Lade Inhalte...
  • NEWSLETTER
  • ABO / EPAPER
  • Lade Login-Box ...
    Anmeldung
    Bitte E-Mail-Adresse eingeben
    Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse oder Ihren nachrichten.at Benutzernamen ein.

gemerkt
merken
teilen

Bis zu 45 Tote bei Angriff auf Schule im Gazastreifen

Von nachrichten.at/apa, 06. Juni 2024, 15:37 Uhr
Angriff auf Schule
Bomben auf Nuseirat: Die Zerstörung ist groß.  Bild: (APA/AFP/BASHAR TALEB)

GAZA. Israel hat am Donnerstag eine Schule im Gazastreifen angegriffen, in der sich nach israelischen Angaben eine Stellung der militanten Palästinenser-Organisation Hamas befand.

Dabei seien Kämpfer getötet worden, die bei den Angriffen auf Israel am 7. Oktober beteiligt gewesen seien. Etwa 20 bis 30 Kämpfer hätten sich in der Schule befunden, hieß es. Von zivilen Opfer wisse man nichts. Der Hamas zufolge wurden mindestens 27 Menschen getötet, die Schutz gesucht hatten. Eine Sprecherin des Palästinenser-Hilfswerks der Vereinten Nationen (UNRWA) sagte Reuters, es habe 35 bis 45 Todesopfer gegeben. Die genaue Zahl sei aber nicht bestätigt.

Der Pressesprecher der Hamas-Regierung wies die israelische Darstellung zurück, dass sich in der UNO-Schule in Nuseirat im zentralen Gazastreifen ein Kommandoposten der Hamas befunden habe. "Die Besatzungsmacht belügt die Öffentlichkeit mit erfundenen Geschichten, um das brutale Verbrechen zu rechtfertigen, das sie an Dutzenden von Vertriebenen begangen hat", sagte Ismail Al-Thawabta der Nachrichtenagentur Reuters. Das israelische Militär erklärte, vor dem Angriff mit Kampfjets habe man Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf Zivilisten zu verringern.

Hamas soll Hälfte der Kämpfer verloren haben

In den acht Monaten seit Beginn des Krieges hat die Hamas nach Aussagen von Vertretern der USA und Israel rund die Hälfte ihrer Kämpfer verloren. US-Insider schätzen die Zahl der Hamas-Kämpfer auf nun etwa 9.000 bis 12.000 nach 20.000 bis 25.000 vor dem Krieg. Das führe dazu, dass die Hamas inzwischen längere Gefechte mit den israelischen Streitkräften vermeide und stattdessen auf Überraschungsangriffe und Hinterhalte umschwenke, sagte ein US-Vertreter. Israel hat eigenen Angaben zufolge fast 300 Soldaten verloren.

Der Sprecher des israelischen Militärs, Peter Lerner, sagte, man sei noch weit davon entfernt die Hamas zu vernichten. Israel passe sich der veränderten Taktik der Gruppe an. Aber man könne nicht jeden Hamas-Kämpfer ausschalten oder jeden Tunnel zerstören. Das sei kein realistisches Ziel. "Die Zerstörung der Hamas als Regierung ist ein erreichbares militärisches Ziel."

Gespräche über Feuerpause

Derzeit wird über die Vereinbarung einer Feuerpause im Gaza-Krieg gesprochen. Israel will auch während der Verhandlungen die Kämpfe nicht einstellen. Ein von den USA unterstützter Vorschlag, den US-Präsident Joe Biden in der vergangenen Woche vorgestellt hatte, gilt gegenwärtig als bester Ansatz, um die seit fast acht Monaten anhaltenden Kämpfe zu beenden. Katar erklärte zuletzt, ihn der Hamas unterbreitet zu haben. Allerdings fordert Israel die völlige Zerschlagung der Organisation auf politischer und militärischer Ebene. Die Islamisten haben ihrerseits keinerlei Bereitschaft zur Aufgabe signalisiert und wollen ein Ende der israelischen Offensive. Einzig im November hatte es eine einwöchige Feuerpause gegeben.

Die israelische Armee hat unterdessen nach eigenen Angaben drei bewaffnete Verdächtige getötet, die versucht haben sollen, vom Gazastreifen aus nach Israel vorzudringen. Israelische Soldaten im Südosten des Gazastreifens hätten in der Nacht auf Donnerstag zunächst verdächtige Bewegungen dort entdeckt, teilte ein Sprecher des Militärs mit. Bodentruppen seien dann in die Nähe des Grenzübergangs Kerem Shalom im Süden geschickt worden und dort unter Beschuss geraten. Sie hätten auf den Angriff reagiert. Zwei der verdächtigen Personen seien aus der Luft, eine dritte kurze Zeit später durch Panzerfeuer getötet worden. Laut dem Armeesprecher wird derzeit untersucht, ob noch eine vierte Person beteiligt gewesen sein könnte und wie die Gruppe überhaupt so nah an die Grenze gelangen konnte. Die Verdächtigen seien 300 Meter von der Grenze entfernt aufgegriffen worden. Ihnen sei es nicht gelungen, die Grenzzaun nach Israel zu überqueren.

mehr aus Außenpolitik

Putin bei Kim Jong-un: Tausche Luxuswagen gegen Präsidentenbüste

Wo der Bau neuer Reaktoren spießt

Schon mehr als 1000 Hitzetote bei Hadsch in Mekka

Rutte wird NATO-Generalsekretär: An "Teflon-Mark" perlt sogar Orbans Veto ab

Lädt

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

Aktuelle Meldungen