melden
antworten
Aktuelle Meldungen