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Analog oder digital? Zwei Welten im Zahlungsverkehr

Von Martin Roithner, 19. Oktober 2023, 15:24 Uhr
Nur in Malta und Slowenien zahlen die Menschen im Euroraum häufiger mit Scheinen und Münzen. Bild: Christin Klose (APA/dpa/Christin Klose)

WIEN. Die Österreicher zahlen zu 70 Prozent mit Bargeld, die Europäische Zentralbank treibt unterdessen den digitalen Euro voran.

Münzen und Scheine stehen in Österreich nach wie vor hoch im Kurs. 70 Prozent aller Transaktionen wurden 2022 hierzulande mit Bargeld getätigt, nur in Malta (77) und Slowenien (73) waren es im Euroraum mehr. Diese Zahlen präsentierte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) heute, Donnerstag, bei einem Pressegespräch.

Obwohl Bargeld gerade in Österreich beliebt sei und bleibe, spielten auch digitale Zahlungslösungen zunehmend eine Rolle, sagte Petia Niederländer, OeNB-Direktorin für Zahlungsverkehr, Risikoüberwachung und Finanzbildung. Eine Milliarde Transkationen im Wert von 50 Milliarden Euro tätigten die Landsleute im Vorjahr mit Debit- und Kreditkarten, zumal im Onlinehandel. 2020 waren es 885,6 Millionen Transaktionen um 32,7 Milliarden Euro gewesen.

Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands, sagte, für Händler und Kunden sei die Wahlfreiheit beim Bezahlen wichtig. Im Unterschied zu Bargeld fielen bei anderen Bezahlformen Gebühren an.

Dem Hang zum physischen Bargeld stehen die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB) zum digitalen Euro gegenüber. Am Mittwoch gaben die Währungshüter in Frankfurt grünes Licht für die nächsten Schritte hin zu einer digitalen Version der Gemeinschaftswährung. Am 1. November beginnt eine zweijährige Vorbereitungsphase, in der das Regelwerk fixiert wird und Anbieter für die Entwicklung einer Plattform und Infrastruktur ausgewählt werden.

Digitaler Euro: Bezahlen ab 2028?

Verbraucher bekämen den digitalen Euro in einer digitalen Geldtasche und könnten in Sekundenschnelle rund um die Uhr bezahlen – auch dann, falls sie keine Internetverbindung haben. Europa will damit der US-Konkurrenz (Apple Pay, PayPal etc.) etwas entgegensetzen. Datenschutz sei gewährleistet, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Bei Banken gibt es Skepsis, weil Kunden den digitalen Euro direkt von der EZB beziehen.

Bis der digitale Euro zum Einsatz kommt, wird es noch dauern. "Das ist ein großes IT-Projekt. Ich rechne damit, dass wir in rund fünf Jahren mit dem digitalen Euro bezahlen werden", sagte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel.

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Autor
Martin Roithner
Redakteur Wirtschaft
Martin Roithner
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4  Kommentare
4  Kommentare
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Utopia (2.526 Kommentare)
am 21.10.2023 09:24

Das Problem bei digitaler Bezahlung ist die lückenlose Überwachung unseres Aufenthaltsortes und unserer Kaufgewohnheiten.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.182 Kommentare)
am 19.10.2023 21:49

Herr Will, Kassensturz, Geldtransporter oder Botengänge auf die Bank, Wechselmünzbezug sind ja soooo gratis.

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Utopia (2.526 Kommentare)
am 21.10.2023 09:22

Münzen kleiner 10 ct wären wirklich nicht notwenig.
Der Staat muss nicht verbieten. Der Handel könnte dem entgegenwirken, indem die Preise grundsätzlich auf Zehnerl auf- oder abgerundet werden. Das geht auch wenn man individuelle Mengen abwiegt.

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nichtschonwieder (8.251 Kommentare)
am 19.10.2023 16:48

Ab ca. einem Hunderter mit Karte, sonst bar.

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