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Oberösterreichs Lebensmittelaufsicht: "2023 war das Jahr der Kakerlaken"

Von Daniel Gruber, 16. April 2024, 14:42 Uhr
Colony of Madagascar hissing cockroaches
(Symbolbild) Bild: colourbox.de

LINZ. Die Lebensmittelaufsicht Oberösterreich präsentierte am Dienstag ihren Tätigkeitsbericht 2023: Mehr als 6700 Betriebskontrollen, 543 Verstöße und acht Schließungen.

Kommt die Lebensmittelaufsicht Oberösterreich zum Kontrollbesuch kann sich bei den betroffenen Betrieben schon einmal Verzweiflung breit machen. "Es kommt auch vor, dass sich Betreiber weigern, aber es kommt niemand aus", sagt Leiterin Astrid Zeller. Für Umwelt-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) sind die strengen Kontrollen notwendig, das zeige der am Dienstag präsentierte Tätigkeitsbericht 2023.

"Deutlich mehr Schließungen"

21.563 Betriebe sind derzeit bei der Lebensmittelaufsicht Oberösterreich registriert. Die 30 Aufsichtsorgane führten im Vorjahr mehr als 6700 Betriebskontrollen durch - der Magistrat Linz führt selbstständig Kontrollen durch. In 543 Fällen wurden Verstöße festgestellt und acht Betriebe mussten von der Behörde sogar geschlossen werden. "Die Schließungen sind deutlich mehr als in den Jahren zuvor", sagt  Zeller, die 2023 als das "Jahr der Kakerlaken" bezeichnet. 

Vier Gastgewerbe und zwei Supermärkte wurden von Kakerlaken befallen. Die Küchenschaben wurden auf Lebensmitteln gefunden oder haben sich beispielsweise in der Kaffeemaschine eingenistet. Die Leiterin der Lebensmittelaufsicht führt das auf eine "mangelhafte Überwachung" zurück: "Es steht und fällt mit dem Betreiber und dessen Hygieneverständnis", betont Zeller.

Vögel hatten sich eingenistet

Zusätzlich musste ein Betrieb im Vorjahr zeitweise geschlossen werden, weil über Nacht der Strom ausgefallen war, wodurch Fleisch, Fisch und Milchprodukte nicht gekühlt wurden. "Und in einem Betrieb haben sich Vögel eingenistet. Wenn darunter Semmeln hergerichtet werden, ist das natürlich problematisch", sagte Zeller. 

Die Lebensmittelaufsicht begutachtet nicht nur die Örtlichkeiten, sondern nimmt auch Proben und schickt sie an die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) zur Untersuchung. Im Vorjahr gab es bei 4251 Proben 629 Beanstandungen (11,7 Prozent). Das sei ein erfreulicher Wert, denn von 2019 bis 2022 lag die Quote zwischen 12,5 und 14 Prozent. Mit 404 Fällen betraf der Großteil der Bemängelungen die falsche Kennzeichnung sowie irreführende oder täuschende Angaben.

Nach Social-Media-Mutprobe im Krankenhaus

Für den menschlichen Verzehr ungeeignet wurden 69 Proben eingestuft, darunter vor allem Hühnerfleisch, Fisch und Eis. Zwölf Proben erachteten die Prüfer als gesundheitsschädlich. Darunter waren mehrere Räucherfische mit Listerien, ein Stein in einer Konservendose, Spritzmittelrückstände auf Bohnen oder Salmonellen in abgepackten Salaten, aber auch drei Spielzeuge. Diese werden ebenfalls von der Lebensmittelaufsicht überprüft, beanstandet wurden dabei  abbrechende Plastikteile oder leichte Entflammbarkeit.

Die Lebensmittelaufsicht muss zudem auch den Warnmeldungen aus den Europäischen Schnellwarnsystemen RASFF (Lebensmittel) und RAPEX (Gebrauchsgegenstände und Kosmetika) beziehungsweise aus anderen Bundesländern nachgehen. Es gelte zu kontrollieren, ob die Produkte auch aus den heimischen Regalen verschwunden sind, berichtet Zeller. Mehr als 1700 solcher Meldungen gab es 2023. 210 Kontrollen wurden diesbezüglich bei Betrieben durchgeführt. Wie beispielsweise der Produktrückruf infolge der "Hot Chip Challenge",  einer Social-Media-Mutprobe, nach der im Vorjahr zwei deutsche Jugendliche mit Magenschmerzen sowie Haut- und Atemwegsreizungen im Krankenhaus landeten.

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Autor
Daniel Gruber
Redakteur Oberösterreich
Daniel Gruber
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6  Kommentare
6  Kommentare
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GunterKoeberl-Marthyn (17.991 Kommentare)
am 16.04.2024 20:43

Wer auf die "Empfehlungsliste" der Schädlingsbekämpfungsfirmen einen Einblick bekommt, der sieht dort sofort die nobelsten Adressen und auch die Krankenhäuser sind dort eingetragen, denn diese Schädlinge kommen nicht, weil es im Betrieb keine Sauberkeit gibt, sondern diese mit Koffern, in der Kleidung und was immer es auch an Transportwegen für Ungeziefer und Kakerlaken es auch gibt, eingeschleppt!
Es ist nur wichtig, dass sofortige Maßnahmen getroffen werden, diese Bekämpfung benötigt den Einsatz von Fachkräften, die sich da auskennen.
Also nochmals, der sauberste Betrieb kann von Schädlingen befallen werden, eine Einschleppung durch eine neidische Konkurrenz sollte auch in Erwägung gezogen werden. Es gibt nichts, was es nicht gibt!

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GunterKoeberl-Marthyn (17.991 Kommentare)
am 16.04.2024 20:45

.............an Transportwegen für Ungeziefer und Kakerlaken es auch gibt, eingeschleppt werden!

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Melinac (3.086 Kommentare)
am 16.04.2024 19:31

Muss man noch mehr schauen,wenn kann einkauft! Verpackte Salate , vorige Woche gab es genug Pfui Teufel n den Medien!

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teja (5.900 Kommentare)
am 16.04.2024 17:03

Im Feinkostladen Europas. Den Land der Kakalaken.

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elhell (2.148 Kommentare)
am 16.04.2024 17:40

Wen oder was?

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StevieRayVaughan (3.206 Kommentare)
am 16.04.2024 17:45

Den Rechtschreibung der Blaunen...

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