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Europa baut sich ein eigenes Navi

12. September 2015, 00:04 Uhr
Europa baut sich ein eigenes Navi
Zwei weitere Satelliten ins All Bild: EPA

KOUROU. Zwei neue Satelliten sind auf ihrer Umlaufbahn angekommen, 20 weitere müssen noch folgen.

Ein nächster Schritt für das Europa-Navi ist erreicht: Zwei weitere Satelliten für das Galileo-System sind auf ihrer Umlaufbahn angekommen. Doch bis das System vollständig ist, wird es noch eine Weile dauern.

Mit Galileo will Europa unabhängig vom amerikanischen GPS werden. Seine Positionsdaten sollen künftig weltweit zum Beispiel von Navigationsgeräten in Autos genutzt werden können. Das milliardenschwere EU-Prestigeprojekt hatte sich allerdings immer wieder verzögert.

Die Trägerrakete mit der rund 1,4 Tonnen schweren Hightech-Fracht startete kurz nach 4.00 Uhr MESZ vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana. Nach fast vier Stunden Flug wurden die Satelliten in 23.522 Kilometer Höhe ausgesetzt, wie Raketenbetreiber Arianespace mitteilte. Experten im Darmstädter Bodenkontrollzentrum steuern sie nun in ihren endgültigen Orbit.

Die Satelliten sind Nummer 9 und 10 in der Galileo-Konstellation, die bis 2020 insgesamt 30 Satelliten umfassen soll. "Wir haben erst ein Drittel der Arbeit geschafft, aber das ist das schwierigste Drittel", sagte ESA-Programmchef Didier Faivre. Im vergangenen Jahr hatte eine Panne nach dem Start bewirkt, dass zwei Galileo-Satelliten in der falschen Umlaufbahn ausgesetzt wurden. Sie konnten später in eine günstigere Position navigiert werden.

Im Dezember sollen noch zwei weitere Satelliten folgen, 2016 ist ein Start einer Ariane-5-Rakete mit vier Satelliten geplant. Auch der Beginn erster Galileo-Dienste rückt damit näher, wie Paul Flament, Programmmanager der EU-Kommission sagte. Dies ist für 2016 angepeilt – noch habe aber die ESA nicht endgültig grünes Licht gegeben. Ursprünglich sollten erste auf Galileo basierende Angebote schon 2008 zur Verfügung stehen. Wegen Streitigkeiten unter den Partnerländern gab es aber immer wieder Verzögerungen.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt bezifferte im vergangenen Jahr die Kosten des Projekts auf etwa sechs Milliarden Euro, weitere sieben Milliarden Euro für Betrieb und Ausbau sind im EU-Budget bis 2020 vorgesehen. Europa argumentiert, dass die vorhandenen amerikanischen und russischen Navigationssysteme vom Militär kontrolliert werden. Falls sie einmal abgestellt werden, wären zivile Nutzer aufgeschmissen. Zudem soll Galileo genauere Positionsdaten liefern.

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5  Kommentare
5  Kommentare
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orinoco (2.153 Kommentare)
am 12.09.2015 20:21

Extrem dämlicher OÖN-Artikel
Bitte besser recherchieren!!

Es ist allgemein bekannt, daß die USA Europa vor knapp 10 Jahren dazu gezwungen haben, den EIN-AUS-Schalter für das GALILEO-Navigationssystem bekannt zu geben. Warum? Weil keine Konkurrenz für das auch militärisch genutzte System geduldet wird! An die OÖN-Schreiberlinge: bitte besser recherchieren und objektiv berichten! Danke im Voraus!!!

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pepone (60.622 Kommentare)
am 12.09.2015 16:18

wenn jetzt Autos mit US GPS System gebaut werden die selber fahren muss dann das ganze System auf Galileo umgebaut werden ?

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Einheizer (5.398 Kommentare)
am 12.09.2015 09:26

In Summe werden also 10 - 12 Mrd. Euro, verteilt auf 10 Jahre ausgegeben. Das entspricht etwa 1 % des EU-Budgets oder 0,001%! des EU -BIP, das sollte uns unsere Eigenständigkeit von RUS und US wohl wert sein.

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crumpels (66 Kommentare)
am 12.09.2015 07:31

Für ganz Europa! Unglaublich!
Ich kenn a paar leit de ham a Navi von LinzLand!

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mitreden (28.669 Kommentare)
am 12.09.2015 08:51

i kenn a poar, de haum goar koans.
und des san meistens politiker, die ned wissen, wias weidageht... zwinkern

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