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Hamas-Terroranschlag in Jerusalem überschattet Waffenruhe in Gaza

Von OÖN, 01. Dezember 2023, 05:04 Uhr
Hamas-Terroranschlag in Jerusalem überschattet Waffenruhe in Gaza
Ein Anschlag in Jerusalem kostete drei Menschen das Leben, auch die beiden Angreifer wurden von Soldaten erschossen. Bild: APA/AFP/MENAHEM KAHANA

JERUSALEM. US-Außenminister Antony Blinken verhandelt mit der israelischen Regierung

Die Feuerpause im Gaza-Krieg wurde am Donnerstag zwar verlängert und weitere Geiselfreilassungen wurden angekündigt, überschattet wurde das aber von einem Terrorangriff zweier Hamas-Mitglieder auf einer Bushaltestelle in Jerusalem, bei dem es drei Tote und mehrere Verletzte gab.

Nach israelischen Medienberichten stammten die Attentäter aus dem arabisch geprägten Ostteil Jerusalems. Sie töteten Israelis und seien dann von israelischen Soldaten und einem bewaffneten Zivilisten erschossen worden, teilte der Polizeichef von Jerusalem, Doron Turgeman, bei einem Pressegespräch mit. Die Hamas bekannte sich zu dem Anschlag.

Israels Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir wertet den Anschlag in Jerusalem bei einem Besuch am Tatort als Beleg, dass sein Land keine Schwäche zeigen dürfe. Mit der radikal-islamischen Hamas dürfe man "nur durch Zielfernrohre, nur durch Krieg" sprechen. Der Minister, der als rechter Hardliner gilt, kündigt an, dass die Regierung Vorschriften zur Erteilung von Waffenscheinen an Privatpersonen weiter lockern wolle.

Minister Blinken bei Herzog

US-Außenminister Antony Blinken, der sich gestern in Tel Aviv aufhielt, sagte, der Angriff zeige "die Bedrohung durch den Terrorismus, der Israel und die Israelis jeden Tag ausgesetzt sind". Er sprach den Opfern sein Mitgefühl aus.

Zugleich betonte Blinken bei einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Isaac Herzog, wie essenziell die Waffenruhe aus Sicht der USA sei. "Dieser Prozess bringt Ergebnisse, er ist wichtig, und wir hoffen, dass er fortgesetzt werden kann."

Mit der Verlängerung der Feuerpause könnten weitere in den Gazastreifen verschleppte Geiseln freikommen und mehr humanitäre Hilfe in das abgeriegelte Küstengebiet am Mittelmeer gelangen.

Der Palästinensische Rote Halbmond teilte gestern mit, dass bis Mittwoch 1132 Lastwagen mit Hilfsgütern über den Grenzübergang Rafah in den Gazastreifen gefahren seien. Um welche Güter es sich handelte, wurde nicht näher ausgeführt.

Die Feuerpause gilt seit vergangenem Freitag, 6 Uhr MEZ. Seither wurden rund 100 in den Gazastreifen verschleppte Geiseln gegen palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen ausgetauscht. Die zwischen Israel und der Hamas vereinbarte Kampfpause war zuletzt um zwei Tage verlängert worden. Nach der ursprünglichen Übereinkunft soll die Pause auf bis zu zehn Tage verlängert werden können.

Eine Liste von Frauen und Kindern sei gemäß der Vereinbarung übergeben worden, daher werde die Feuerpause fortgesetzt, teilte das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gestern in der Früh mit. Die Unterhändler hätten bis zur letzten Minute verhandelt. Das Kriegskabinett habe am Vorabend einstimmig beschlossen, dass die Kämpfe sofort wieder aufgenommen würden, wenn nicht bis Donnerstag, 7 Uhr, wie vereinbart eine Liste vorgelegt werde, erklärte das Büro des israelischen Regierungschefs.

US-Außenminister Blinken bekräftige beim Treffen mit Benjamin Netanjahu die Unterstützung der USA und Israels Recht auf Selbstverteidigung. Wegen der sehr hohen Zahl ziviler Todesopfer im Gazastreifen steht aber US-Präsident Joe Biden in seinem Land unter Druck. Die "Washington Post" berichtete, Biden fordere von Israel mehr Rücksicht auf Zivilisten bei einer erwarteten Fortsetzung der Kämpfe.

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1  Kommentar
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kpader (11.506 Kommentare)
am 01.12.2023 06:43

Die HAMAS Terroristen sind einfach feige Gfraster. Verstecken sich hinter der zivilen Infrastruktur und halten die Feuerpause nicht ein. Sie werden die Strafe erhalten.

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