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FTX-Gründer Bankman-Fried muss 25 Jahre ins Gefängnis

Von nachrichten.at, 28. März 2024, 17:45 Uhr
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Sam Bankman-Fried erschien am Donnerstag vor Gericht Bild: ANGELA WEISS (APA/AFP/ANGELA WEISS)

NEW YORK. Die Kryptobörse FTX ist 2022 kollabiert. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Bankman-Fried Kundengelder für Geschäfte seines eigenen Hedgefonds abgezweigt hat.

Der Gründer der kollabierten Kryptobörse  wird die kommenden Jahrzehnte hinter Gittern verbringen. In dem milliardenschweren Betrugsprozess gegen Sam Bankman-Fried setzte der Richter Lewis Kaplan das Strafmaß am Donnerstag auf 25 Jahre fest, nachdem eine Jury den 32-Jährigen im November für schuldig befunden hatte.

Die Geschworenen hatten es als erwiesen angesehen, dass der für Auftritte in Jeans und T-Shirt sowie für einen markanten Wuschelschopf bekannte Bankman-Fried acht Milliarden Dollar an Kundengeldern aus reiner Gier veruntreut habe, um zu spekulieren und seinen aufwendigen Lebensstil zu finanzieren. Dieser hatte im Prozess zwar Fehler eingeräumt, den Vorwurf des Betrugs jedoch mehrfach zurückgewiesen.

Nach Gerüchten um Unregelmäßigkeiten und einer geplatzten Rettung durch den Erzrivalen Binance zogen Anleger Ende 2022 in großem Stil Geld bei FTX ab. Daraufhin beantragte die Kryptobörse am 11. November Gläubigerschutz. 

"Ein Leben geprägt von Gier"

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 40 bis 50 Jahren gefordert. "Sein Leben der vergangenen Jahre war geprägt von unvergleichlicher Gier und Hybris, von Ehrgeiz und Selbstrechtfertigung, von Risikofreude und dem wiederholten Spielen mit dem Geld anderer Leute", schrieb sie zur Begründung.

Bankman-Frieds Verteidiger hatten dagegen auf gut fünf bis sechseinhalb Jahre Haft plädiert. Ihr Mandant sei keineswegs der von der Anklage skizzierte "Super-Schurke". Die geforderte Haftstrafe sei "mittelalterlich". Sie verwiesen außerdem darauf, dass die FTX-Kunden einen Großteil ihres Geldes zurückerhielten. Dieses Argument ließ Richter Kaplan nicht gelten. "Ein Dieb, der seine Beute nach Las Vegas bringt und erfolgreich mit dem gestohlenen Geld wettet, hat keinen Anspruch auf Strafmilderung, indem er seine Gewinne aus Las Vegas zur Rückzahlung des gestohlenen Geldes verwendet."

In einer Erklärung entschuldigte sich Bankman-Fried bei seinen ehemaligen Mitarbeitern. "Es tut mir leid, was passiert ist. Es gab Dinge, die ich hätte tun und sagen sollen, und Dinge, die ich hätte lassen sollen." Einige seiner früheren Vertrauten hatten sich schuldig bekannt und Bankman-Fried in dessen Betrugsprozess belastet.

Außerdem hatte er angekündigt, gegen das Urteil und die Höhe der Strafe Berufung einlegen zu wollen. Bei der Anhörung am Donnerstag waren neben Bankman-Fried auch seine Eltern anwesend, die Universitätsprofessoren Joseph Bankman und Barbara Fried.

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1  Kommentar
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Uther (2.197 Kommentare)
am 29.03.2024 16:50

Die Amerikaner sind da aus einem anderen Holz geschnitzt!
Bei uns spazieren die KHG ,die Benko alle frei umher!

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