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Dutzende Tote bei mutmaßlich israelischen Luftangriffen in Syrien

Von nachrichten.at/apa, 29. März 2024, 18:19 Uhr
Syrien
Hisbollah bestätigt drei Tote nach Angriffen in Syrien Bild: - (AFP)

DAMASKUS. Im Nordwesten Syriens sind bei schweren Luftangriffen mindestens 44 Menschen getötet und über 100 verletzt worden.

Unter den Todesopfern seien neben syrischen Soldaten auch mindestens sieben Mitglieder der libanesischen Hisbollah, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien am Freitag mit. Die mutmaßlich israelischen Angriffe erfolgten in der Morgendämmerung und konzentrierten sich auf Ziele rund um die Provinzhauptstadt Aleppo.

Israels Luftwaffe bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Syrien und will damit verhindern, dass der Iran und mit ihm verbündete Milizen wie die Hisbollah ihren militärischen Einfluss in dem Land ausweiten. Seit Beginn des Gaza-Krieges Anfang Oktober haben die israelischen Angriffe zugenommen. Derart hohe Opferzahlen sind allerdings selten.

Auch Zivilisten sollen getötet worden sein

Israels Armee teilte auf Anfrage mit, man wolle die Berichte nicht kommentieren. Die Hisbollah veröffentlichte in einer Mitteilung die Namen von drei getöteten Mitgliedern, ohne genauere Details zu nennen. Aus Kreisen der Hisbollah hieß es aber, dass sie bei den Angriffen getötet worden seien.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete unter Berufung auf eine Quelle beim Militär, dass bei den Angriffen neben militärischem Personal auch Zivilisten getötet und verwundet worden seien. Eine genaue Zahl von Opfern nannten weder Sana noch das syrische Fernsehen. Sie machten Israel für die Bombardierungen verantwortlich.

Unabhängig überprüfen lassen sich Informationen aus dem Bürgerkriegsland nicht. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte gilt als besonders gut vernetzt.

Israels Luftwaffe bombardiert immer wieder Ziele im benachbarten Syrien und will damit verhindern, dass der Iran und mit ihm verbündete Milizen wie die Hisbollah ihren militärischen Einfluss in dem Land ausweiten. Seit Beginn des Gaza-Krieges Anfang Oktober haben die israelischen Angriffe zugenommen. Derart hohe Opferzahlen sind allerdings selten.

"Tödlichster israelischer Luftangriff seit drei Jahren"

Laut der Beobachtungsstelle galten die Angriffe in Aleppo unter anderem einem Raketendepot der Schiitenorganisation Hisbollah nahe dem internationalen Flughafen sowie Fabriken der syrischen Rüstungsindustrie unweit der Provinzhauptstadt. Der Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel-Rahman, sprach von den tödlichsten israelischen Luftangriffen seit drei Jahren.

Augenzeugen aus der Provinz berichteten von starkem Rauch in den bombardierten Gebieten und Dutzenden Krankenwagen, die zu den Orten eilten. Syrische Regierungstruppen riegelten die Bereiche demnach ab.

In Syrien waren im März 2011 im Zuge der arabischen Aufstände zahlreiche Menschen gegen die Staatsführung auf die Straße gegangen. Die Sicherheitskräfte gingen mit Gewalt gegen die Demonstranten vor. Daraus entwickelte sich ein Bürgerkrieg mit internationaler Beteiligung, der bis heute andauert. Sowohl die libanesische Hisbollah als auch Irans Staatsführung gelten neben Russland als wichtigste Unterstützer der syrischen Regierung unter Machthaber Bashar al-Assad. Mittlerweile stehen wieder rund zwei Drittel des Landes unter Regierungskontrolle.

Am Freitag teilte die israelische Armee mit, im Libanon ein hochrangiges Mitglied der Hisbollah-Miliz getötet zu haben. Ali Abed Achsan Naim sei als Vizekommandeur für die Raketenabteilung der Hisbollah verantwortlich gewesen, teilte die Armee weiter mit. Der Libanon grenzt sowohl an Israel als auch an Syrien. Seit Ausbruch des Gaza-Kriegs liefern sich die israelische Armee und die Hisbollah im Grenzgebiet Gefechte. Die Hisbollah reklamierte am Freitag mindestens drei Raketenangriffe auf israelische Ziele für sich.

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6  Kommentare
6  Kommentare
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hbert (2.291 Kommentare)
am 30.03.2024 21:53

Die Israelis gebärden sich wie die Herren im Nahen Osten, seit sie von den Briten und den US dort mitten in arabisches Land an den Wurzeln ihres Volkes trotz Widerstand der Araber installiert wurden.
Dank der militärischen Unterstützung ihrer Geburtshelfer konnten sie sich immer größere "Eigenheiten" leisten und ihre Nachbarländer immer mehr bedrängen, denn das zugesagte Land war nicht genug.
Was andere über ihre Siedlungspolitik dachten, war Israel in den letzten 70 Jahren schon egal! Ihr Recht auf Selbstverteidigung schließt in ihren Augen auch alle freiwilligen und unfreiwilligen Unterstützer mit ein, Kollateralschäden werden dabei bewusst in Kauf genommen, wenn nicht sogar forciert.
Ihr Zynismus bei der Behandlung der Zivilbevölkerung im Gaza ist durch absolut nichts zu übertreffen!
Bei allem Gräuel der Hamas, die israelische Reaktion hat bereits ein X-Faches der Toten des Terrorangriffs verursacht und es werden täglich mehr, bald stehen einige Hundert einer Million gegenüber!

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spoe (13.487 Kommentare)
am 31.03.2024 07:43

Was wäre dein Vorschlag, wie sich Israel gegen die Terroristen wehren sollte, deren offizielle Zielsetzung die Auslöschung Israels und aller Juden ist?

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nichtschonwieder (8.170 Kommentare)
am 29.03.2024 18:44

Israel hat scheints Narrenfreiheit.
Geuldet von EU und Amiland.

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laskpedro (3.369 Kommentare)
am 29.03.2024 18:56

So ist es .. traurig dieser massenmord

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nichtschweiger (5.805 Kommentare)
am 30.03.2024 07:37

Nur, dass die Israelis keine Narren sind und Stellen angreifen von denen Gefahr droht! Dir ist nicht klar, dass es sich bei den Toten um keine Zivilisten handelt sondern um feindliche Kämpfer!!!

Angriffe auf solche Ziele werden also nicht nur "geduldet" sondern sind zu empfehlen!

Eigentlich frage ich mich schon seit Monaten was in deinem Kopf vorgeht (oder ob überhaupt etwas "vorgeht" da drin)

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spoe (13.487 Kommentare)
am 31.03.2024 07:46

Wenn man in einem sicheren Zuhause schreibt, klingt das alles sehr gescheit.

Hamas und Hisbollah wollen zuerst alle Juden vernichten und danach alle anderen Ungläubigen.

Das ist kein Fußball Match, wo man einfach irgendeiner Seite zujubelt, da geht es um deutlich mehr!

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