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Auch USA machen Druck für längere Feuerpause

Von Thomas Spang, 29. November 2023, 04:30 Uhr
Auch USA machen Druck für längere Feuerpause
Gaza: Die Feuerpause könnte um je einen Tag für je zehn freigelassene Geiseln verlängert werden. Bild: APA/AFP/MAHMUD HAMS

JERUSALEM/WASHINGTON. Das Weiße Haus sieht sich in einem Wettlauf gegen die Zeit, die neun verbliebenen Geiseln der Hamas mit US-Staatsangehörigkeit freizubekommen.

 Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu gibt den Amerikanern dafür maximal zehn Tage Zeit, bevor er die Feuerpause beenden, und den Krieg in Gaza fortsetzen will. Und das auch nur, wenn die Hamas an jedem einzelnen Tag mindestens zehn Geiseln freilässt.

Vor diesem Hintergrund reiste Joe Bidens Mann für heikle Missionen, CIA-Direktor William Burns, unter einem Schleier der Geheimhaltung nach Katar. Bekannt ist nur, dass Burns unter Vermittlung des Scheichtums und in enger Koordination mit dem israelischen Geheimdienst Mossad versucht, die Freilassung weiterer Geiseln zu erreichen.

Der nationale Sicherheitsberater des Präsidenten, Jake Sullivan, erklärte, Biden sei eng in die Bemühungen eingebunden. Bisher kann der US-Präsident nur begrenzte Erfolge vorweisen. Die Freilassung der vierjährigen Avigail Idan am Sonntag ist bisher die einzige US-Geisel, die freigekommen ist. Biden hatte seine bekannte Animosität zu Netanjahu nach den Terroranschlägen zur Seite gestellt und war demonstrativ nach Tel Aviv gereist, um seine volle Solidarität mit Israel zum Ausdruck zu bringen. Seitdem nutzten die Amerikaner alle verfügbaren diplomatischen, militärischen und geheimdienstlichen Kanäle, um Einfluss auf die Verbündeten zu nehmen.

Ohne allzu großen Erfolg. Israel setzte sich über die Warnungen aus Washington hinweg und startete eine großangelegte Bodenoffensive und Bombenkampagne im Norden Gazas. US-Außenminister Antony Blinken, der diese Woche ebenfalls in der Region ist, kritisierte Anfang November öffentlich, "dass bei Weitem zu viele Palästinenser getötet worden sind".

Video: ORF-Korrespondent Tim Cupal berichtet, was über die Bedingungen der israelischen Geiseln der Hamas bekannt ist.

Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde in Gaza spricht von 14.800 Getöteten, die meisten Frauen und Kinder. Eine Zahl, die nach Angaben aus dem US-Außenministerium sogar noch höher sein könnte. Mehr als 1,7 Millionen Menschen oder rund 80 Prozent der Bevölkerung mussten ihre Häuser verlassen.

Wie die New York Times am Dienstag berichtet, hat das Weiße Haus unmissverständlich klargemacht, dass Israel im Süden des Gazastreifens sehr viel "chirurgischer" vorgehen müsse. Krankenhäuser, UN-Flüchtlingslager, Wasser- und Strom-Infrastruktur müssten von Angriffen ausgeklammert werden. Die internationalen Organisationen könnten die humanitäre Krise nicht mehr bewältigen, die Bombardements wie im Norden auslösten. Ein hoher Mitarbeiter des Weißen Hauses erklärte, dass die Israelis sich offen dafür gezeigt hätten.

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Autor
Thomas Spang
US-Korrespondent
Thomas Spang
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3  Kommentare
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Zeitungstudierer (5.836 Kommentare)
am 29.11.2023 09:32

Beginnt nach der Feuerpause, die Zerstörung der zweiten Hälfte des Gazastreifens durch die mörderische israelische Armee, gedeckt durch die moralisch verkommenen Staaten den Westens!
Dieses Elend der Menschen in diesem Gefängnis „Gazastreifen“ ist unerträglich mit anzusehen!
Diese korrupte israelische Regierung ist eine Katastrophe für die ganze Region und diese moralisch degenerierte Westen unterstützt dieses Typen auch noch!
Eigentlich wären auch gegen Israel und diese Regierung schon 10 Sanktionspakete der EU lange angebracht gewesen!

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Linz2013 (3.530 Kommentare)
am 29.11.2023 12:53

ZEITUNGSTUDIERER, vergessen sie nicht:
Die Hamas hat binnen eines Tages 1300 Menschen in Isreal bestialisch ermordert, Hunderte Menschen (auch Kinder) verschleppt, und Zig-Tausende Raketen auf Isreal abgeschossen.

Israel hat das Recht sich zu verteidigen.

Der Westen wirkt von Anfang an auf Israel ein, dass keine palästinensischen Zivilisten zu Schaden kommen. Daher ist Ihr Vorwurf nicht korrekt.

In Israel gibt es eine große liberale Bevölkerungsgruppe. Jetzt sind leider religiöse Fanatiker Teil der Regierung.

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Zeitungstudierer (5.836 Kommentare)
am 29.11.2023 16:03

Sehr wirkungslos, dieses einwirken des Westens!
Das ist ein Rachfeldzug der israelischen Armee und dieser Feldzug hat Ausmaße angenommen, die nicht mehr mit der „Selbstverteidigung“ gedeckt sind!

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