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Russland blockiert Vermögen von Deutscher Bank

Von nachrichten.at/apa, 18. Mai 2024, 18:26 Uhr
Deutsche Bank
Die Zentral der Deutschen Bank in Frankfurt am Main  Bild: (APA/DPA/ARNE DEDERT)

FRANKFURT/MOSKAU. Ein Schiedsgericht in St. Petersburg hat Vermögen mehrerer Banken, darunter der Deutschen Bank und der Commerzbank, in Russland eingefroren.

Die Maßnahme erfolge auf Antrag von RusChimAllianz, einer Tochtergesellschaft von Gazprom zum Betrieb eines LNG-Terminals an der Ostsee, die gegen die Deutsche Bank Ansprüche von 238,61 Millionen Euro und gegen die Commerzbank von 94,92 Millionen Euro erhebt. Das meldete die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass am Samstag.

Das Vermögen sei in Form von Wertpapieren, die der Deutschen Bank und Commerzbank und anderen Gesellschaften mit deren Beteiligung gehören, sowie in Form von Immobilien und Geld auf Konten blockiert worden. Zuvor hatte das Gericht auch Bankkonten und Vermögen der italienischen Bank Unicredit in Russland eingefroren. Unicredit ist nach der Raiffeisenbank die größte noch aktive Auslandsbank in Russland und gehört nach ihrem Bilanzvermögen zu den größten 20 Banken im Land.

Weitere Geldgeber betroffen

Betroffen sind auch weitere Geldgeber. Hintergrund ist der geplatzte Bau des Terminals aufgrund der westlichen Sanktionen, für den die Banken mit gebürgt hatten. RusChimAllianz will von Unicredit 444 Millionen Euro. Eingefroren werden sollen Vermögen im Wert von 463 Millionen Euro.

Bei der Deutschen Bank hieß es, es bleibe abzuwarten, wie diese Entscheidung von den russischen Gerichten umgesetzt werde und welche Folgen dies für den operativen Betrieb des Instituts in Russland habe. "Die Deutsche Bank sieht sich durch eine Entschädigungsvereinbarung mit einem Kunden vollständig abgesichert", wurde zugleich in Frankfurt/Main betont. Die Deutsche Bank habe eine Rückstellung von rund 260 Millionen Euro und einen entsprechenden Vermögensgegenstand aus Erstattungen im Rahmen der Entschädigungsvereinbarung erfasst.

Garantien zurückgezogen

RusChimAllianz hatte 2021 mit dem deutschen Industriekonzern Linde und dem Bauunternehmen Renaissance Heavy Industries einen Vertrag über den Bau der Anlage geschlossen. Dafür habe RusChimAllianz einen Vorschuss an Linde gezahlt, hieß es. Nach dem von Kremlchef Wladimir Putin begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine verhängte der Westen Sanktionen. Linde hat den Angaben nach seinen Auftraggeber über den Stopp der Arbeiten informiert.

Die Banken, die als Bürgen für das Geschäft aufgetreten waren, zogen wegen der Sanktionen ebenfalls ihre Garantien zurück. Neben der Deutschen Bank und Unicredit wurden vor dem Schiedsgericht in St. Petersburg auch die Commerzbank, die Bayerische Landesbank und die Landesbank Baden-Württemberg verklagt. Im Gegensatz zu Unicredit waren die Unternehmen aber nicht mit größeren Filialen in Russland aktiv. Deutsche Unternehmen haben durch die Sanktionen Milliarden an Investitionen in Russland verloren.

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19  Kommentare
19  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
fai1 (6.070 Kommentare)
am 20.05.2024 08:17

Meister.., so ist es. Darum bin ich auch mit meinem Unternehmen ausgesprochen erfolgreich und für die nächsten Jahre ausgebucht.

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spoe (14.149 Kommentare)
am 19.05.2024 20:31

Es gibt seit längerem einen Wirtschaftskrieg, das ist klar.
Die Sanktionen wirken, aber eben auch in Form von Reaktionen.

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willie_macmoran (2.904 Kommentare)
am 19.05.2024 16:18

Ich hoffe die Raiffeisen zieht sich aus r zurück.

Und wenn nicht will ich bitte kein gesudere hören wenn der Zar seinen Tribut will.

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Peter2012 (6.415 Kommentare)
am 19.05.2024 13:18

EU Sanktionen schädigen nicht nur Russland sondern auch die EU selbst!!!

Warum haben sich nicht schon längst europäische Unternehmen aus Russland zurück gezogen???

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Philantrop_1 (320 Kommentare)
am 19.05.2024 10:41

Die Kapazunder in Brüssel unter dem US-Diktat und unsere Wiener Probierung haben UNSERER Volkswirtschft da was Schönes einbebrockt.

Die Yankees (u. Franzosen) lachen sich krumm, denn sie machen mittlerweile Rekordgeschäfte mit den bööösen Ruuussen, z. B. beim Billigimport von Uran.

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Augustin65 (1.166 Kommentare)
am 19.05.2024 10:40

Wie du mir, so ich dir, recht so!

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u25 (5.061 Kommentare)
am 19.05.2024 10:28

spät aber doch

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nichtschonwieder (8.990 Kommentare)
am 19.05.2024 08:28

Was die EU und die Amis können, kann Russland auch, wie sich zeigt.
Wundert mich nur, dass die Russen so lange damit gewartet haben.

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fai1 (6.070 Kommentare)
am 18.05.2024 20:34

Bort... sie kennen sich genau null aus. Solche Leute wie sie braucht die EU in Zukunft.

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meisteral (12.154 Kommentare)
am 19.05.2024 10:00

GsD gibt es sie, eine Lichtgestalt mit 120% Durchblick

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analysis (3.713 Kommentare)
am 18.05.2024 18:36

Nun, der Wirtschaftskrieg wurde von wem begonnen und Nordstream wurde von wem in welchem Einflussgebiet zerstört?

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bortmair (11 Kommentare)
am 18.05.2024 18:50

von Putin

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nichtschonwieder (8.990 Kommentare)
am 19.05.2024 08:27

Blödsinn.

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Uther (2.438 Kommentare)
am 19.05.2024 08:57

Warum wanderst nicht nach Russland aus?
Wen der Putin und seine Politik Dir so gefallen???

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spoe (14.149 Kommentare)
am 19.05.2024 20:33

Wer anderer Meinung als unser Gewerkschafter ist,
auch oder speziell wenn er im Recht ist,
muss also auswandern?

Das ist das Demokratieverständnis unserer Gewerkschafter.
Vor Jahren haben sie noch die Stiefel der Kummerl in der UDSSR geküsst, und jetzt?

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bortmair (11 Kommentare)
am 18.05.2024 18:51

Putin hat angegriffen und muss mit Gegenwehr rechnen

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HumanBeing (1.846 Kommentare)
am 18.05.2024 18:33

Alle Unternehmen aus der EU solltest dieses Land ehest verlassen.

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Uther (2.438 Kommentare)
am 19.05.2024 08:58

Geh bitte die RBI doch nicht!!!

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spoe (14.149 Kommentare)
am 19.05.2024 20:34

Leicht gesagt, das käme einem Totalausfall gleich.

Würdest du alles, was du in deinem Leben aufgebaut hast, dafür geben?

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