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1000 Landsleute

Erwin Pehböck

26. September 2005 00:00 Uhr

An die "Kunst Wien 2004" denkt Erwin Pehböck gerne zurück. Dort war der Naarner nämlich jener Galerist, der die meisten Werke verkaufen konnte. "Das heißt zwar noch lange nicht, dass ich den größten Umsatz hatte, denn mein Repertoire ist im Vergleich recht preiswert, ein schöner Erfolg war das dennoch."

Kein Zweifel - Pehböck hat seinen Platz in der nationalen Kunstszene gefunden. Seit seiner ersten Ausstellung im Jahr 1994, damals noch im Keller seines Einfamilienhauses in Naarn, verfolgt er eine konsequente Linie. "Abstrakter Expressionismus, einerseits am Geschmack des Publikums orientiert, andererseits aber mit dem gewissen Etwas", beschreibt Pehböck die Linie jener Arbeiten, die er in seiner Galerie in der Perger Herrenstraße präsentiert und für die er sein Stammpublikum gefunden hat.

Ganz ohne Turbulenzen blieb die Entwicklung der Galerie trotzdem nicht. Vom Erfolg der ersten Ausstellungen begeistert, stellte der Galerie-Neuling etwa gleich auf einer der größten Kunstmessen Deutschlands, der "Art Frankfurt", aus. "Dort habe ich zwar gleich mein teuerstes Bild verkaufen können. Insgesamt war es aber doch eher eine weniger gute Idee, dorthin zu fahren", relativiert Pehböck heute den damaligen Überschwang.

Ganz auf den Kunstbetrieb stürzen will sich der Naarner auch im elften Jahr als Galerist nicht. Das Einkommen als Hauptschullehrer in Bad Zell bilde jene Basis, auf der erst die Galeristentätigkeit möglich ist. "Wenn man in Wien in Haushalte kommt, wo einer meiner Künstler neben einem Schiele-Original hängt, ist man vielleicht kurz versucht, hauptberuflich in die Kunst zu gehen, aber die Realität hat einen dann doch recht schnell wieder", sagt Pehböck. Auch wenn die Doppelbelastung anstrengt: "Die Ferien im Sommer sind schon sehr willkommen. Erst während dieser längeren Auszeit gelingt es mir, den Kopf frei zu bekommen von allen Aufgaben, Terminen und Projekten."

Start mit Lehre

Erwin Pehböck wurde am 16. 2. 1958 in Au/Donau geboren. Nach der Pflichtschule startete er eine Lehrausbildung als Maschinenschlosser und Technischer Zeichner in der VOEST in Linz, maturierte am BRG für Berufstätige in Linz und machte an der Bundes-Pädak die Ausbildung zum Hauptschullehrer für Deutsch und Werkerziehung. Mit Ehefrau Margit hat er zwei Söhne: Tobias (19) und Felix (16).

Lieblingsplatz im Mühlviertel: An der Donau flussabwärts von Au/Donau
Lieblingsfarbe: Rot
Klaus Albrecht Schröder: Ein großer Museumsmann (in Turbulenzen)
Provinz: Ich lebe gerne in der Provinz. Für den Galeriebetrieb ist das manchmal aber etwas mühsam.
Termintreue: Immer wieder ein Problem
Ein Bild muss: Mich in seinen Bann ziehen.
Schönster Urlaub: Mit meiner Frau auf den Äolischen Inseln Allicudi, Filicudi und Stromboli.
Entspannen kann ich: Mit meiner Frau beim Spazieren an der Donau.
Spekulanten: Interessante Leute mit Riecher für Wertvolles
Lieblingsmusik: Qualitätsvolle Musik von Rock über Jazz bis Klassik

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