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Verpackung statt Zeitung: Warum Papier zur Mangelware wird

Von Susanne Dickstein, 14. August 2021, 00:04 Uhr

LINZ. Fehlendes Altpapier und die Umrüstung von Maschinen treiben die Papierpreise nach oben.

100 Millionen Euro investiert die norwegische Norske Skog in den kommenden Monaten an ihrem Standort in Bruck an der Mur: Die Maschine für Zeitungsdruckpapier wird auf Verpackungspapier umgebaut. Ähnliches hat bereits bei Heinzel in Laakirchen stattgefunden, wo Magazinpapier zugunsten von Verpackungspapier reduziert wurde. Mit dem Wegfall der Norske Skog bleibt mit UPM Kymmene in Steyrermühl ein einziger Erzeuger von Zeitungspapier in Österreich übrig.

"Papiermaschinen beziehungsweise ganze Werke wurden und werden stillgelegt, um Überkapazitäten zu beseitigen", sagt Ernst Spitzbart, Geschäftsführer der Papierfabrik in Steyrermühl. Grund für die Neuausrichtung sei mangelnde Rentabilität.

Auch die Steyrermühl-Mutter UPM Kymmene selbst hat kürzlich drei Zeitungspapiermaschinen in Finnland stillgelegt. Die Fabrik in Oberösterreich ist voll ausgelastet. Die Verteilung der Mengen wird zentral von Augsburg aus gesteuert. Die Reduktion der Produktionsmenge im Konzern hat zur Folge, dass Kunden auf dem Inlandsmarkt nicht jene Mengen erhalten, die sie benötigen. Der Druck auf die Preise steigt massiv.

Schlankere Prospekte

"Noch laufen unsere Jahresverträge, aber bei Neuaufträgen wird es spannend", sagt Thomas Saliger, Sprecher der Geschäftsführung der Möbelhandelsgruppe XXXLutz. Die Entwicklung, dass zu wenig Papier auf dem Markt verfügbar werde, zeichne sich europaweit schon länger ab. Die Folge sind steigende Papier- und Druckpreise. Für Saliger liegt die Reaktion auf der Hand: "Wir werden dann die Umfänge der Prospekte reduzieren."

Der Wegfall von Kapazitäten wird aktuell durch einen Mangel an Altpapier verstärkt. Während der coronabedingten Lockdowns wurde weniger Werbematerial produziert und entsprechend weniger gesammelt. Die durch den Onlinehandel stark wachsenden Verpackungspapiere saugen zudem Altpapiermengen ab. Für das Wellpappen-Rohpapier Testliner muss das Altpapier – im Gegensatz zu Magazin- und Zeitungspapier – nicht eigens sortiert werden. UPM-Manager Spitzbart spricht von steigenden Altpapierkosten und hohen Energiepreisen, die auf den Papierfabriken lasteten.

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Autorin
Susanne Dickstein
Chefredakteurin
Susanne Dickstein

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14  Kommentare
14  Kommentare
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pepone (60.622 Kommentare)
am 16.08.2021 16:32

Alle Institutionen die normalerweise News auf Papier versenden fragen doch nach ob man auf NICHT PAPIER umstellen möchte .Banken , Versicherungen , usw usw
Zeitungen verbreiten ihre News doch auch meist online und NICHT mehr per Druck

also was soll der quatsch ?

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (27.032 Kommentare)
am 16.08.2021 12:12

Will uns die OÖN auf die Erhöhung der (Online-)Abopreise einstimmen?

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Gugelbua (32.163 Kommentare)
am 15.08.2021 17:38

Der XXXXXL braucht ja für seine Werbung schon Tonnen von Papier😋

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barzahler (7.595 Kommentare)
am 15.08.2021 09:22

Man kann auch Gutes daran sehen: Wenn uns der Möbelriese, der seine Millionengewinne in Malta verrechnet und parkt, mit einem Teil seiner Papierflut verschont.

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walterneu (4.715 Kommentare)
am 15.08.2021 13:01

Das sehen sie falsch. Ausser sie finden es Gut, dass einige ihre Arbeit verlieren werden und er gezwungen ist noch hoehere Millionengewinne in Malta zu verrechnet und zu parkt

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HumpDump (5.050 Kommentare)
am 15.08.2021 09:10

Die ständig steigende Auflagezahl der OÖN treibt die Papierpreise nach oben. Schuldiger gefunden, nächstes Thema bitte!

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Wo12345 (49 Kommentare)
am 14.08.2021 17:10

Wir haben also zu wenig Altpapier weil weniger sinnlose Postwurfwerbung produziert und wieder im Container gelandet ist.

Energie- und Emissionen bei der Herstellung sind scheinbar eh wurscht.

So kann das mit den Klimazielen nie was werden.

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Steuerzahler2000 (4.119 Kommentare)
am 16.08.2021 17:05

Ich hab nicht feststellen können dass weniger Werbung in den letzten 12 Monaten im Postkasten landet, meine Altpapierschachtel ist wie immer jede Woche voll ....

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franck (6.819 Kommentare)
am 14.08.2021 16:26

Weniger Prospekte sind kein Fehler und vielleicht entdecken wir wieder, Papier kann man auf 2 Seiten beschreiben.

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Zeitungstudierer (5.824 Kommentare)
am 14.08.2021 08:37

Das Virus und die einschränkenden Maßnahmen erfüllen seine Pflicht!

Die Inflationsrate(Geldentwertung) schreitet rasant voran!
Das ist immer so nach Kriegen und wir haben einen Krieg der Regierung gegen die Wirtschaft und die Bevölkerung!
Zwar einen Krieg, wo Gott sei Dank nicht scharf geschossen wird, aber die Auswirkungen sind die selben!
Der bis jetzt gewohnte Wohlstand wird wohl in den Geschichtsbüchern verschwinden, die neue Normalität der Regierung( Türkis Grün) bedeutet auch vielfach neue große Armut der Menschen!

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franck (6.819 Kommentare)
am 14.08.2021 16:27

Corona ist ein Lotteriegewinn für die neoliberale Wirtschaftspolitik. Da können sie uns alle Kürzungen reindrücken.

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DrWatts (1.079 Kommentare)
am 14.08.2021 00:33

Ja, der Zeitungspreis muss sich rasch vervierfachen.

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max1 (11.582 Kommentare)
am 14.08.2021 07:20

Wenigstens.

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max1 (11.582 Kommentare)
am 14.08.2021 08:04

Wenigstens.

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