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"Man muss jetzt soziale Unruhen verhindern"

14. März 2020, 00:04 Uhr
"Man muss jetzt soziale Unruhen verhindern"
Teodoro Cocca, Professor für Asset Management an der JKU in Linz Bild: Volker Weihbold

LINZ. Finanz-Professor Teodoro Cocca über Börsenabsturz , Versäumnisse der Politik und die Angst der Anleger.

Der Absturz der Börsen am Donnerstag sei nicht zuletzt auf die unkoordinierte Vorgangsweise der Notenbanken und der internationalen Politik zurückzuführen, sagt der Linzer Universitätsprofessor für Finanzanlage, Teodoro Cocca, im Gespräch mit den OÖNachrichten.

OÖNachrichten: Wie ist die Entwicklung rund um das Coronavirus aus Sicht der Finanzmärkte zu beurteilen?

Es ist nun festgehalten, dass Corona massive Einschnitte in unser Leben gebracht hat. Das hat seinen Preis, besonders wenn das nicht Wochen, sondern Monate dauert. Das haben die Märkte und die Bürger erkannt. Und es ist auch nicht falsch, darüber zu sprechen. Schließlich geht es um existenzielle Ängste.

Wie soll man diesen Ängsten begegnen?

Indem man ein wirtschaftliches Hilfspaket schnürt, das rasch wirkt und verhindert, dass soziale Unruhen entstehen. Man wird sehen, was die Regierung am Wochenende präsentiert.

Was muss das Paket umfassen?

Ganz wichtig ist, dass der produktive Sektor und der Güterverkehr aufrechterhalten werden. Kurzarbeit ist unausweichlich. Es braucht Überbrückungskredite für gute Unternehmen. Es sind viele Firmen, die in eine Notsituation kommen werden.

Am Donnerstag sind die Börsen in einem Maß abgestürzt, wie es die wenigsten bisher erlebt haben. Was ist hier passiert?

Die Panik ist während der Rede von EZB-Chefin Christine Lagarde ausgebrochen, die sinngemäß erklärte, Corona sei nicht das Problem der EZB. Das hat den Markt komplett verunsichert. Dazu kamen die Aussagen von Donald Trump, der die Gefahr dieses Virus nicht offensichtlich nicht erkennen wollte. Daraus ergab sich die Frage: Wer schaut jetzt auf die Ökonomie?

Das heißt, es war nicht erkennbar, wer sich aus ökonomischer Sicht um die wirtschaftlichen Auswirkungen kümmert?

Es bräuchte eine konzertierte Aktien der Notenbanken, eine gemeinsame Vorgangsweise von G20 und G7. Das hat man schon bei kleineren Problemen getan. Sonst bleiben die Anleger verunsichert.

Gibt es da auch positive Anzeichen?

Die EZB reagiert schon, auch die Ankündigung der Deutschen, unbegrenzt Kredit zu geben, geht in diese Richtung. Das sind Signale, die es jetzt braucht, weil wir etwa mit Italien ein besonders betroffenes Land mit einem hohen Schuldenberg haben. (dm)

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