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Weltspiegel

Klimawandel: Seen-Temperatur steigt alarmierend

22. Mai 2021 00:04 Uhr

Mondsee
Mondsee: einer der untersuchten Seen

MONDSEE. Der Klimawandel macht auch vor den Seen nicht halt.

Eine Analyse von Langzeitdaten aus 50 Jahren zeigt einen deutlichen Anstieg der jährlichen maximalen Oberflächentemperatur von zehn europäischen Seen – darunter der Mondsee – über die potenziell kritische Temperatur von 20 Grad Celsius. Veröffentlicht hat die Studie ein internationales Team unter der Leitung des Mondseer Wissenschaftlers Martin T. Dokulil.

Die jährliche maximale Seeoberflächentemperatur in den zehn untersuchten Seen in Österreich, Irland, Großbritannien und Schweden ist mit einer durchschnittlichen Rate von 0,58 Grad pro Dekade gestiegen. In Flachwasserseen, wie dem Neusiedlersee im Burgenland, der als Steppensee regelmäßig mehr als 20 Grad erreicht, wurde als maximale Wassertemperatur im Untersuchungszeitraum sogar 31,7 Grad gemessen.

Artenvielfalt gefährdet

Die jährliche maximale Seeoberflächentemperatur beeinflusst die Struktur und Funktion des Ökosystems im See. Das Überleben von Arten ist unmittelbar davon abhängig, wie lange sie einer Periode mit überdurchschnittlicher, maximaler Wassertemperatur ausgesetzt sind, wie flexibel sie sind und wie sie sich an neue Bedingungen anpassen können. Die Alternative – nämlich die Fähigkeit, in tiefere, kühlere Seebereiche auszuweichen – steht nicht allen Arten zur Verfügung oder scheitert in Zukunft möglicherweise an verfügbaren, sauerstoffreichen Tiefenzonen in den Seen.

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