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70 Jahre Stalingrad - „Mein zerfetztes Bein war ein Glücksfall“

Von Martin Dunst, 08. September 2012, 00:04 Uhr
„Mein zerfetztes Bein war ein Glücksfall“
Wehrmachtssoldaten der 6. Armee, in der neben Österreichern und Deutschen auch Italiener und Rumänen gedient haben, gehen in russische Gefangenschaft. Nur eine Handvoll sollte wieder heimkehren. Bild: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz

50.000 Österreicher kämpften vor 70 Jahren in Stalingrad – nur 1200 kehrten zurück. Drei Überlebende erinnern sich an die unmenschliche Schlacht an der Wolga.

"Ich habe im Krieg versucht, ein Mensch zu bleiben und es ist mir gelungen“, sagt Franz Rechberger (90). Er habe sich im Krieg nie mit der Zivilbevölkerung angelegt, sei immer höflich gewesen, wenn er wo in ein Haus gekommen ist.

Den Mythos von Ruhm, Ehre und Heldenmut auf dem Schlachtfeld samt glorreichen Siegen kann Rechberger wie so viele, die selbst dabei waren, nicht bestätigen. Vielmehr weiß er von Dreck, Blut und Angst zu berichten. „Es war eine fürchterliche Zeit.“ Auf der einen Seite der Straße sind laut dem einfachen Soldaten die Russen gestanden – „auf der anderen Seite standen wir“. Den Stahlhelm musste Rechberger in Stalingrad Tag und Nacht aufbehalten, „es gab keine Waschgelegenheit, täglich musste ich um mein Leben fürchten“.

Nach nur zwei Tagen Kampf um den strategisch wichtigen Marmai-Hügel waren aus seiner ursprünglich 120-Mann starken Kompanie gerade einmal noch zwölf Kameraden übrig. „Das Ganze war ein Gemetzel.“

In Stalingrad ist laut Rechberger um jedes einzelne Haus gekämpft worden. „Die Wehrmacht saß im Erdgeschoß, die Russen hielten den Keller und den Kanal.“

An jeden Kameraden, jeden Vorgesetzten und jedes noch so kleine Detail erinnert sich Rechberger: An ein Weihnachtsfest in einem Haus in Stalingrad, bei dem ein Militärarzt und ein weiterer Soldat vierhändig und unvergesslich Klavier gespielt haben. An den Tag, als er es ablehnte, auf Befehl eines Leutnants hin, einen gefangenen russischen Soldaten kaltblütig zu erschießen, oder daran, dass er unter Einsatz seines eigenen Lebens, bedroht von einem Scharfschützen, einem verwundeten Hauptmann das Leben gerettet hat.

Die Nazi-Propaganda vom Russen als Untermenschen hat Rechberger nie geglaubt. Mit Gelbsucht und offenen Beinen musste er während des Kampfes um Stalingrad sieben Wochen Bettruhe halten. „Ich war im Haus einer 73-jährigen Russin untergebracht, wir haben gemeinsam Weizen gemahlen, Brot gebacken und gegessen, ich konnte etwas Polnisch und habe zu dieser tollen Frau „Matka – also Mama – gesagt.“ Als Melder im Unterstab seiner Einheit sei er relativ unabhängig gewesen, habe nur selten seine Waffe benutzen müssen. „Dennoch gab es brenzlige Situationen, in denen ich mich zum Beispiel auf der Suche nach meinem Regiment verirrt habe und plötzlich mitten in einem Minenfeld gestanden bin.“ Rechberger ist überzeugt: „mein Dasein als Melder hat mir in Stalingrad das Leben gerettet.“

Am 31. Jänner 1943 lag die Stadt an der Wolga in Schutt und Asche, hatte die Rote Armee die deutsche 6. Armee fast vollständig aufgerieben. An diesem Tag begann für den Melder aus Hagenberg die vierjährige russische Kriegsgefangenschaft: „Ich musste hart arbeiten in Kalksteinbrüchen und in Sägewerken, war teilweise sehr geschwächt.“

Am 1. Oktober 1947 um 0.30 Uhr kehrte der damals 25-jährige Franz Rechberger von der Ostfront zurück nach Oberösterreich zu seiner Familie. „Das war ein Hallo, die ganze Nacht wurde erzählt und geschwatzt, niemand dachte ans Bettgehen.“ Die Besatzungszeit in der Russen-Zone beschönigt Rechberger nicht: „Da gab es Plünderungen und Vergewaltigungen, jeder Mensch ist halt verschieden.“ Ob er seine Erlebnisse von Stalingrad je ganz verarbeiten konnte? „Ich habe die Schrecken vergessen und bin fasziniert von der Gegenwart.“ Von 1983 an reiste der ehemalige Wehrmachts-Soldat nämlich 15 Mal nach Stalingrad, das längst in Wolgograd umbenannt worden war. „Ich habe dort wunderbare Freundschaften mit ehemaligen Rotarmisten geschlossen, wurde sogar zum Ehrenmitglied im russischen Veteranen-Verein ernannt.“

Odyssee eines Verwundeten

Vor beinahe siebzig Jahren hat Josef Prammer (89) sein Bein in der Hölle von Stalingrad verloren. Wehmütig ist der rüstige Pensionist und langjährige Gemeinde-Mitarbeiter in St. Georgen an der Gusen ob dieses Umstands nicht. Im Gegenteil. „Diese Verletzung war ein Glücksfall, hat mein Leben gerettet.“ Der 3. Dezember 1942 hat sich ins Gedächtnis von Prammer gebrannt. „Wir wussten, dass es schlecht um uns stand, wir im Kessel von Stalingrad eingeschlossen waren. Wir versuchten, die vorrückenden Russen aufzuhalten.“ An diesem 3. Dezember hat es laut Prammer geschneit, gegen 15.30 Uhr hat er kaum noch etwas gesehen. „Plötzlich flog mir eine russische Eiergranate vor die Füße, die explodierte so rasch, dass ich nicht mehr reagieren konnte.“ Prammers linkes Bein wurde zerfetzt. Vier Tage sollte es dauern, bis das kaputte Bein oberhalb des Knies amputiert worden ist. „Die Ärzte haben Tag und Nacht operiert, konnten sich nicht früher um mich kümmern.“ Was war sein erster Gedanke nach dem Erwachen aus der Narkose? „Ist meine Kamera noch da.“ Und das fehlende Bein? „Da habe ich nicht so viel nachgedacht, ich musste froh sein, dass ich noch lebe.“ Prammer ist im Besitz vieler alter Fotografien, von vielen ehemaligen Kameraden weiß er Geschichten zu berichten. In seinem alten Wehrpass sind unter anderem seine Verwundungen und Auszeichnungen eingetragen. Prammer ist nicht anzumerken, dass er nach Kriegsende viele Jahre nicht über seine Erlebnisse gesprochen hat. Heutzutage scheint er sich sogar über Interesse an seinem Leben zu freuen.

Am 17. Dezember 1942 verließ der schwer verwundete Soldat den Stalingrader Kessel in einer Junkers 52. „Da habe ich gefroren, weil die Maschine ein Loch hatte und wir zuvor 24 Stunden auf eine Starterlaubnis warten musste, ich war mit 17 anderen Verletzten in der Maschine und nur in eine Plane eingewickelt.“ Über Stalino und Lazarette in Dnjepopetrowsk, Lublin und Dresden ging es schließlich nach Linz. Prammers Odyssee von Stalingrad nach Hause dauerte bis zum 5. Mai 1943. Am 21. April 1944 wurde Soldat Prammer aus dem Militärdienst entlassen. Groll gegen die Russen hegt er keinen – Stalingrad konnte er vergessen, „weil ich zeitlebens in so vielen Vereinen so aktiv war.“ Wie es das Schicksal will, hat Prammers Sohn beim Arbeiten in Russland eine Russin kennen- und lieben gelernt. Vor allem mit der russischen Schwiegermama hat sich Prammer blendend verstanden, auch wenn sie kein Deutsch sprach und er nicht Russisch kann. „Schade, dass sie vor einem Jahr überraschend gestorben ist.“

Das Kriegsende herbeigesehnt

Wie Rechberger und Prammer, lebt auch der Linzer Toni Knoblehar nicht im Gestern, kann und konnte mit Hitler und den Nazis nichts anfangen und sagt: „Ich wurde meiner Jugend beraubt.“ Zum Kämpfen sei er gezwungen worden, „mir war relativ schnell bewusst, dass dieser Krieg nicht zu gewinnen ist. Mit den Nazis und fanatischen Kameraden, die diesen Wahnsinn nicht sahen, wollte ich nichts zu tun haben.“

Als Funker im Stab des 48. Panzerkorps musste Knoblehar nicht an vorderster Front kämpfen, hatte auch nicht an Hunger oder Kälte zu leiden. „Unsere Stellungen wurden allerdings ab und zu aus der Luft beschossen.“ Seine Kriegserlebnisse hat der Linzer in dem Buch „Tagebuch einer verlorenen Jugend“ festgehalten. Es handelt sich im Wesentlichen um die Übersetzung seines Kriegtagebuchs. „Das habe ich in englischer Sprache geschrieben, damit die Kameraden nicht alles mitlesen konnten.“ Am 23. September 1942 schrieb Knoblehar: (...) Die Eroberung von Stalingrad wird immer härter, der Widerstand ist sehr stark, unsere Truppen sind abgekämpft. Wie ich in diesen Tagen mithören konnte, haben die Panzerdivisionen nur noch wenige intakte Panzer. Es ist bereits sehr kalt, in meiner Freizeit gab es nur einige gute Gespräche und das Radiohören. Der österreichische Soldat wünscht sich Heimaturlaub, sehnt das Kriegsende herbei. Doch dieses Ende sollte sich noch hinziehen. Knoblehars Funk-Trupp kapituliert an der Elbe. 6. Mai 1945: Letzte Originalaufzeichnung als Soldat der deutschen Wehrmacht. (...) Heute ist ein glücklicher Tag, – denn das ist das Ende dieses verdammten Kriegs und des preußischen Militarismus.

Knoblehar gerät in englische Gefangenschaft, macht sich dort als Dolmetscher verdient, ein Umstand der ihm Vorteile bringt. Was war für ihn das Schlimmste am Krieg? „Der psychologische Druck, für ein System kämpfen zu müssen, das ich abgelehnt habe.“

1972 Die Hölle von Stalingrad

500.000 Einwohner zählte Stalingrad (ab 1961 Wolgograd), als im Spätsommer 1942 die Vorhut der 6. Armee die Stadt erreichte. Zehntausende Bewohner konnten nicht rechtzeitig evakuiert werden, sie gerieten zwischen die Fronten, die Versorgung war katastrophal, viele Zivilisten starben.

Die Stadt erstreckte sich vor 70 Jahren über mehr als 30 Kilometer entlang der Wolga, bei nur fünf Kilometern Breite. Die Wolga, bis zu zwei Kilometer breit, schützte die Stadt. Den Namen des russischen Diktators Stalin erhielt das Industriezentrum, weil Stalin während der Oktoberrevolution die Verteidigung der Stadt gegen die Weiße Garde organisiert hatte.

Stalingrad war das industrielle Zentrum des Südens der Sowjetunion. Die Stahlgießerei „Roter Oktober“ beschäftigte mehr als 20.000 Mitarbeiter, in unmittelbarer Nähe befand sich das Traktorenwerk „Dserschinski“, in dem Panzer des Typs T34 produziert worden sind. Getreidesilos und Ölraffinerien prägten das Stadtbild. Übrig geblieben sind nur Ruinen.

Friedrich Paulus, Oberbefehlshaber der 6. Armee, befolgte bis zuletzt die Befehle Hitlers. Er verharrte im Kessel, verweigerte die Kapitulation. Nach zehn Jahren Kriegsgefangenschaft lebte Paulus bis zu seinem Tod 1957 in der DDR.

Die Schlacht um Stalingrad lässt sich grob in drei Phasen einteilen: Angriff der deutschen Wehrmacht ab 13. 9. 1942 („Operation Blau“).Ab 19. 11. Gegenoffensive der Roten Armee („Operation Uranus“) samt Einkesslung der 6. Armee. In der dritten Phase wird der Kessel erobert und aufgerieben.

 

Hintergrund von Historikerin Barbara Stelzl-Marx
Die Universitätsdozentin ist stellvertretende Leiterin am Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung Graz.

Die Schlacht um Stalingrad ist bereits 70 Jahre her – doch längst nicht vergessen.
Dazu tragen sicher auch die vielen Filme und Bücher bei, die es zu dem Thema gibt. Im Lauf der Zeit haben sich viele Mythen gebildet. Viele Familien in Österreich haben zumindest in ihrem weiteren Umfeld jemanden, der nicht mehr aus Stalingrad heimgekehrt ist. In Russland wird Stalingrad als Wendepunkt im Großen Vaterländischen Krieg instrumentalisiert und inszeniert.

Gekämpft wurde in Stalingrad nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Worten.
Die Propaganda spielte auf russischer und deutscher Seite eine wichtige Rolle. Weder Stalin noch Hitler wollten zurückweichen. Während Propaganda-Minister Joseph Goebbels nach der Stalingrad-Niederlage den „Totalen Krieg“ ausruft, steht auf russischen Flugblättern „... der Deutsche ist kein Mensch...“

Ungefähr 100.000 Wehrmachtsangehörige gerieten im Stalingrader Kessel in Gefangenschaft – nur rund 6000 kehrten später wieder heim.
Viele Soldaten waren bereits von den Entbehrungen der Kämpfe sehr geschwächt. Sie sind auf den teils langen Märschen oder bei harter Arbeit in den Lagern gestorben. Es gab zwar Übergriffe von russischer Seite, aber keine gezielte Vernichtung.

 
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31  Kommentare
31  Kommentare
Neueste zuerst Älteste zuerst Beste Bewertung
rrrn (108 Kommentare)
am 09.09.2012 09:20

Was passierte mit Joerg Haider nach seinem Spruch von der ordentlichen Beschaeftigungspolitik der Nazis? Er wurde wieder vielbejubelter LH. Strache ist Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft "Vandalia", Graf (3. NR-Praesident (!!!)) der rechtsextremen "Olympia".

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 09.09.2012 03:13

Persönlich fasse ich es so auf, dass der artikel gegen den militarismus spricht,

wenns jemand pro wehrpflicht sieht, ists als meinung tragbar.

es muss nicht immer etwas stur pro oder kontra sein, auch meine replies; so eine verkrampfung ist nicht gut fürs hirn.

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profiler7 (3.317 Kommentare)
am 08.09.2012 21:05

sollte die gesamte menschheit lernen, dass krieg niemals die lösung war und sein wird !!!!

egal mit welchen waffen !!!

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Rapid09 (2.621 Kommentare)
am 08.09.2012 16:55

Bei Stalingrad muss ich immer an den Film "Der Bockerer" denken, wenn die Mutter den Tod ihres Sohnes fuer "Fuehrer, Volk und Vaterland" gutheisst. Darauf der Vater (Karl Merkatz)" Seit wann hamma denn an Schrebergarten in Stalingrad"?

Man sollte schoen langsam die oeffentlichen Erinnerungen an die Weltkriege einschlafen lassen, aber natuerlich den Geschichtsunterricht aufrecht erhalten. Es sind die oeffentlichen Veranstaltungen die oft zweckentfremded werden.

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am 08.09.2012 18:32

wie napoleon, hatte für uns schon etwas lehrreiches an sich. Dabei spielen jahreszahlen eine untergeordnete rolle

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am 08.09.2012 19:23

...des russischen Winters sowohl bei Napoleon als auch bei Hitler die Wehmut eines "verlorenen Krieges" mitschwingt (was ich der Fexe allerdings nicht unterstellen will) verstellt die tiefere Wahrheit des Bockerers. Hitler hat eine Krieg vom Zaun gebrochen, um "Lebensraum im Osten" zu schaffen. Alle wussten, dass dort bereits Menschen leben und folglich vertrieben oder getöten werden müssen (also es stand von vornherein fest, dass auf der "falschen Seite" steht). Eben genau, wie der Bockerer feststellte: Es ging nicht darum den "Schrebergarten" als rechtmäßiges Eigentum in Besitz zu nehmen, sondern sich diesen unter den Nagel zu reißen. Unfaßbares Leid und unzählbare Tote auf beiden Seiten....

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am 08.09.2012 19:41

der Fehler war nur ein Teil, und nicht von „Bedauern“ getragen, sondern eben ein Fakt, dass Leute wieder Fehler machen.

Ich fühlte beide Heerführer als Angreifer - da mußten die Lehrer in der Ausdrucksweise noch aufpassen, weil bei etlichen einflußreichen Leuten die politische Umschulung nicht hundertprozentig gewirkt hatte.

Ich ging von 1954 bis 1962 zu Schule?

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herbertw (14.515 Kommentare)
am 08.09.2012 15:16

Wenn Teenager von heute von historisch belasteten Worten wie „Stalingrad“ keine Ahnung mehr haben, kann ich die Jugendlichen nicht verurteilen.
Wer aus meiner Generation (1957) weiß schon beim Wort „Isonzo“(*) gleich, was gemeint ist?

Ich wurde 42 Jahre nach der ersten Isonzo-Schlacht des ersten Weltkriegs geboren. Analog dürfen Jugendliche ab Baujahr 1985/86 vergleichbare Bildungslücken bzgl. Stalingrad haben.

Was wir unsere Jugendlichen aber – über trockene Datums-Angaben hinweg – lehren müssen, ist:

• Es ist der NATIONALISMUS gewesen, der beide Weltkriege verursachte

• Es ist die EU, die den Nationalismus in Europa überwunden hat (hatte) und uns seit 1945 eine Kriegs-freie Zeit beschert

• Es ist der Nationalismus der heutigen rechten Parteien, der Bürgerinnen und Bürger ganz tief in die NATIONALE Welt von früher „verführt“.

• Es ist an der Zeit, Bewegungen zu stoppen, deren historische Vorbilder Kriege verursacht haben.

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137603 (553 Kommentare)
am 08.09.2012 16:06

ihre zeilen müsste man so manchem troll hier im forum aufs hirn tätowieren!

dem ist nichts hinzuzufügen

ps: leider gibts ja jetzt auch einen politischen troll mehr, der zwar bei förderungen immer schön die hand aufhält, uns aber den schilling wieder bringen möchte.....

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herbertw (14.515 Kommentare)
am 09.09.2012 18:45

…, wenn ich nicht mehr GANZ ALLEINE gegen die rechts-grotesken TROLLE auf dieser Plattform anschreiben muss. grinsen

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am 08.09.2012 16:11

Also ich bin kein Historiker,
aber Ihre Aussage:
"Es ist der NATIONALISMUS gewesen, der beide Weltkriege verursachte" ist falsch.
Bleiben wir wissenschaftlich korrekt.

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am 08.09.2012 18:29

Es mag wissenschaftlich nicht korrekt sein,
aber stimmen tuts.

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Kopfnuss (9.880 Kommentare)
am 08.09.2012 19:34

Ursache war Nationalismus,
Auslöser jeweils gewisse Ereignisse und Verkettungen.

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( Kommentare)
am 08.09.2012 20:03

auch ohne Nationalismus krank gewesen wäre - ich glaube schon.

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( Kommentare)
am 08.09.2012 20:18

...Dienst, wenn wir Hitler und den Nationalsozialismus als "Krankheit" abtun. Es ist im "gesunden Menschenverstand" angelegt, dass wir "beschädigende Lebensbedingungen" (Adorno) schaffen können. Es braucht wache Aufmerksamkeit, die Schattenseiten der Vernunft (Dialektik der Vernunft) und des Menschseins aufzudecken und zu beenden. Es braucht weiterhin einen entschiedenen kategorischen Imperativ im Sinne Adornos "Nie wieder Ausschwitz"!

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( Kommentare)
am 08.09.2012 20:40

in seinem Buch vorweg, er war also berechnend und schuldfähig. Damit, hoffe ich, ist die Rede von der Krankheit relativiert…

Doch, ich sehe, ich trete stets in Fettnäpfchen …

BTW die Wltgesundheitsorganisation ist dabei, den Begriff Gesundheit abzuschaffen, zu streichen…

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 08.09.2012 20:52

schaffen…

stark.

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Harbachoed-Karl (17.883 Kommentare)
am 08.09.2012 20:50

auch Kapitallüsternheit dürfte immer wieder eine Rolle gespielt haben.

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herbertw (14.515 Kommentare)
am 09.09.2012 18:31

…, dann klär uns bitte auf! Wir sind GANZ OHR! grinsen

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oneo (19.368 Kommentare)
am 08.09.2012 16:29

hättest weglassen können - weil er nicht den tatsachen entspricht.

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herbertw (14.515 Kommentare)
am 09.09.2012 18:25

... "Es ist der Nationalismus der heutigen rechten Parteien, der Bürgerinnen und Bürger ganz tief in die NATIONALE Welt von früher „verführt“ ...

... meinst, kann ich dir NICHT beipflichten.

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herbertw (14.515 Kommentare)
am 09.09.2012 18:28

Auch EU-Zerstörungs-Wahn ist Nationalismus!

Auch GR aus der EU weg haben zu wollen, IST Nationalismus.

Alle Asylanten als Schmarotzer zu definieren, ist Nationalismus.

Usw.

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jago (57.723 Kommentare)
am 08.09.2012 16:44

die Schuld auf -ismen zu verweisen.

Das habe ich fälschlicher- und irrtümlicherweise bis zu Ihrem Alter auch noch getan (jetzt haben Sie geschrieben, wie alt Sie sind) - und das ist kein Vorwurf gegen Sie sondern gegen mich: weil ich immer behauptet habe, auch damals, dass es typisch für Sozis wäre, die Schuld bei den andern zu suchen.

Die -ismen sind nicht schuld sondern nur die Zusammenfassung (und Niederschrift) einer vorhandenen Dummheit im Volk. Sie erleichtern den unteren Chargen das Argumentieren und den mittleren, mit Fingern auf Abweichler zu zeigen. Aber die Dummheit war schon vorher da, bevor sie einen Namen bekam.

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gerald160110 (5.621 Kommentare)
am 08.09.2012 16:56

geändert, denn man braucht nur mit offenen sinnen durch sein privates und berufliches umfeld gehen und wird nur all zu häufig auf dieses phenomen stossen, ohne dass es auch nur im ansatz als -ismen bezeichnet würde, es aber das selbe "system" dahinter ist. @steinreich, kann man ihnen nur uneingeschränkt beipflichten!

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herbertw (14.515 Kommentare)
am 09.09.2012 18:22

… als EINE DER ERSCHEINUNGSFORMEN von Dummheit verstehen willst, sind wir schon auf einer Linie.

Natürlich entstammt alles Widerwärtige der Dummheit.

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gerald160110 (5.621 Kommentare)
am 08.09.2012 16:51

seite den frieden bewahrt, den bis 1989 wurde der friede alleinig durch die militärische pattstellung mittels gegenseitiger abschreckung "gesichert". durch den wirtschaftlichen niedergang im ehemaligen comecon (das war juni 1989 noch eine matura-frage für mich) konnten die rießigen militärapparate nicht länger aufrecht erhalten werden und das ziel, wie von ronald reagen geplant, mit immer neuerer und teuerer militärtechnik den "feind" wirtschaftlich zu "besiegen" ist aufgegangen.

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jago (57.723 Kommentare)
am 08.09.2012 17:27

Abend traurig

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am 08.09.2012 17:59

...nicht wieder militärisch in die Haare gekriegt haben, ist aber sehrwohl ein Verdienst der EU. Und heute ist innerhalb der EU die vorhandene Verhandlungskultur (die natürlich noch Verbesserungsfähig ist) eine bessere Versicherung als jedes Heer oder Nato.

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( Kommentare)
am 08.09.2012 18:23

die vorläufer der eu

montan-union

römische verträge

ewg

Eu

und möglicherweise auch das gleichgewicht des schreckens vom materiellen her, vom ideellen her die erstgenannten

cu!

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jago (57.723 Kommentare)
am 08.09.2012 14:11

eine von den vielen der glücklichen Kriegsheimkehrer im Wirtshaus.

Das "NIE WIEDER" hätte nicht so theatralisch aus Wien kommen müssen, es war völlig selbstverständlich - mit Ausnahme von 2 Unbelehrbaren, die sofort zum Schweigen gebracht worden sind und über die der Papa gesagt hat: "des woar jo a Naaaze".

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( Kommentare)
am 08.09.2012 18:42

mußten sich das etliche von der seele reden
andere konnten (lange) nicht sprechen

und die ns haben geglaubt, die größten zu sein.

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