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Österreich bei Forschung und Technologie noch kein Innovationsführer

Von nachrichten.at/apa, 28. Mai 2024, 08:56 Uhr
Forschung
(Symbolbild) Bild: APA/TOBIAS STEINMAURER

WIEN. Die wissenschaftliche und technologische Leistungsfähigkeit Österreichs ist im Vergleich zum EU-Durchschnitt zwar gut, es gelingt aber nach wie vor nicht, zu den Innovationsführern Dänemark, Schweden, Finnland, Niederlande und Belgien aufzuschließen.

 Das geht aus dem FTI-Monitor 2024 hervor, der am Montagabend vom Rat für Forschung, Wissenschaft, Innovation und Technologieentwicklung (FORWIT) vorgestellt wurde. In einigen Teilbereichen nehme Österreich schon eine führende Position ein. Um sich aber bis 2030 insgesamt zu einem "Innovation Leader" zu entwickeln, "braucht es weiterhin entschiedenes, systemisch wirksames Handeln und eine starke Rolle Österreichs in Europa", so Ratsvorsitzender Thomas Henzinger am Dienstag in einer Aussendung. Insgesamt habe sich im Vergleich zum Vorjahr nicht viel geändert: Bei Finanzierung, Standortattraktivität und Kreislaufwirtschaft sei Österreich bereits gut aufgestellt, während es nach wie vor Schwächen bei Gründungen, Digitalisierung und Geschlechtergerechtigkeit gebe.

Anhand von knapp 250 Indikatoren misst der Forschungsrat seit 2022 jährlich die Leistungsfähigkeit des heimischen FTI-Systems (Forschung, Technologie und Innovation) in insgesamt 16 Bereichen. Außerdem wird das Erreichen strategischer Ziele der Bundesregierung, etwa der FTI-Strategie 2030 und der Kreislaufwirtschaftsstrategie, beleuchtet. Im von der EU-Kommission publizierten European Innovation Scoreboard 2023 (EIS) findet sich Österreich auf Platz sechs und führt damit die Gruppe der "Strong Innovators" an. In der Forschungsstrategie der Bundesregierung aus dem Jahr 2020 ist das Ziel vorgegeben, im EIS bis 2030 auf Rang fünf und damit in die Gruppe der "Innovation Leaders" vorzustoßen.

Positiv sticht heuer erneut die Finanzierung von Forschung und Entwicklung (F&E) und hier insbesondere die Unternehmensförderung hervor. In diesem Bereich zähle Österreich erstmals zu den Top 3-Ländern. Das trage wesentlich zur im Vergleich zu den "Innovation Leaders" überdurchschnittlich hoch bewerteten Standortattraktivität bei. Positiv würden auch die starke Regulierung geistigen Eigentums und die Verfügbarkeit von Öko-Strom wirken. Dämpfend sind laut dem Monitor Unternehmensbesteuerung, die Qualität der Publikationen und die Zahl von Tertiärabschlüssen in naturwissenschaftlichen und technologischen Fachrichtungen. Vorne dabei sei Österreichs bei der internationalen Verflechtung und der Kreislaufwirtschaft.

Hausaufgaben bei Geschlechtergerechtigkeit

Im Bereich Geschlechtergerechtigkeit hat die österreichische FTI-Politik, vor allem im Hinblick auf die steigende Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, noch einige Hausaufgaben zu machen: Der Anteil von Forscherinnen in Unternehmen und die Anzahl der Absolventinnen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) sei gering, die Leistungsdifferenz zwischen Mädchen und Buben beim internationalen PISA-Test im Bereich Mathematik groß. Bei den Gründungen - hier liegt der Frauenanteil bei 17 Prozent - gebe es eine gewisse Dynamik, was Risikokapital betrifft. Insgesamt habe man aber noch nicht zum EU-Durchschnitt aufgeschlossen. Der im April vorgestellte neue Ausgründungsleitfaden für die Universitäten könnte rasch umgesetzt positive Effekte auf das Start-up-Ökosystem haben.

Keinen Anschluss an die Vorreiter gefunden hat Österreich - trotz leichter Verbesserungen - bisher auch beim Digitalisierungsgrad. Defizite gibt es demzufolge bei der Infrastruktur, also der geringen Breitbanddurchdringung und Verfügbarkeit von Glasfaseranschlüssen. Zu wenig IKT-Absolventinnen und -Absolventen würden den Fachkräftemangel zusätzlich verschärfen, was sich wiederum auf die Kompetenzen für die Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) auswirke.

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