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Mark, "der letzte Restaurantbär", in Niederösterreich angekommen

Von nachrichten.at/apa, 09. Dezember 2022, 15:50 Uhr
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Bildergalerie Mark, "der letzte Restaurantbär", in Niederösterreich eingetroffen
Bild: GEORG MAYER (VIER PFOTEN)

TIRANA/ARBESBACH. Albaniens letzter "Restaurantbär" ist im Bärenwald Arbesbach (Bezirk Zwettl) eingetroffen.

Der Braunbär namens Mark war laut der Tierschutzorganisation Vier Pfoten nicht sofort bereit, die verschneite Winterlandschaft zu erkunden. "Nach mehr als 20 Jahren in einem kleinen Betonkäfig brauchte er etwas Zeit, bevor er zum ersten Mal seit 24 Jahren natürlichen Boden unter seinen Tatzen spürte", wurde am Freitag in einer Aussendung mitgeteilt.

"Als sich die Tür seiner Transportbox öffnete, lag Mark ruhig darin und betrachtete neugierig den schneebedeckten Wald vor sich. Nach draußen bewegte er sich aber vorerst nicht", hieß es. Schließlich habe er sich dazu entschieden, "seine Tatzen auf den Waldboden zu setzen und damit sein neues Leben zu beginnen".

"Es war für das ganze Team ein großartiger und emotionaler Moment, Marks erste Schritte in seinem neuen Zuhause beobachten zu dürfen. Schon während der Reise gab er uns Stück für Stück mehr Einblicke in seinen Charakter und wir können es kaum erwarten, seine weitere Entwicklung begleiten zu dürfen", sagte Eva Rosenberg, Länderchefin von Vier Pfoten Österreich. Während seiner Eingewöhnungszeit werde Mark in einem kleineren Freigehege mit einer für ihn gebauten künstlichen Höhle bleiben. Sobald er so weit ist, werde er in sein großes Gehege entlassen.

Nach der Abreise des Teams von Vier Pfoten mit Mark habe der Restaurantbesitzer in Albanien bereits die Zerstörung des Käfigs neben dem Lokal angeordnet. "Mit Marks Rettung haben wir die grausame Praxis beendet, ihn neben einem Restaurant zu halten, um Besucher anzulocken und zu unterhalten", sagte Josef Pfabigan, Vorstandsvorsitzender von Vier Pfoten.

Trauriges Leben im Käfig vorbei

Einer Pressemeldung vom Mittwoch zufolge verbrachte der 24-jährige Braunbär Mark fast sein ganzes Leben als Attraktion in einem kleinen Metallkäfig neben einem Lokal, ohne Rückzugsort oder Schutz vor den Elementen. "Vier Pfoten" überzeugte den Besitzer, Mark ziehen zu lassen und organisierte die Reise von Tirana ins Waldviertel.

Nach Marks Befreiung stellte eine Tierärztin zunächst seine Reisefähigkeit fest. Dennoch benötigt der Bär umfangreiche medizinische Behandlung. Seine Zähne und Klauen sind vom jahrelangen Kauen an den Gitterstäben und vom Asphaltboden seines Käfigs stark abgenutzt. Zudem muss er aufgrund extremen Bewegungsmangels dringend Muskeln aufbauen und laut Vier Pfoten-Direktorin Eva Rosenberg ist er wegen jahrelanger falscher Fütterung stark übergewichtig. In seinem Käfig hatte er kein natürliches Verhalten ausleben können, so habe er außerdem noch nie Winterschlaf gehalten.

Der Bärenwald Arbesbach bietet seit 1998 geretteten Bären ein lebenslanges Zuhause in einem naturnahen Lebensraum. Dort soll Mark gemeinsam mit drei anderen Bären auf unberührten 14.000 Quadratmetern wohnen. Der Landstrich im Waldviertel bietet Wälder, Gewässer und vor allem Höhlen, in die sich die Tiere zurückziehen können.

Obwohl Mark laut Vier Pfoten-Recherche der letzte albanische "Restaurant-Bär" war, gibt es in dem Land am südlichen Balkan noch genug Arbeit für die Tierschützer. Die Privathaltung von Bären und anderen Wildtierarten ist dort nämlich nach wie vor legal. Nur eine Gesetzesänderung könne dem albanischen Vier Pfoten-Projektkoordinator Sajmir Shehu zufolge das Leiden vieler Tiere beenden. Daher arbeiten die Aktivisten gemeinsam mit der albanischen Regierung an einer neuen Absichtserklärung, die die Zusammenarbeit bei der Änderung und der Umsetzung von Gesetzen verbessern soll.

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1  Kommentar
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Orlando2312 (22.364 Kommentare)
am 10.12.2022 08:53

Vor einem Affenkäfig frage ich mich auch immer, auf welcher Seite des Gitters die Deppen zu finden sind.

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