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Religiosität entkoppelt sich von Religionsgemeinschaften

05. November 2018, 19:32 Uhr
Die Frau hantierte wiederholt mit Kreuzen und Wurzeln. (Symbolbild) Bild: colourbox.de

WIEN. Zwei Drittel der Österreicher verstehen sich als religiöse Menschen. 32 Prozent der Österreicher besuchen monatlich einen Gottesdienst.

Die persönliche Religiosität entkoppelt sich aber immer mehr von den Religionsgemeinschaften. Das geht aus dem dritten und letzten Block der "Europäischen Wertestudie" der Universität Wien hervor, der am Montag publiziert wurde. Das Selbstverständnis religiös zu sein, ist in Österreich unverändert hoch und stabil. Sich selbst als religiös bezeichnen demnach 63 Prozent der Österreicher. 29 Prozent geben an, keine religiöse Person zu sein und 4 Prozent bezeichnen sich selbst als überzeugte Atheisten. Gegenüber 2008 sind hier keine signifikanten Veränderungen zu beobachten.

Weitgehend stabil bleibt auch die weltanschaulich-kognitive Dimension. Aktuell geben 73 Prozent aller Österreicher an, an Gott zu glauben. Im Vergleich zu 1990 ist das ein kleiner Rückgang von 4 Prozentpunkten.

Der Anteil von Personen mit römisch-katholischem Selbstverständnis wird kontinuierlich geringer. Während 2008 noch 73 Prozent angaben, dieser Konfession anzugehören, sind es 2018 63 Prozent. Demgegenüber pluralisiert sich Religiosität in Österreich durch einen Zuwachs orthodoxer und muslimischer Personen, zudem wächst die Zahl der Österreicher, die angeben, keiner Religionsgemeinschaft anzugehören.

Gaben unter den Christen römisch-katholischer, protestantischer und orthodoxer Zugehörigkeit 1990 noch 50 Prozent an, mindestens einmal im Monat den Gottesdienst zu besuchen, waren dies 2018 nur mehr 36 Prozent. Religion verliert kontinuierlich ihre Relevanz als Praxis, die das gesamte Leben prägt und fokussiert sich auf die Frage der Zustimmung des Glaubens an religiöse Vorstellungen und Lehren, lautet daher das Fazit.

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27  Kommentare
27  Kommentare
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demokrat (800 Kommentare)
am 06.11.2018 16:10

Aus der Überschrift: "32 % besuchen monatlich einen Gottesdienst"

Die Altersverteilung dieser 32% schaut wahrscheinlich aus wie eine umgedrehte Alterspyramide, die auf der Spitze steht. Bei den Alten werden wesentlich mehr gehen wie bei den Jungen.

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caber (1.956 Kommentare)
am 06.11.2018 09:52

Atheist zu sein bedeutet nicht automatisch auch areligiös zu sein! Es gibt sehr wohl Religionen, die nicht an einen Schöpfergott glauben...

Die wohl bekannteste davon: der Buddhismus!

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demokrat (800 Kommentare)
am 06.11.2018 13:07

Und dann gibt es noch die Meinung der Agnostiker:
Es gibt möglicherweise einen Gott, aber wir Menschen können das nicht wissen.

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lancer (3.688 Kommentare)
am 06.11.2018 07:56

glauben heißt nix wissen !

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fanfarikuss (14.172 Kommentare)
am 06.11.2018 08:14

So ein hipper Kommentar.

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vinzenz2015 (46.146 Kommentare)
am 06.11.2018 10:20

Woher "weiß" ein Paar bei der Hochzeit, dass die Ehe halten wird?
Haben Sie eine Garantie, dass sie bei der nächsten Kreuzung nicht von einem Rotblinden abgeschossen werden?
Wenn Sie Aktien kaufen - wer garantiert ihnen dass es kein Totalverluist wird?
100te Beispiele, wo wir im Alltag ganz selbstverständlich
- ohne rationale Begründungen!! -
VERTRAUEN!!

Sie überschätzen das WISSEN total!
Eigentlich oam!

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beppogrillo (2.507 Kommentare)
am 06.11.2018 01:06

"Die persönliche Religiosität entkoppelt sich aber immer mehr von den Religionsgemeinschaften"

Meiner Wahrnehmung nach entkoppelte sich die "hohe" Geistlichkeit von den Gläubigen und es geht ihr daher ähnlich wie den Politikern, die vor Wahlen auch viel versprechen, nach der Wahl aber davon nichts mehr wissen wollen und sich trotzdem wundern, dass ihre Entscheidungen von ihrer Wählerschaft nur mehr selten wertgeschätzt werden.

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demokrat (800 Kommentare)
am 06.11.2018 07:40

Wer wählt den seine Religion bewusst? Diese Entscheidung treffen doch die Eltern, und bei denen haben es die Großeltern entschieden, usw.,usw..

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caber (1.956 Kommentare)
am 06.11.2018 09:41

Eine "Umentscheidung" ist hierzulande jederzeit möglich.

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beppogrillo (2.507 Kommentare)
am 06.11.2018 01:06

"Die persönliche Religiosität entkoppelt sich aber immer mehr von den Religionsgemeinschaften"

Meiner Wahrnehmung nach entkoppelte sich die "hohe" Geistlichkeit von den Gläubigen und es geht ihr daher ähnlich wie den Politikern, die vor Wahlen auch viel versprechen, nach der Wahl aber davon nichts mehr wissen wollen und sich trotzdem wundern, dass ihre Entscheidungen von ihrer Wählerschaft nur mehr selten wertgeschätzt werden.

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wopra (736 Kommentare)
am 05.11.2018 21:21

Opium für‘s Volk !
Auch diesbezüglich hat K. Marx recht bekommen !

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foliopinion (112 Kommentare)
am 06.11.2018 00:30

„Opium des Volkes“ hat er gesagt!

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observer (22.195 Kommentare)
am 05.11.2018 20:31

Unter den r.k. Angehörigen sind viele, die das eben von Geburt an und aus Gewohnheit sind. Zwar vestehen sich auch da die meisten als Christen, sind aber nciht unbedingt dem r.k. Klerus und seinen Spitzen hörig, sondern fühlen sich nur Gott und ihrem eigenen Gewissen verpflichtet.

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fanfarikuss (14.172 Kommentare)
am 06.11.2018 08:12

Genau so ist es.
Ich bin weder mit den Ereignissen in der r.k. Kirche im Jetzt, noch
von den "Taten" in vergangenen Jahrhunderten einverstanden.
Ebensowenig mit den Wendehälsen in Österreich und der Synode im Vatikan.
Aber ich gehe in die Kirche, weil ich an Jesus glaube, und die Kirche funktioniert bei uns als lebendige Gemeinde, die auch wertvolle Kinder- und Jugendarbeit leistet, die Pastoralassistenz ist weltlich geprägt und verheiratet mit Kindern.
Und ich brauche auch nicht unbedingt ein Steingebäude.
Allerheiligen verbrachte ich in der Natur, nicht am Friedhof.
Das kann auch Kirche und Glaube sein.

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fanfarikuss (14.172 Kommentare)
am 06.11.2018 11:13

Ups, habe vergessen hinter verheiratet einen Beistrich zu setzen.
Nicht dass mir da jemand mit einschlägigen Kommentaren kommt.

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( Kommentare)
am 05.11.2018 20:12

Religion ist die Pervertierung von Glauben.

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vinzenz2015 (46.146 Kommentare)
am 06.11.2018 10:21

Und wo find ich diesen GLAUBEN - wie Sie ihn beschreiben?

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richie_w (42 Kommentare)
am 05.11.2018 19:38

"Aktuell geben 73 Prozent aller Österreicher an, an Gott zu glauben."

Eigentlich ein Armutszeugnis.

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bbcc (1.012 Kommentare)
am 05.11.2018 19:49

Inwiefern?

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richie_w (42 Kommentare)
am 06.11.2018 00:51

Im Jahr 2018 sollte man schon soweit sein, wissenschaftliche Erkenntnisse anzuerkennen und nicht einen 2000 Jahre alten Science-Fiction Roman als Referenz heranzuziehen.

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beppogrillo (2.507 Kommentare)
am 06.11.2018 01:19

richie_w

Die oftmals arrogante Dogmatik von Wissenschaftlern steht den Religionsführern meist sehr nahe.
Religiöse Lehren gibt es auch nicht erst seit 2000 Jahren sondern schon sehr viel länger.
Was "wissenschaftliche Erkenntnisse", sind diese ebenfalls sehr relativ zu sehen, weil sie sich bekanntlich inzwischen schon im Wochentakt ändern.
Allein z. B. die Erkenntnisse in der Quantenphysik lässt "Neuestes" vor vielleicht 10 Jahren ewig gestrig erscheinen.

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martinpt (3 Kommentare)
am 06.11.2018 06:16

...und was hat das damit zu tun das die Märchen rund um Gott mehr als ewig gestrig sind. Oder glauben sie immer noch, dass die Welt in 7 Tagen entstanden ist...

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schaukelpirat (21 Kommentare)
am 06.11.2018 08:14

Dann sollte man aber auch imstande sein, den Wert "wissenschaftlicher Erkenntnisse" abzuklopfen. So beruht etwa das "Standardmodell der Kosmologie" - vulgo Urknallmodell, auf einem mathematischen Schummelfaktor von mehr als 95 Prozent! Das heißt: es sind im Universum nur 4,6 Prozent der Materie und Energie nachweisbar vorhanden, die für das Funktionieren dieser Theorie notwendig wären. Für die fehlenden 95,4 Prozent hat man als reine Annahme "dunkle Materie" und "dunkle Energie" erfunden. Nur: nach 40 Jahren verzweifelter Suche gibt es auf deren tatsächliche Existenz keinerlei Hinweise (und kommen sie mir bitte nicht mit den paar Gravitationslinseneffekten, die beobachtet wurden - von denen müsste es nämlich nur so wimmeln). Inzwischen wenden sich viele Wissenschaftler von der Theorie der (unbeweisbaren) dunklen Materie und Energie ab. Ohne die funktioniert aber das Standardmodell nicht mehr. "Popstar" Ben Moore bringt es auf den Punkt: "Eigentlich wissen wir überhaupt nichts!"

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ElimGarak (10.744 Kommentare)
am 06.11.2018 10:24

Glauben sie nur an das, was die Wissenschaft beweisen kann, oder glauben sie auch an wissenschaftliche Theorien?

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vonWolkenstein (5.562 Kommentare)
am 06.11.2018 07:30

Ich kann Ihnen nur beipflichten: es ist tatschlich ein Armutszeugnis, wenn 27% der Österreicher an ihrem Leben vorbeivegetieren und nur an den Zufall glauben. Wenn sie sich mit den Tieren auf eine Stufe stellen und der Meinung sind, dass nach ihrem Tod nichts anderes übrig bleibt als ein Kadaver, der entsorgt werden muss. Und wenn man dann miterleben muss, wie viele von ihnen in ihren letzten Lebensjahren von Zweifel und Angst geplagt werden und Trostlosigkeit zum Alltag gehört. Ich möchte jedenfalls mit diesen 27% nicht tauschen, obgleich es sich viele Jahre sehr bequem leben lässt.

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fanfarikuss (14.172 Kommentare)
am 06.11.2018 08:12

Ihr Posting, ja.

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hochhaus (1.821 Kommentare)
am 06.11.2018 22:16

...viele der restlichen 27 % glauben halt an Allah. Wo ist das Problem?

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