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Verlustjahr: Bei AT&S wackeln 1000 Stellen

Von nachrichten.at/apa, 14. Mai 2024, 10:29 Uhr
Andreas Gerstenmayer, Vorstandsvorsitzender AT&S Bild: AT&S

LEOBEN. Der steirische Leiterplattenhersteller AT&S ist im Geschäftsjahr 2023/24 in die Verlustzone gerutscht. Die Belegschaft soll um bis zu 1000 Beschäftigte reduziert werden.

Das gab AT&S am Dienstag bekannt. 34 Millionen Euro Verlust fielen an, nach einem Gewinn von 137 Millionen Euro im vorigen Geschäftsjahr.  Im Schlussquartal stieg der Umsatz im Jahresabstand um 14 Prozent auf 345 Millionen Euro, der Quartalsverlust wurde auf 44 Millionen Euro halbiert. 

Im zweiten Halbjahr hätten sich die Märkte für mobile Endgeräte und Industrieapplikationen deutlich abgeschwächt, teilte AT&S am Dienstag mit. Während es bei Notebooks und PCs eine leichte Erholung gab, hat sich die Schwäche bei Servern ausgeweitet. "Für das neue Geschäftsjahr 2024/25 sehen wir AT&S wieder auf Wachstumskurs", sagte AT&S-CEO Andreas Gerstenmayer laut Mitteilung. "Die für die zweite Geschäftsjahreshälfte 2024/25 erwartete generelle Markterholung in unserer Branche sollte sich positiv auf die Nachfrage und somit die Auslastung unserer bestehenden Werke auswirken. Unterstützt wird das Unternehmenswachstum mit dem Start der Hochvolumen-Produktion in unseren beiden neuen Werken in Kulim und Leoben zum Ende des Geschäftsjahres." Um die Kosten zu senken, sollen in den bestehenden Standorten bis zu 1000 Stellen abgebaut werden.

Im Vergleich zum letztjährigen Rekordjahr reduzierte sich der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2023/24 um 13 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro, im 4. Quartal war der Umsatz mit 345 Millionen Euro aber um 14 Prozent höher als vor einem Jahr. Das Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) reduzierte sich im Geschäftsjahr um 26 Prozent auf 307 Millionen Euro. Das EBIT fiel von 146 auf 31 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie war im Gesamtjahr mit minus 1,39 Euro negativ, im Vorjahr gab es je Aktie noch einen Gewinn von 3,03 Euro. Die Belegschaft inklusive Leihpersonal wurde um ein Zehntel auf 13.828 reduziert.

500 Millionen Euro Investitionen

Für heuer plant AT&S ein Investitionsvolumen von rund 500 Millionen Euro. Der größte Teil davon soll in die IC-Substrate-Produktion in den neuen Werken in Kulim und Leoben fließen. Der Start der Hochvolumen-Produktion der beiden Werke ist für Ende des Geschäftsjahres 2024/25 geplant. AT&S rechnet für das laufende Geschäftsjahr mit einem Jahresumsatz zwischen 1,7 und 1,8 Milliarden Euro. 2026/27 will AT&S mit Künstlicher Intelligenz wachsen, sagte Gerstenmayer. "Wir liefern auch für AI die richtige Technologie, von Substraten für AI-Prozessoren bis zu effizienten Energiemanagement-Lösungen für IT-Infrastruktur wie Server und Datenzentren."

Eine geplante Kapitalerhöhung hat AT&S vor wenigen Tagen aufgrund eines "nach wie vor volatilen Marktumfelds" abgesagt. Die Staatsholding ÖBAG wird damit nicht einsteigen. Außerdem hat AT&S die Prognose für das Geschäftsjahr 2026/2027 nach unten geschraubt und erwartet nun ein Jahresumsatz von 3,1 Milliarden Euro, nach bisher 3,5 Milliarden Euro.

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