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Preisdeckel: Tanker mit russischem Öl stauen sich am Bosporus

Von nachrichten.at/apa, 07. Dezember 2022, 20:40 Uhr
(Symbolbild) Bild: (APA/AFP/OZAN KOSE)

ISTANBUL. Mindestens 20 Öltanker stauen sich in türkischen Gewässern, um von den russischen Schwarzmeerhäfen über den Bosporus ins Mittelmeer zu gelangen.

Die russische Regierung zeigt sich besorgt über den Stau von Öltankern am Bosporus. "Wir sind uns dieser Situation bewusst, natürlich bereitet sie uns im Hinblick auf die Interessen unserer Unternehmen Sorgen", zitierte die Nachrichtenagentur RIA am Mittwoch den stellvertretenden Außenminister Alexander Gruschko.

Das Problem werde mit den Transport- und Versicherungsunternehmen erörtert. "Wenn das Problem nicht gelöst wird, wird sich natürlich die Politik einschalten", sagte Gruschko. Hintergrund des Tanker-Staus dürfte der von der EU und der Industriestaatengruppe G7 verhängte Preisdeckel für auf dem Seeweg transportiertes Öl aus Russland sein.

Versicherer brauchen zusätzliche Garantien

Mindestens 20 Öltanker stauen sich in türkischen Gewässern, um von russischen Schwarzmeerhäfen über den Bosporus ins Mittelmeer zu gelangen, sagte ein Insider aus der Schifffahrtsbranche der Nachrichtenagentur Reuters. Als Auslöser dafür gilt eine Mitteilung der türkischen Schifffahrtsbehörden. Darin werden von den Versicherern zusätzliche Garantien verlangt, dass die Durchfahrt durch den Bosporus abgedeckt ist. "Wir werden weitere Verzögerungen erleben, wenn Eigentümer oder Betreiber nicht die erforderlichen Garantien bieten können", sagte ein Insider.

Dahinter dürfte wohl der vom Westen verhängte Preisdeckel für russische Öl-Lieferungen über den Seeweg sein. Seit Montag dürfen etwa EU-Schifffahrtsunternehmen russisches Rohöl nur noch befördern, wenn es unter oder zu der Preisobergrenze von 60 Dollar pro Fass verkauft wird. Das gilt auch für Versicherer, Rückversicherer oder andere Finanzierungen des Ölgeschäfts. Da die wichtigsten Schifffahrts- und Versicherungsunternehmen der Welt in den G7-Ländern ansässig sind, könnte die Preisobergrenze es Russland erschweren, sein Öl zu einem höheren Preis zu verkaufen.

Wartezeit stieg auf vier Tage

Täglich werden Millionen von Barrel Öl von russischen Häfen durch die schmale türkische Meerenge am Bosporus in das Marmarameer und dann weiter durch die Dardanellen in das Mittelmeer transportiert. Die durchschnittliche Wartezeit am Bosporus in Richtung Süden lag zuletzt bei vier Tagen für Schiffe mit einer Länge von mehr als 200 Metern, während sie Mitte November noch bei einem Tag lag.

Mit dem Preisdeckel wollen die EU, die G7-Staaten und Australien Russland im Krieg gegen die Ukraine finanziell weiter unter Druck setzen. Moskau ist stark auf Einnahmen aus dem Rohstoffgeschäft angewiesen.

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10  Kommentare
10  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
Peter2012 (6.312 Kommentare)
am 08.12.2022 19:31

Was ist mit einem Preisdeckel für Flüssiggas und umwelttechnischen Rahmenbedingungen???

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Rapid09 (2.618 Kommentare)
am 08.12.2022 16:47

Indien und China haben bereits klar gemacht dass sie weiterhin russisches Oel und Gas kaufen werden. Denen ist es egal ob G7 oder EU einen Preisdeckel beschliessen. Beide Laender muessen importieren und falls das russische Oel billiger als der Weltmarktpreis ist, aber ueber der 60 Dollar Grenze liegt, dann werden eben Scheinrechnungen ausgestellt und/oder die DIfferenz in anderen Waehrungen abgerechnet.

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 08.12.2022 10:00

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die erste Sabotage oder Anschlag auf einen solchen Tanker stattfinden wird. Na servas.

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Zeitungstudierer (5.734 Kommentare)
am 08.12.2022 09:29

Der Diesel und Benzinpreis muss für EU Bürger unbedingt in astronomische Höhen gepuscht werden, dafür ist fast jedes Mittel und jede Lüge recht!
Ein paar schrumpfende Volkswirtschaften bilden sich ein, dadurch dass Klima und die Welt retten zu können!
Die europäischen E Auto Produzenten scheitern in China anscheinend mit ihren komplett überteuerten Autos gegenüber von Tesla und den chinesischen Produzenten.
China ist der größte E Automarkt, betrieben mit Strom aus Kohle und Gaskraftwerken!
Zukünftig werden den EU Autobauern auch China Autos im EU Markt ziemliche Konkurrenz machen!
Wenn das so weitergeht, schafft die EU Politik die EU Industrie ab!
Aber egal, wir haben ohnedies zuwenig Leute die Arbeiten wollen!
Egal ob Inländer oder Ausländer!

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laskpedro (3.478 Kommentare)
am 08.12.2022 09:41

leider haben sie völlig recht.. traurig aber europa will sich offenbar unbedingt ruinieren und die ganze welt lacht sich eins

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klettermaxl (6.862 Kommentare)
am 07.12.2022 21:12

Es ist 21:10 Uhr und die OÖN haben noch immer nicht über den Skandal berichtet, der derzeit die nö. Landes-VP massivst erschüttert und stärkste Ablehnung in allen anderen Parteien hervorgerufen hat. Warum berichten die OÖN nicht?

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gutmensch (16.763 Kommentare)
am 07.12.2022 21:38

Die ÖVP ist voller Skandale. Welchen meinen sie. ?

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HumpDump (5.050 Kommentare)
am 08.12.2022 08:26

Eine weitere "anonyme" Anzeige der SPÖ interessiert niemanden am Feiertag.

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DonMartin (7.510 Kommentare)
am 08.12.2022 09:27

Nervöse Ungeduld in der Medien- bzw. Parteizentrale.

Unglaublich, dass der Artikel erst um 21:29 Uhr freigegeben worden ist.
Da musste jetzt die SPOÖ Medienabteilung noch 20 Minuten warten bis zum Ausstempeln.

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holzofen (628 Kommentare)
am 07.12.2022 20:51

Das wird der Erdogan nicht lange durchstehen.

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