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Groß angelegter Schwindel mit Corona-PCR-Tests

Von nachrichten.at/apa, 13. Mai 2024, 14:14 Uhr
Coronavirus - Drive-in Corona-Teststation bei Hagenbeck
(Symbolbild) Bild: Marcus Brandt (dpa)

WIEN. Mit einem groß angelegten Schwindel soll eine Wiener Firma aus der Corona-Pandemie Profit gezogen und sich bereichert haben.

Das Unternehmen kooperierte ab Frühjahr 2022 mit mehreren Wiener Apotheken und führte nach der Covid-19-Screeningverordung Antigen- und PCR-Tests durch, wobei die Daten und Tests zur Auswertung einem Labor übermittelt wurden. Weil 71.128 PCR-Tests zwar abgerechnet, aber laut Anklage purer Fake waren, wurde am Montag am Landesgericht verhandelt.

Mehr als 700.000 Euro Schaden

Der Geschäftsführer der Firma, dessen Ehefrau sowie der Cousin des Firmenchefs mussten sich wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs vor einem Schöffensenat (Vorsitz: Peter Sampt) verantworten. Inkriminierter, laut Anklage von Anfang April 2022 bis Ende März 2023 angerichteter Schaden zulasten der Stadt Wien bzw. der Republik: mehr als 700.000 Euro. Bei dem Schwindel sei man "sehr kreativ vorgegangen", schilderte der Staatsanwalt. Es seien Listen mit angeblich getesteten Personen vorgelegt und abgerechnet worden, wobei die Adressen und Sozialversicherungsnummern der angeblich Getesteten frank und frei erfunden waren. In die Teströhrchen, die in einem Labor ausgewertet wurden, sollen in all diesen Fällen der Firmenchef und seine Ehefrau nach vorangegangenem Gurgeln gespuckt haben, wie eine Vertrauensperson schließlich dem Bundeskriminalamt berichtete, das in weiterer Folge zu ermitteln begann.

Der Firmenchef bekannte sich teilweise schuldig, wobei er geltend machte, er habe "nicht mit Vorsatz gehandelt", sondern sich "mitreißen lassen". Dass 71.128 Tests getürkt waren, könne er "nicht bestätigen. Die Zahl ist weniger. Das schwöre ich beim Augenlicht meiner Kindern." Seine Ehefrau sei in das Ganze nicht eingeweiht gewesen, diese habe sich ausschließlich um die Buchhaltung gekümmert. Der Cousin des Unternehmers war umfassend geständig. "Es stimmt alles so, wie es in der Anklage steht", sagte sein Verteidiger Philipp Wolm. Darüber hinaus war der Drittangeklagte zu keinen Angaben bereit. Er machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

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9  Kommentare
9  Kommentare
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detti (1.840 Kommentare)
am 13.05.2024 21:00

Und die kooperierenden Apotheker putzen sich vermutlich ab, ist ja ein sehr ehrenwerter Beruf .

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jack_candy (7.972 Kommentare)
am 13.05.2024 18:09

71.000 Mal Namen und Adressen erfunden und eingetragen und dann noch ins Röhrchen gespuckt?

Da gibt es Betrugsmethoden mit höherem Stundenlohn.

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MannerW (2.688 Kommentare)
am 13.05.2024 18:04

Gut, wenn das nachträglich jetzt auffliegt. Hinter Gitter gehören‘s.
Bin gespannt, wieviel da noch ans Licht kommt.

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kirchham (2.266 Kommentare)
am 13.05.2024 17:36

Ein Desaster für die Ganze Regierung, denke das nicht nur bei uns so gepatzt wurde.

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honkey (13.737 Kommentare)
am 13.05.2024 15:39

Eines ist Gewiß, mit Corona wurde ein Haufen Geld lukriert.

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Augustin65 (663 Kommentare)
am 13.05.2024 14:52

....und der Herr Bürgermeister hat den ganzen Unfug auch noch maßlos in die Länge gezogen!

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betterthantherest (34.390 Kommentare)
am 13.05.2024 14:20

geht Betrug noch einfacher?

Das GRÜNE Gesundheitsministerium hatte die Corona-Testerei offenbar NULL im Griff.

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NeujahrsUNgluecksschweinchen (26.672 Kommentare)
am 13.05.2024 14:26

Intelligent war das nicht vom Labor, sonst wäre es nicht aufgeflogen...

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sagenhaft (2.132 Kommentare)
am 13.05.2024 17:35

ja, wir wissen ja nicht was alles nicht aufgeflogen ist. Bei der Geldlawine wird die Unschuldsvermutung stark beansprucht

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