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EZB-Direktorin sieht bei Inflation kein Zeichen für Entwarnung

Von nachrichten.at/apa, 07. Februar 2023, 20:52 Uhr
GERMANY-EU-ECB-BANKING-FINANCE-INFLATION
Die Kerninflation befinde sich nach wie vor auf einem außergewöhnlich hohen Niveau, sagt EZB-Direktorin Isabel Schnabel. Bild: ANDRE PAIN (AFP)

FRANKFURT. Die jüngste Abschwächung der Inflation im Euro-Raum ist laut EZB-Direktorin Isabel Schnabel noch kein Zeichen für Entwarnung.

Die Kerninflation - ein Maß in der die schwankungsreichen Preise für Energie, Lebensmittel, Alkohol und Tabak ausgeklammert bleiben - befinde sich nach wie vor auf einem außergewöhnlich hohen Niveau, sagte Schnabel am Dienstag auf einem Webinar der Nichtregierungsorganisation Finanzwende.

"Und das sind eben Inflationsmaße, die eine sehr viel höhere Persistenz aufweisen und deshalb sind die besonders entscheidend für die Entwicklung der Inflation auf mittlere Sicht", betonte Schnabel. Auf diese Zahlen blicke die Europäische Zentralbank (EZB) ganz besonders.

Die allgemeine Inflation war zwar im Euroraum im Zuge eines zuletzt nachlassenden Preisschubs bei Energie von 9,2 im Dezember auf 8,5 Prozent im Jänner gesunken. Dies war bereits der dritte Rückgang in Folge. Das mittelfristige EZB-Ziel von zwei Prozent liegt damit aber immer noch weit entfernt. Die Kerninflation verharrte im Jänner auf dem Dezemberwert von 5,2 Prozent. Die Euro-Notenbank, die im Juli die Zinswende vollzogen hatte, hob am Donnerstag die Zinsen erneut an um 0,50 Prozentpunkte und stellte zugleich eine weitere Zinserhöhung um ebenfalls 0,50 Prozentpunkte im März in Aussicht. Was danach geschehen soll, ist allerdings noch offen.

Was passiert mittelfristig?

"Meine zentrale Sorge ist nach wie vor, dass die Inflation mittelfristig zu hoch bleibt", sagte Schnabel. Die EZB habe die Zinsen zwar bereits sehr deutlich angehoben. "Aber wir kamen natürlich auch von einem sehr niedrigen Niveau", fügte sie hinzu. Und mit der sehr hohen Inflation seien real die Zinsen immer noch vergleichsweise niedrig. Die EZB habe bereits kommuniziert, dass sie mit den Zinsen in einen restriktiven Bereich gelangen müsse, sagte die Volkswirtin. Darunter wird von Ökonomen ein Zinsniveau verstanden, das eine Volkswirtschaft bremst. Wie weit die EZB die Sätze möglicherweise noch anzuheben vorhabe, sagte Schnabel nicht.

Der an den Finanzmärkten maßgebliche Einlagensatz, den Finanzinstitute für das Parken überschüssiger Gelder von der Notenbank erhalten, liegt mittlerweile bei 2,50 Prozent. An den Finanzmärkten wird derzeit davon ausgegangen, dass die EZB den Satz noch auf ein Niveau von 3,25 bis 3,50 Prozent anheben könnte.

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7  Kommentare
7  Kommentare
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dachbodenhexe (5.701 Kommentare)
am 08.02.2023 13:48

Daß wir in eine sehr starke Inflation laufen, das war schon klar als Draghi die Geld-Druckmaschine startete um die unterschiedlichen Länder aus ihrer Pleite zu helfen.

Obwohl es jedem klar ist, dass wenn man Wein wässert sich dessen Qualität im gleichen Maß wie die Verwässerung stattfindet, verschlechtert, so scheint es daß viele Menschen beim Geld diese Tatsache ignorieren wollen.

Der Goldpreis und speziell die sehr starke physische Nachfrage nach Gold zeigen alletrdings auf, dass vielen Menschen das Vertrauen in den Euro verlorengegangen ist. Und nicht nur die einfachen Bürger setzen derzeit verstärkt auf Edelmetalle, nein auch die Zentralbanken also die Herausgeber des Geldes kaufen verstärkt in diesem Segment ein, denn auch sie scheinen erkannt zu haben, dass der Euro stark ins Schwanken geraten ist und möglicherweise nicht mehr zu retten ist.

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u25 (5.006 Kommentare)
am 08.02.2023 09:21

Der Schuss ins eigene Knie zeigt immer mehr Wirkung und die Bürger der EU sind die Verlierer

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glingo (4.997 Kommentare)
am 08.02.2023 12:07

ich dachte Großbritannien ist nicht mehr in der EU

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ECHOLOT (8.847 Kommentare)
am 08.02.2023 07:42

hat leicht wirklich wer geglaubt es wird bergauf gehen?
das gegenteil ist der fall, zügig bergab mit wohlstand , wirtschaft, sozialstaat und sicherheit!

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BamBam1987 (4.136 Kommentare)
am 08.02.2023 07:57

Man kanns auch übertreiben - schlecht geht es uns trotzdem nicht! Man muss halt in einigen Bereichen etwas abspecken bzw. die eigenen Ansprüche überdenken...

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Berkeley_1972 (2.320 Kommentare)
am 08.02.2023 06:40

Warum ist dann Schnabel, Lagarde und deren Entourage noch immer im Amt auf ihren fett dotierten Posten mit unmoralischen Spesenkonten wo sie doch implizit selbst eingestehen, einen richtig schlechten Job gemacht zu haben und vor den Politikern des Südens auf die Knie gegangen zu sein. Im Nachhin Entwicklungen zu erklären, heizt nur den Klimawandel an - die dabei ausgestoßene heiße Luft können sie gleich einsparen

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laskpedro (3.478 Kommentare)
am 08.02.2023 10:58

den schlimmsten zerstörer von allen genannten ..draghi.. haben sie vergessen ..sonst perfekte analyse ..wir zahlen für die sünden der politiker in frankreich, italien etc

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