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Drei Kinder bei ukrainischem Angriff in Donezk getötet

Von nachrichten.at/apa, 15. März 2024, 11:04 Uhr
Präsidentschaftswahl Russland
Präsidentschaftswahl: Bewohner von Donezk geben ihre Stimme ab. Bild: (APA/AFP/STRINGER)

DONEZK. In der russisch-kontrollierten Stadt Donezk sind nach Angaben der dortigen Behörden drei Kinder beim ukrainischen Beschuss eines Wohnhauses getötet worden.

Das Haus sei in der Nacht auf Freitag direkt getroffen worden, Feuer sei ausgebrochen, teilte der Bürgermeister der Stadt über Telegram mit. Auch die Ukraine wurde nach Behördenangaben in der Nacht von Russland erneut mit zahlreichen Drohnen angegriffen. Zwei Menschen seien in der Stadt Winnyzja getötet worden.

Der Bürgermeister der in der Ostukraine gelegenen Stadt Donezk sprach von einem barbarischen Angriff. "Drei Kinder starben - ein 2007 geborenes Mädchen, ein 2021 geborenes Mädchen und ein 2014 geborener Bub." Auch in der zentralukrainischen Stadt Winnyzja sei ein Wohngebäude getroffen worden. Drei weitere Zivilisten seien ins Krankenhaus gekommen, schrieb der Gouverneur des Gebiets, Serhij Borsow, in der Nacht auf Freitag. Insgesamt seien sieben Regionen von den russischen Angriffen betroffen gewesen.

Drohnen abgeschossen

Das russische Militär hatte ukrainischen Angaben nach 27 Kampfdrohnen aus dem Süden von der annektierten Halbinsel Krim und vom Nordosten aus auf Ziele im Land gestartet. Alle Drohnen seien von der ukrainischen Flugabwehr abgeschossen worden. 15 Drohnen wurden Behördenangaben nach beim Anflug auf die Hauptstadt Kiew vernichtet. Es passiert immer wieder, dass Drohnen oder Trümmerteile davon beim Abschuss zivile Objekte treffen.

Auch Russland wurde nach Angaben seines Verteidigungsministeriums in Moskau erneut von der Ukraine aus angegriffen. Die Luftabwehr habe über der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod während der Präsidentschaftswahl sieben Raketen abgeschossen. Ersten Erkenntnissen zufolge sei eine Person getötet worden, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Freitag auf Telegram mit. Laut russischem Verteidigungsministerium wurden über Belgorod sieben ukrainische Raketen abgeschossen. Das konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti meldete, Menschen hätten zwischenzeitlich die Wahllokale verlassen und in Schutzräumen Zuflucht suchen müssen. Der Urnengang, der Kreml-Chef Wladimir Putin seine fünfte Amtszeit sichern soll, ist für drei Tage bis Sonntagabend angesetzt.

Über Kämpfe in der Region berichteten auch die Behörden des ostukrainischen Gebiets Sumy, das an Belgorod grenzt. Angaben der Militärverwaltung von Sumy zufolge wurden mehrere Ortschaften im Grenzgebiet in der Nacht massiv von russischer Artillerie und Mörsern beschossen. Zudem habe die russische Luftwaffe etwa Gleitbomben in dem Gebiet eingesetzt, hieß es.

Drohnenbauer festgenommen

In Russland hat der Inlandsgeheimdienst FSB nach eigenen Angaben einen Mann in Moskau festgenommen, der für die Ukraine Drohnen gebaut und gestartet haben soll. Der russische Staatsbürger stehe unter dem Verdacht des Landesverrats, teilte der FSB mit. Er habe auch in unmittelbarer Nähe von Einrichtungen des russischen Verteidigungsministeriums Drohnen gestartet.

In einem von der Nachrichtenagentur Interfax verbreiteten FSB-Video heißt es, dass der Mann für die Legion Freiheit für Russland, eine Gruppe bewaffneter pro-ukrainischer russischer Exilanten und Kreml-Gegner, gearbeitet habe. Die Ukraine greift seit einiger Zeit verstärkt mit Drohnen Ziele in Russland an wie Ölanlagen, Metallwerke und Bahnstrecken, um die Versorgung und Logistik der russischen Invasionstruppen zu stören.

Ukrainische Geheimdienstkreise erklärte, dass die Ukraine eine Ölraffinerie in der russischen Region Kaluga mit Drohnen angegriffen habe. Die Anlage sei getroffen worden, man sei dabei festzustellen, wie groß der Schaden sei. Der Militärgeheimdienst GUR habe den Angriff ausgeführt. Zuvor hatte der Gouverneur von Kaluga, Wladislaw Schapscha, im Kurznachrichtendienst Telegram mitgeteilt, vier Drohnen seien im Gebiet der Raffinerie abgeschossen worden. Es sei keine Infrastruktur beschädigt oder Menschen verletzt worden.

Das russische Verteidigungsministerium bekräftigte unterdessen lediglich, dass am Donnerstag angeblich erneut alle Versuche von feindlichen Soldaten, auf russisches Staatsgebiet einzudringen, vereitelt worden seien. Seit Dienstag seien dabei 500 Kämpfer getötet und 1.000 weitere verletzt worden, behauptete die Behörde. Diese Zahlen lassen sich allerdings nicht überprüfen. Russische Truppen verhinderten nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau außerdem einen ukrainischen Versuch zur Überquerung der Grenze. Die Ukraine habe versucht, Streitkräfte per Hubschrauber in die russische Region Belgorod zu fliegen, teilt das Verteidigungsministerium mit.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als zwei Jahren gegen die russische Invasion. Das Land wird auch bei der Flugabwehr stark vom Westen unterstützt.

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