Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Handelsketten stecken in Stagnation: Eiliger Kunde soll Umsätze bringen

Von Josef Lehner, 03. Oktober 2011, 00:04 Uhr
Lebensmitteleinzelhandel stagniert
Lebensmittel über alternative Schienen: Tankstelle Bild: Weihbold

LINZ/WIEN. Immer weniger Zeit zum Einkaufen und Kochen – da sieht es mit Wachstum für Österreichs Lebensmitteleinzelhandel schlecht aus. Essen zum Mitnehmen für daheim hat bessere Chancen.

Das Beratungsunternehmen RegioPlan erwartet heuer für den Lebensmittelhandel nur noch 1,7 Prozent Umsatzzuwachs, auf 17,6 Milliarden Euro. Das wäre bei einer Gesamtinflationsrate um die drei Prozent eine kräftige Einbuße. „Wer noch wachsen will, muss sich über neue Formate Gedanken machen und auf Optimierungen setzen“, sagt Michael Oberweger von RegioPlan.

Die großen Handelsketten buhlen nicht nur verstärkt in Tankstellen um Umsätze, sie testen auch neue Vertriebstypen, um dem Trend moderner Haushalte zu entsprechen: weniger zuhause kochen, mehr Essen zum Mitnehmen („to go“). Convenience lautet das Motto: fertige oder einfach zuzubereitende Gerichte. Rewe hat 2009 die „Billa Box“ gestartet, mit bislang vier Filialen. Bis 2015 sollen jedes Jahr mindestens zehn weitere entstehen, hat Geschäftsführer Volker Hornsteiner angekündigt.

Spar hat heuer die neue Schiene „Food in the City“ gelegt, in Wien mit einem neuen Markt mit Menüs zum Essen vor Ort oder zum Mitnehmen. Außerdem gibt es ein eingeschränktes Lebensmittelsortiment. Solche Geschäftstypen funktionieren allerdings nur an stark frequentierten Punkten.

Die Zahl der Lebensmittelgeschäfte wächst nicht mehr, es werden nur schlechte Standorte durch bessere Lagen ersetzt. Zielpunkt eröffnete am Freitag in der aufstrebenden Ennstalgemeinde Kronstorf. In Hartkirchen bei Eferding wurde dagegen zugesperrt und der Standort an Billa abgetreten.

Die Zukunft von Zielpunkt ist ungewiss, seit Eigentümer BluO, ein Finanzinvestor, vergangene Woche geäußert hat, es könnte zu einem baldigen Verkauf kommen. Als Interessent gilt der Trauner Großhändler Pfeiffer & Co, der mit Nah & Frisch-Kaufleuten und Unimärkten an Gewicht zulegt.

Keine Marktanteile gewinnen konnte zuletzt der Diskont. Marktführer Hofer verbessert jedoch seine Standorte weiter. Lidl und Norma expandieren. Mitte Oktober wird in Braunau ein neuer Norma-Diskont eröffnen – erst der vierzehnte in Österreich.

 

Lebensmitteleinzelhandel stagniert

Der Lebensmitteleinzelhandel ist 2010 in Österreich um 1,9 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro Umsatz gewachsen (2009 plus 1,6 Prozent). Es gab also inflationsbereinigt keinen realen Zugewinn. Marktführer ist Rewe (Billa, Merkur, Adeg, Penny) mit rund einem Drittel Marktanteil vor Spar mit 30 Prozent und Hofer mit 20 Prozent. Die Zahl der Standorte sinkt beständig, 2010 auf rund 6000. Die Verkaufsfläche ist mit rund drei Millionen Quadratmetern konstant.
 

mehr aus Wirtschaft

Achterbahnfahrt und Innviertler Weltneuheit bei Wienerberger

Image der Landwirtschaft: "Bauern haben nichts mit Heimatfilmen zu tun"

Shein lenkt im Streit mit Verbraucherschützern ein

Warum der Dow Jones den 40.000er knackte und wie man profitieren kann

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

13  Kommentare
13  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
airbase (852 Kommentare)
am 03.10.2011 21:46

wäre hier richtiger.

lädt ...
melden
antworten
( Kommentare)
am 03.10.2011 17:55

chemiefressen, bis der nabel glänzt ... oder kurz dananch die halsschlagader platzt!

langfristig gesehen ... auch eine möglichkeit, die bevölkerungspyramide ein klein wenig zurechtzustutzen?!

lädt ...
melden
antworten
2good4U (17.882 Kommentare)
am 03.10.2011 16:30

zu wenig Geld, sondern nur zu wenig Zeit zum Einkaufen?

Interessante These.

lädt ...
melden
antworten
jerky_linz (106 Kommentare)
am 03.10.2011 12:50

wenn man davon ausgeht, dass die österrecihische Bevölkerung weder gewachsen noch geschrumpft ist, wüsste ich beim besten Willen nicht, warum der Lebensmittelkonsum steigen sollte. Also ich hatte im letzten Jahr genausoviel Hunger wie in diesem Jahr - und ich habe auch nicht geplant im nächsten Jahr mehr zu essen (zur Info für die Marktforscher).
...so könnte es also passieren, dass ich auch weiterhin nicht mehr Geld für Lebensmittel ausgebe wie bisher.
Was natürlich bitter ist - die Tatsache, dass die Umsätze zurückgegangen sind (wenn man die Inflation einberechnet) - andererseits hat ja auch kaum jemand eine Einkommenssteigerung über der Inflationsrate.
...alles in Allem - für mich ganz und gar kein überraschendes Ergebnis. Vermutlich muss das jetzt halt durch die Medien, damit eine geplante Preissteigerung in naher Zukunft seitens der Unternehmen gerechtfertigt werden kann...

lädt ...
melden
antworten
Fensterputzer (5.152 Kommentare)
am 03.10.2011 18:23

eben wegen dieser von dir angeführten Argumente wirst du nächstes Jahr mehr für Lebensmittel ausgeben müssen.

lädt ...
melden
antworten
cratedigga (336 Kommentare)
am 03.10.2011 09:36

Man müsste halt wissen ob auch der umsatz bei den anderen "frischen" produkten stagniert? (Märkte,Obst,Gemüse,ab Hof,etc)

Convenience sollte man soweit es geht aus dem warenkorb und vom mittagstisch verdrängen!

Und wenn bei 3% inflation der zuwachs 1,9% sind,heisst das ja dass der konsument trotzdem mehr ausgibt-oder hab ich da nen denkfehler???

lädt ...
melden
antworten
flooh (1.248 Kommentare)
am 03.10.2011 10:24

ist ein kleiner Denkfehler, denn 3% Inflation heißt, dass dein Geld weniger wert wird. Du musst also um 3% mehr bezahlen, um die selbe Menge an Produkten zu kaufen, wie du im Vergleichszeitraum davor gekauft hast. Wenn dann aber nur ein Zuwachs von 1,9% erzielt wird, haben wir also um die Differenz weniger eingekauft... (oder sind mehr auf die Billigprodukte/Eigenmarken umgestiegen, wo die Hänlder vermutlich auch weniger verdienen dran zwinkern

lädt ...
melden
antworten
( Kommentare)
am 03.10.2011 16:46

der nicht in dieser Statistik aufscheint?

lädt ...
melden
antworten
( Kommentare)
am 03.10.2011 08:08

so schaut´s aus...
Und ist es inzwischen nicht so, dass man ums gleiche Geld, für das man vor 10 Jahren noch einen Einkaufswagen füllen konnte, heute nur noch ein Einkaufskorb benötigt?

lädt ...
melden
antworten
oblio (24.824 Kommentare)
am 03.10.2011 09:58

Ein Körberl genügt!
Dass Preise kontinuierlich ansteigen
sind wir gewöhnt!
Wenn wir aber die Steigerung der letzten
10 Jahre betrachten, ergibt sich nach der Einführung
des T€uro schon ein heftiger Sprung nach oben!
Dass einige Sparten ihre Preise nicht erhöht
oder sogar gesenkt haben, spielt eigentlich
nur am Rande der Bedürfnisse eine kleine Rolle!
Allein wenn ich mir die Nahrungsmittel-
und die Brotpreise anschaue!
traurig

lädt ...
melden
antworten
marchei (4.371 Kommentare)
am 03.10.2011 10:21

und dein Gehalt ist nicht gestiegen in den letzten 10 Jahren?

lädt ...
melden
antworten
oneo (19.368 Kommentare)
am 03.10.2011 13:25

hättest du dir vor 10 jahren ein salzstangerl um ös 14,00, ein kilo biobrot um 70,00, einen verlängerten um 45,00 usw. gekauft? dies sind nur 3 beispiele, oblio hat es richtig geschrieben und die teuerung ist sicher um einiges mehr gestiegen als die löhne und pensionen.

lädt ...
melden
antworten
marchei (4.371 Kommentare)
am 03.10.2011 13:36

wo du Kaffee trinken gehst, aber um 3,50 € ein Verlängerter?
Und wo kostet ein Salzstangerl mehr als 1 €?
Ich kaufte mir heute 2 Stück um etwas mehr als 1,30 € beim Ring (kein Angebot sondern normaler Preis)
Also schreib wenigstens realistische Preise, wennst schon schreibst....

lädt ...
melden
antworten
Aktuelle Meldungen