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2018: Grüne Weihnachten im wärmsten Jahr der Geschichte

Von nachrichten.at/apa, 20. Dezember 2018, 12:46 Uhr
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(Symbolfoto) Bild: (APA/dpa-Zentralbild/Jan Woitas)

WIEN. Weiße Weihnachten wird für einen Teil Österreichs in diesem Jahr ein Traum bleiben.

Für den 24. Dezember erwarten die Meteorologen der ZAMG Nachmittagstemperaturen von sechs bis zwölf Grad. Im Bergland wird es nach dem Durchzug einer Störung in der Nacht noch regnen oder schneien. Recht warm wird es bereits morgen, Freitag. Verantwortlich dafür ist eine Westströmung.

Die Warmfront ist am Freitag für den Ostalpenraum wetterbestimmend. Das bedeutet neben vielen dichten Wolken meist nur wenig Sonnenschein. Außerdem breitet sich von Westen im Tagesverlauf Regen aus, der ab den mittleren Nachmittags- und Abendstunden schließlich auch das östliche Flachland erreicht. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.500 und 2.000 Metern Seehöhe. Weitgehend trocken bleibt es südlich des Alpenhauptkammes. Dort zeigt sich die Sonne öfters. Der Wind weht schwach bis mäßig, von Vorarlberg bis ins nördliche Niederösterreich gegen Abend teils auch lebhaft aus Süd bis West. Die Frühtemperaturen minus sieben bis plus zwei Grad. Die Tageshöchsttemperaturen sind mit ein bis zwölf Grad erreicht, am wärmsten ist es im Westen.

Am Samstag bläst nördlich des Alpenhauptkammes sowie im Norden und Osten teilweise lebhafter bis starker Westwind. Er schiebt im Tagesverlauf zahlreiche dichte Wolken vor sich her, die immer wieder auch Regenschauer bringen. Im nördlichen Alpenvorland regnet es auch länger anhaltend. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.400 und 1.800 Metern Seehöhe. Die Sonne zeigt sich lediglich zwischendurch. Deutlich freundlicher mit schwächerem Wind präsentiert sich das Wetter im Süden und Südosten. In der Früh minus drei bis plus acht Grad. Bis zum Nachmittag werden sechs bis 13 Grad erreicht.

Eine Nordwestströmung bleibt am Sonntag wetterbestimmend, dabei zieht eine Warmfront gefolgt von einer Kaltfront über Österreich. Tagsüber scheint vor allem in der Osthälfte zeitweise die Sonne, nur lokal kann es aus der schwachen Warmfront heraus etwas regnen. Schnee fällt erst oberhalb von Lagen zwischen 1.200 und 2.000 Metern Seehöhe. Die Kaltfront bringt dann ab den Abendstunden teils kräftige Niederschläge im Westen. Der Wind weht im Süden schwach, sonst mäßig bis lebhaft aus Südwest bis West. Frühtemperaturen zwischen leichtem Frost in den Tälern Südösterreichs und bis zu neun Grad in den Windregionen entlang der Alpennordseite. Tageshöchsttemperaturen fünf bis zwölf Grad.

In der Nacht auf Montag, den 24., zieht eine markante Störung mit teils kräftigen Niederschlägen zieht durch. Im Bergland halten sich Regen und Schneefall meist auch tagsüber noch länger, sonst ziehen bei auflockernder Bewölkung oft nur noch ein paar Schauer durch. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.300 und 1.800 Metern. Etwas freundlicher ist es bei Nordföhn im Süden des Landes. Der Wind weht mäßig, auf den Bergen und im Osten meist aber lebhaft bis kräftig aus Nordwest. Frühtemperaturen null bis sieben, am Nachmittag sechs bis zwölf Grad.

Am Christtag sickert von Norden her etwas kühlere Luft ein. Die Schneefallgrenze sinkt auf 1.100 bis teils 700 Meter. Dazu kommt es von Norden her auch zu ein paar Schauern, am häufigsten sind Niederschläge im Stau der Alpennordseite zu erwarten. Dazwischen sollte es etwas auflockern. Sonniger wird es im Süden und teils auch im Westen Österreichs sein. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest. Frühtemperaturen minus ein bis plus fünf, Tageshöchsttemperaturen ein bis acht Grad.

Die Hitze hält weiter an. Bild: EPA

2018 wird wärmstes Jahr in der Messgeschichte Österreichs

2018 wird laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) das wärmste Jahr in Österreich in der 252-jährigen Messgeschichte. In der vorläufigen Klimabilanz liegt es um 1,8 Grad über dem vieljährigen Durchschnitt. Der bisherige Spitzenreiter war 2014, das 1,7 Grad über dem Mittel lag.

2018 bestätigt laut ZAMG den Trend zu einem immer wärmeren Klima. Von den 20 wärmsten Jahren der Wetteraufzeichnung in Österreich liegen 14 in den 2000er-Jahre. Die Top fünf der wärmsten Jahre sind: 2018 (plus 1,8 Grad), 2014 (plus 1,7 Grad), 2015 (plus 1,4 Grad), 1994 (plus 1,2 Grad) sowie 2016, 2002 und 2000 (jeweils plus ein Grad über dem Mittel).

"Ganz markant waren heuer die vielen überdurchschnittlich warmen Wetterlagen. Sechs Monate waren unter den Top Ten der jeweiligen Messreihe", sagte Meteorologe Alexander Orlik von der ZAMG.

Die Regionen, die die höchsten Abweichungen zum klimatologischen Mittel zeigen, sind Vorarlberg, Teile Nordtirols, das nördliche Salzburg, Oberösterreich, weite Teile Niederösterreichs und Wien. Hier war es in den Niederungen und im Tiefland um 1,8 bis 2,3 Grad wärmer als im vieljährigen Mittel. Südlich des Alpenhauptkammes lagen die Jahrestemperaturen im Tiefland weitgehend 1,3 bis 1,8 Grad über dem Mittel.

Viele Tage über 25 Grad Celsius

Die seit April fast durchwegs überdurchschnittlichen Temperaturen haben heuer auch extrem viele Sommertage gebracht (Höchstwert mindestens 25 Grad). Ihre Zahl war größtenteils doppelt so hoch wie in einem durchschnittlichen Jahr, in den meisten Regionen gab es neue Rekorde. An der Spitze aller ZAMG-Messstationen lag Andau im Seewinkel (Burgenland) mit heuer 127 Sommertagen. Der alte Rekord betrug 120 Sommertage im Jahr 2003 in Leibnitz (Steiermark).

Die Zahl der Sonnenstunden lag 2018 in der österreichweiten Auswertung um elf Prozent über einem durchschnittlichen Jahr. Somit gehört 2018 zu den acht sonnigsten Jahren seit Beginn der Sonnenscheinmessungen im Jahr 1925.

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Bild: VOLKER WEIHBOLD

Außergewöhnlich war auch die Trockenheit in vielen Regionen Österreichs, vor allem in Vorarlberg, in den nördlichen Regionen Salzburgs, in Oberösterreich und im Großteil von Niederösterreich. Hier gab es 2018 um 20 bis 40 Prozent weniger Niederschlag als in einem durchschnittlichen Jahr. "In einigen Regionen sind sogar neue Trockenheitsrekorde zu erwarten, in Linz zum Beispiel zeichnet sich mit einer Niederschlagsmenge von etwa 520 Millimeter das trockenste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn im Jahr 1852 ab. Das bedeutet hier rund 40 Prozent weniger Niederschlag als in einem durchschnittlichen Jahr", sagte Orlik.

2018 brachte in einigen Regionen auch sehr viel Regen in sehr kurzer Zeit, zum Teil mit Überschwemmungen und Muren. In Graz zum Beispiel gab es am 16. April ein Gewitter, das selbst an einem Sommertag als extrem einzustufen wäre. An der ZAMG-Wetterstation in Graz-Straßgang regnete es an diesem Tag 93,4 Millimeter. Davon kamen 78 Millimeter in nur drei Stunden zusammen. In der Innenstadt von Graz wurden stellenweise bis zu 162 Millimeter gemessen. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen April regnet es im gesamten Monat in Graz rund 50 Millimeter.

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17  Kommentare
17  Kommentare
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Almroserl (7.529 Kommentare)
am 20.12.2018 18:31

Grüne Weihnachten - können wir das wählen?

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donau-walzer (514 Kommentare)
am 20.12.2018 18:29

Erinnern sie sich noch?

DIE WELT am 13.12.2007 ..also vor 11 Jahren:

"Nordpol bereits in fünf Jahren eisfrei

Das Eis der Arktis schmilzt offenbar viel rasanter als bisher angenommen: Ein Team internationaler Klimaforscher und Wissenschaftler der Nasa behaupten, dass der arktische Sommer bereits 2013 eisfrei sein wird. Grund: Die bisherigen Berechnungen seien falsch gewesen.
Die bisher dramatischste Klimavorhersage ist vom Klimaexperten Wieslaw Maslowski von der Naval Postgraduate School in Monterey beim jährlichen Treffen der American Geophysical Union präsentiert worden."

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FuerGerechtigkeit (1.462 Kommentare)
am 20.12.2018 16:42

Finde es toll das es so warm ist, könnte noch wärmer werden, wir brauchen keinen Schnee oder Kälte, somit könnten wir viel an CO2 sparen, keine Skifahrer mehr, keine Heizungen mehr usw, nur Vorteile die Wärme.

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donau-walzer (514 Kommentare)
am 20.12.2018 18:19

Tatsache ist, dass es im Mittelalter trotz niedrigerem CO2 in der Athmosphäre deutlich wärmer war. Es gab z.B. Getreideanbau in Höhenlagen der Alpen, in denen heute kein Roggen mehr wächst.

Und der "Klimawandel" nach der kleinen Eiszeit besonders im 17 JH. (zusammen mit Pest, Türkenbarbarismus und 30-jährigem Krieg eine Katastrophe für unsere Ahnen) endete deutlich vor der "Industrialisierung" mit deutlichen Tamperaturanstieg bereits im 18.Jh, ganz ohne C02.

Auch haben sich alle 90-Jahr-Prognosen der (Millardengefütterten)IPCC-(Auftrags)Wissenschaftler über einen immer schneller eintretenden Temperaturanstieg bereits ab 2000 aufgrund steigenden CO2 als falsch erwiesen.
Seit 2000 müssten demnach bei konstant steigendem C02 ein viel höherer Temperaturanstieg eingetreten sein....ist aber nicht.

Und schönen Gruß an Al Gore! Laut diesem Hollywood-Klimapapst mit Privatjets samt Oskar sollte doch der Nordpol schon eisfrei und die Eisbären ausgestorben sein? ...Es gibt mehr als je zuvor!

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Almroserl (7.529 Kommentare)
am 20.12.2018 18:33

Im Eisbärenhimmel gibt es mehr Eisbären, aber nicht auf der Erde.

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donau-walzer (514 Kommentare)
am 20.12.2018 18:39

Hat man in der neuen Mittelschule addieren noch nicht im Programm?

Aber sie schaffens vielleicht mal am Smartphon bei einem norwegischen Zoologen anzurufen und mal nachzufragen, wie´s den von den wachsenden Anzahl an Eisbären schon ziemlich dezimierten Seerobben geht.... hartes Brot als PAADEI-botterl grinsen

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donau-walzer (514 Kommentare)
am 20.12.2018 18:44

Sollte heißen:
...
Und der "Klimawandel" nach der kleinen Eiszeit (besonders im 17 JH. zusammen mit Pest, Türkenbarbarismus und 30-jährigem Krieg eine Katastrophe für unsere Ahnen)begann und letztere endete deutlich vor der "Industrialisierung" ...

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SRV (14.567 Kommentare)
am 20.12.2018 19:27

Was denn die Hardcore-Heimatbewahrar aufführen, um Bumstis Klimawandelaussagen zu legitimieren, ist wirklich bemerkenswert...

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Fragender (19.972 Kommentare)
am 20.12.2018 16:30

Es gibt keinen Klimawandel!
Es gibt keinen Klimawandel!
Es gibt keinen Klimawandel!

.. und Burschenschaften haben nichts mit der FPÖ zu tun.....

.. sagt uns Burschenschafter Strache....

3 Bier drauf!

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FuerGerechtigkeit (1.462 Kommentare)
am 20.12.2018 16:38

Trink nicht soviel

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dachbodenhexe (5.667 Kommentare)
am 20.12.2018 14:51

Ich habe die vergangene Woche als sehr kalt empfunden.
Der Klimatologe Prof.Dr. Werner Kirstein hat auch das Klima bis vor 2000 Jahren betrachtet.
Im Jahr 79 war es bei uns extrem trocken und heiß und auch im Jahr 1473 war es Monate (28.2. bis 19.9.) so trocken sodaß die Donau fast ausgetrocknet war und man zu Fuß durch das Flußbett laufen konnte.
Nach 1900 gab es 12 extrem heisse Sommer aber auch 12 extrem kühle Sommer.
Diese Extreme gab es bei uns OHNE CO2 von Autos und OHNE Industrie.
Es lohnt sich einen Vortrag von Prof.Dr.Kirstein in Youtube anzusehen um ein bisschen vom derzeitigen Klimawahn geheilt zu werden.

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pepone (60.622 Kommentare)
am 20.12.2018 15:07

sodaß die Donau fast ausgetrocknet war und man zu Fuß durch das Flußbett laufen konnte.

das kannst heute auch da sie nicht tiefer als ca. 1 meter ist …
muasst nua aufpassen dosst ned von an schiff zsammgrammt wiast grinsen

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donau-walzer (514 Kommentare)
am 20.12.2018 18:02

Warum schreiben sie derartigen gefährlichen Unsinn wie "1 METER TIEFEN DONAU" ?? Von ihnen bin ich Besseres gewohnt.

Zur Information die aktuellen Messwerte z.B. in PASSAU

Passau Ilzstadt heute 17h: Mittel 499 cm.

Wollen sie Leichtgläubige gefährden?

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pepone (60.622 Kommentare)
am 20.12.2018 14:23

schon vor jahren habe ich geschrieben dass weihnachten zukünftig Wandertage werden grinsen

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( Kommentare)
am 20.12.2018 16:29

also wandern bin ich im Winter auch gegangen, hab halt die Schneeschuhe angehabt - meistens wenn mir die Wasserleitung eingefroren ist und ich vier Schläuche von der Quelle zum Haus verlegt habe.

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pepone (60.622 Kommentare)
am 20.12.2018 13:57

schon vor jahren habe ich geschrieben dass weihnachten zukünftig Wandertage werden grinsen

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MantaRochen1 (30 Kommentare)
am 20.12.2018 12:56

ich fahre Kurzstrecken immer mit meinem Diesel
mir ist es jetzt schon zu kalt hier

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