Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Minus 34 Prozent: Aktie des Batterieherstellers Varta stürzt ab

Von nachrichten.at/apa, 12. April 2024, 11:10 Uhr
Mehrheitseigentümer Michael Tojner schoss erst vor einem Jahr 50 Millionen Euro nach. Bild: Thomas-Zehnder

ELLWANGEN. Das Unternehmen von Investor Michael Tojner hat schon länger mit Problemen zu kämpfen.

Der kriselnde Batteriekonzern Varta ruft bei seinen Geldgebern erneut um Hilfe. Ein Einbruch der Nachfrage, billige Angebote der Konkurrenz aus Asien und ein Cyberangriff werfen das Unternehmen bei seiner Sanierung zurück. Das Konzept aus dem vergangenen Sommer sei "nicht mehr angemessen", um bis Ende 2026 wie geplant auf einen profitablen Wachstumskurs zurückzukehren, teilte Varta am Donnerstagabend mit.

Der Kurs der Varta-Aktie stürzte nach den Nachrichten ab. Kurz nach Handelsbeginn am Freitag verlor das Papier bis zu 34 Prozent auf 9,30 Euro und fiel damit auf den tiefsten Stand seit dem Börsengang 2017. Im bisherigen Jahresverlauf hat das Papier mehr als die Hälfte an Wert eingebüßt, in den vergangenen fünf Jahren sogar mehr als drei Viertel.

Vartas Krise hat sich verschärft: Die Nachfrage nach kleinen Lithium-Ionen-Knopfzellen etwa für Kopfhörer schwanke stark, und die Nachfrage nach Energiespeichern für den Strom aus Solaranlagen sei unerwartet "erheblich" eingebrochen. Zudem klagte der Konzern über Billigpreise der Konkurrenz für Energiespeicher und anhaltende Probleme in den Lieferketten.

Hackerangriff legte Produktion lahm

Zu allem Überfluss hatten Hacker im Februar Vartas Computersysteme attackiert und die Produktion für mehrere Wochen lahmgelegt. Die wirtschaftlichen Folgen des Cyberangriffs ließen sich noch nicht vollständig abschätzen, hieß es nun. So musste das Unternehmen deshalb schon die Vorlage seines Konzernabschlusses für das vergangene Jahr auf die Zeit nach dem 30. April verschieben. Deshalb dürfte das Unternehmen in Deutschland auch aus dem sogenannten Kleinwerte-Index SDax fliegen.

Varta hatte sich 2023 mit seinem Mehrheitsaktionär Michael Tojner und den Banken auf einen weitreichenden Umbau geeinigt. Der gebürtige Oberösterreicher hatte im Zuge einer Kapitalerhöhung 50 Millionen Euro zugeschossen, und die Banken gewährten erleichterte Kreditbedingungen und verlängerten die Verträge. Die Schritte sollten das Unternehmen finanziell stabilisieren. Doch angesichts der jüngsten Entwicklungen braucht Varta schon wieder Unterstützung.

Bis zum Sommer sollen die Geldgeber nun erst einmal stillhalten, bis der Gutachter AuxilPartner das bestehende Sanierungsgutachten überarbeitet hat. Eine entsprechende Stillhaltevereinbarung befinde sich "im Unterzeichnungsprozess". Varta erwartet, dass das neue Gutachten bis Mitte des Jahres vorliegt. Es soll die Grundlage für weitere Sanierungsschritte sein.

mehr aus Wirtschaft

Servicepauschale: Arbeiterkammer kritisiert Magenta

So will China die Immobilienkrise in den Griff kriegen

Koalition streitet über Schweineställe und die Wiederherstellung der Natur

Zwei neue Millionenpleiten bei Signa

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

5  Kommentare
5  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
nichtschonwieder (8.835 Kommentare)
am 12.04.2024 18:24

Diese Börsengänge sind nicht unbedingt ein Gewinn für Firmen.
Diese Erkenntnis kommt oft recht spät.
Hoffentlich kann Varta das Ruder herumreissen.

lädt ...
melden
antworten
NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.703 Kommentare)
am 12.04.2024 13:06

Ich war mal Varta-Fan. Bis ich einige Geräte wegen ausgelaufener "Qualitätsakkus" entsorgen musste.
Varta selbst verramscht seine Batterien mit Großpackungen in Aktionsmärkten - die gelben halten auch nur wenige Wochen (statt 2 Jahren bei Marktbegleitern) durch. Wer billig kauft...
Der Ungustl an der Spitze ist noch das I-Tüpfelchen.

lädt ...
melden
antworten
Steuerzahler2000 (4.097 Kommentare)
am 12.04.2024 14:55

Ich war jahrzehntelang Duracell-Fan - bis ich mehrere Schäden wegen ausgelaufener Batterien hatte.
Seit ein paar Jahren verwende ich ausschließlich Varta Longlife Power (blau), mit denen hatte ich noch nie Probleme.
Batterien aus Aktionsmärkten sind vermutlich so produziert daß man diese zu niedrigsten Preisen verkaufen kann, da wundert mich bei der Qualität gar nichts mehr.

lädt ...
melden
antworten
NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.703 Kommentare)
am 12.04.2024 17:05

Genau diese Longlife Power sind mir massivst ausgelaufen.

lädt ...
melden
antworten
spoe (13.630 Kommentare)
am 13.04.2024 07:42

Sind aber keine Akkus, wie oben geschrieben. Ins falsche Gerät für Akkus eingelegt?

lädt ...
melden
antworten
Aktuelle Meldungen