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Außenpolitik

"Eine grüne Wirtschaft führt zu einer besseren Welt"

Von OÖN   24. September 2019 00:04 Uhr

"Eine grüne Wirtschaft führt zu einer besseren Welt"
Greta Thunberg zeigte ihre Wut.

NEW YORK. UNO-Generalsekretär Guterres will von den Spitzenpolitikern endlich "Taten zum Klimaschutz" sehen

UNO-Generalsekretär António Guterres meint es ernst mit dem Klimaschutz. Zum Auftakt des UNO-Klimagipfels in New York richtete er gestern einen dramatischen Appell an die versammelten Spitzenpolitiker aus aller Welt: "Der Übergang einer grünen Wirtschaft wird zu einer besseren Welt führen", forderte er endlich konkrete Taten gegen die Erderwärmung.

Guterres beschwor die "Schlacht unseres Lebens", in der die Menschen der Erderwärmung gegenüberstehen. "Der Klimawandel", so warnte er, "läuft schneller als wir." Leere Worte will der UNO-Generalsekretär nicht mehr hören. Daher durften vor der UNO gestern nur Spitzenpolitiker zu Wort kommen, die auch einen konkreten Plan zum Klimaschutz mitbrachten. Japan, Australien, Südafrika kamen daher nicht zu Wort, ebenso wenig wie Saudi-Arabien, die USA und Brasilien. Auch Österreich stand nicht auf der Liste der Redner. US-Präsident Trump, der eigentlich nicht teilnehmen wollte, erschien überraschend im Plenum.

Die größte Beachtung fand die Klimaaktivistin Greta Thunberg. Mit einer Mischung aus Wut und Trauer hielt sie eine dramatische Ansprache. "Ich sollte gar nicht hier sein", so die 16-Jährige: "Ich sollte in der Schule sein." Aber die Politiker hätten bei ihrer Aufgabe, das Klima zu schützen, versagt: "Schämt euch. Menschen leiden. Sie leiden und sterben." "Wir sind am Beginn eines Massensterbens. Und ihr redet nur über Wirtschaftswachstum", so Thunberg. Die Wissenschaft habe seit Jahrzehnten klar gemacht, dass der Klimawandel dramatische Folgen haben werde. Das habe aber niemanden interessiert. Dann folgte ein Vorwurf. "Ihr sagt, dass ihr die Dringlichkeit versteht. Aber ich glaube euch nicht. Denn dann würdet ihr absichtlich nicht handeln. Aber das würde heißen, dass ihr böse seid. Und das will ich nicht glauben."

66 Länder werden klimaneutral

Vor Beginn des Klimagipfels haben sich 66 Länder verpflichtet, bis zum Jahr 2050 CO2-Neutralität zu erreichen. Auch zehn Regionen, 102 Städte und 93 Unternehmen schlossen sich der Selbstverpflichtung an. Bei dem CO2-Ziel für den Klimaschutz geht es darum, nicht mehr Kohlendioxid auszustoßen, als gleichzeitig abgebaut oder gespeichert werden kann.

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