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Studie: Gelangweilte Schüler schreiben schlechtere Prüfungen

Von nachrichten.at/apa, 30. August 2023, 15:09 Uhr
Symbolbild
(Symbolbild) Bild: colourbox

WIEN. Langeweile haben wohl viele im Schulalltag erlebt, mit Prüfungen verbindet man diesen Gefühlszustand gemeinhin nicht.

Ein Team von Psychologinnen und Psychologen hat nun gezeigt, dass sich Schülerinnen und Schüler auch während Prüfungen häufig und stark langweilen. Diese "Prüfungslangweile" führt, speziell bei Überforderung, zu schlechteren Ergebnissen, berichten die Wissenschafter im "Journal of Educational Psychology".

Langeweile ist derzeit ein international stark beachtetes Thema - eine Vielzahl von Studien belegt schädliche Auswirkungen auf Lernen und Leistung, aber auch auf psychische und körperliche Gesundheit. Ihr Auftreten in Prüfungssituationen wurde bisher kaum untersucht, erklärte Bildungspsychologe Thomas Götz von der Universität Wien in einer Aussendung. Ein internationales Team um Götz hat insgesamt 1.820 deutschen Schülerinnen und Schüler der 5. bis 10. Schulstufen zwischen Testblöcken von Prüfungen, deren Ergebnisse relativ geringe Konsequenzen haben, Fragen zum Ausmaß der Langeweile, der Unter- und Überforderung sowie zur persönlichen Relevanz gestellt.

Langweile durch Über- und Unterforderung

Dabei zeigten sich unterschiedliche Arten von Langeweile: Schülerinnen und Schüler langweilen sich etwa, weil sie von den Aufgaben unter- oder überfordert sind. Insbesondere die Überforderung ist besonders leistungsschädlich. Den Grund dafür sehen die Forscher in der von ihnen formulierten "Abundance-Hypothese" ("Fülle-Hypothese"), die sich in der Studie bestätigte: Demnach sollten bei Überforderung alle geistigen Ressourcen in die Aufgabenbearbeitung fließen, allerdings gehe Energie durch die Langeweile verloren und stehe für die Bearbeitung der Aufgaben nicht mehr zur Verfügung.

Dagegen wirkt sich Langeweile aufgrund von Unterforderung positiv auf die bei den Prüfungen erzielten Ergebnisse aus. Das war für die Wissenschafter überraschend, weil sie ursprünglich vermutet hatten, dass sich jegliche Form von Langeweile negativ auf die Leistungen auswirke. Eine solche Unterforderung entstünde, wenn man kein Problem mit der Bearbeitung der Aufgaben hat, und stärke vermutlich zusätzlich das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, sagte Götz gegenüber der APA.

Langweile sinkt bei Relevanz des Themas

Neben Unter- und Überforderung ist den Psychologen zufolge eine wichtige Ursache von Langeweile auch die subjektive Einschätzung der Wichtigkeit der Prüfung und die Relevanz der Inhalte. Dabei sei Langeweile die einzige Emotion, die bei höherer empfundener Wichtigkeit bzw. Relevanz abnehme. Dementsprechend leitete das Team Handlungsempfehlungen für Pädagogen ab: "Um die Prüfungslangeweile zu bekämpfen, sollten Lehrkräfte Prüfungsaufgaben so aufarbeiten, dass es darin Bezüge zur Lebensrealität von Schülerinnen und Schülern gibt", appellierte Götz. Außerdem sollten stark überfordernde Aufgaben vermieden werden.

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