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Der letzte Tanz? Rafael Nadal hält sich ein Türchen offen

Von Alexander Zambarloukos, 27. Mai 2024, 19:28 Uhr
15.000 Fans feierten "Sandplatzkönig" Rafael Nadal nach seinem vielleicht letzten Auftritt bei den French Open.  Bild: APA/Dunand

Tennis: Große Worte der Anerkennung nach der Drei-Satz-Niederlage gegen Alexander Zverev in der ersten Runde der French Open

Normalerweise kommen auf dem Court Philippe Chatrier, der mit 15.000 Tennis-Fans aus allen Nähten platzte, nach Matchende nur Sieger zu Wort. Manchmal muss man aber eine Ausnahme machen, weil es die Situation erfordert. Rafael Nadal, der "Sandplatzkönig" von Paris, der hier nicht weniger als 14 Mal triumphiert hat, gab nach der 3:6, 6:7 (5), 3:6-Erstrunden-Niederlage gegen Alexander Zverev (D) grünes Licht für ein Interview.

Er wollte zum Publikum sprechen, weil es durchaus sein kann, dass seine 19. French Open auch die letzten für ihn gewesen sind. Um 18.26 Uhr war der Matchball geschlagen, die Besucher erhoben sich von den Sitzen, skandierten "Rafa, Rafa", Zverev zollte dem Mallorquiner – sichtlich bewegt – mit Applaus jenen Respekt, den er sich verdient hatte.

Alexander Zverev: "Es ist Rafas Moment"

"Es ist eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich nicht zurückkehre. Ich hoffe, euch wiederzusehen, aber ich weiß es noch nicht", berichtete Nadal, der sich demnach eine kleine Comeback-Chance auf dem Bois de Boulogne offenließ. Wenn es seine körperliche Verfassung zulässt, hat er die Olympischen Sommerspiele 2024 ebendort auf dem Zettel: "Vielleicht sage ich aber in zwei Monaten, es reicht."

Nadal, bald 38, wirkt noch ein bisschen hin- und hergerissen, zu groß ist seine Liebe zum Tennissport. Die Verschleißerscheinungen sind freilich nicht wegzudiskutieren: "Ich bin durch zwei harte Jahre mit Verletzungen gegangen. Jetzt gegen Sascha (Zverev, Anm.) zu starten, war auch nicht gerade das perfekte Los für mich. Aber ich war wettbewerbsfähig, auch wenn es am Ende nicht genug war."

Ehefrau Xisca und Rafael Jr.  Bild: APA/Dunand

Ein Satzgewinn blieb Nadal, der in seinem 116. Roland-Garros-Einzelmatch zum erst vierten Mal verlor, verwehrt. Die Chancen waren während der 3:06 Stunden durchaus vorhanden. Im zweiten Satz führte der Weltranglisten-275. vor den Augen seiner Ehefrau Xisca und Sohn Rafael junior (19 Monate), der auf der Tribüne einen kleinen Tennisschläger in der Hand hielt, mit Break 5:3.

Bei 5:5 ließ Nadal zwei Breakbälle ungenützt. Die Partie hätte also durchaus kippen können. Das entging auch Zverev, der die Nummer 4 im ATP-Computer ist und mit viel Selbstvertrauen (Titel in Rom) angereist war, nicht. Der Hamburger präsentierte sich nicht nur im Spiel als Großer, sondern auch danach mit seinen Äußerungen: "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es ist so eine Ehre, mit Rafa auf dem Platz zu stehen. Ich gratuliere ihm zu seinem Lebenswerk. Aber jetzt ist nicht mein Moment, es ist jener von Rafa", betonte Zverev, der im Paris-Semifinale 2022 einen grausamen Abgang auf Krücken gehabt hatte.

Damals gegen Nadal überknöchelte der Deutsche heftig und war nach multiplen Bänderrissen Monate außer Gefecht. "Tolles Match, Sascha, ich wünsche dir alles Gute für das Turnier, du verdienst mehr als 2022", erinnerte Nadal an den schlimmen Zwischenfall.

Es zeichnet den 22-maligen Major-Sieger aus, auch an andere zu denken, auch wenn ihm das Rampenlicht an diesem Abend gehörte. "Meine Familie ist hier, ich fühle mich jetzt besser, sie zu sehen." Und: "Dieser Court, den ich so liebe, hat mir viel mehr gegeben, als ich je zu träumen gewagt hatte. Es sind unvergessene Erlebnisse. Ich danke für alles", schloss Nadal.

Vielleicht kommt er wieder.

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Alexander Zambarloukos
Redakteur Sport
Alexander Zambarloukos

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