Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 21. September 2018, 04:51 Uhr

Linz: 25°C Ort wählen »
 
Freitag, 21. September 2018, 04:51 Uhr mehr Wetter »
Startseite  > Politik  > Außenpolitik

Erdogan kündigt Militärschlag gegen Kurden an

ERBIL. Die Türkei will nach den Worten ihres Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Kürze auch gegen kurdische Milizen im Irak vorgehen.

Meldungen aus den Regionen

Der türkische Staatschef Erdogan Bild: APA/AFP/ADEM ALTAN

Erdogan sagte am Mittwoch in Ankara, die "Terrornester im Nordirak" würden bei jeder Gelegenheit überprüft. "Wir werden bald sehr kräftig auf die dortigen Terroristen treten."

Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte vergangene Woche gesagt, die Türkei und die irakische Zentralregierung in Bagdad könnten eine gemeinsame Militäroperation gegen militante Kurden nach den irakischen Wahlen im Mai starten. In der syrischen Region Afrin geht die türkische Armee seit Jänner gegen die kurdische YPG-Miliz vor. Die Türkei erachtet die YPG als Terrororganisation und verlängerten Arm der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Die PKK unterhält in den Bergregionen im Nordirak eigene Militärstützpunkte in der Nähe der türkischen Grenze.

Erdogan sagte, er erwarte, dass die türkische Armee bis zum Mittwochabend die Stadt Afrin in der gleichnamigen syrischen Region vollständig eingenommen habe. "Ich hoffe, dass Afrin, so Gott will, bis zum Abend vollkommen fallen wird", sagte Erdogan bei einer Rede vor Ortsvorstehern in Ankara. Man wolle Zivilisten zunächst über einen Korridor nach draußen bringen. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sind in der Stadt und ihrem Umland mehr als 300.000 Menschen eingeschlossen.

Die Kämpfer der YPG dagegen würden "in der Hölle landen", so Erdogan. Am Dienstag hatte das Militär erklärt, den Ort eingekesselt zu haben. Ein YPG-Sprecher hatte diese Darstellung zurückgewiesen. Die jüngste Äußerung Erdogans bezeichnete die kurdische Seite als "Träumerei".

Kommentare anzeigen »
Artikel nachrichten.at/apa 14. März 2018 - 11:49 Uhr
Mehr Außenpolitik

"Ich habe keinen Justizminister": Trump erhöht Druck auf Jeff Sessions

WASHINGTON. US-Präsident hofft auf Rücktritt, einen Rauswurf vor den Zwischenwahlen scheut er.

Theresa May: Kampflustige Premierministerin

Die britische Regierungschefin kämpft verbissen für "ihren" Brexit-Deal – und gegen ihre Ablöse.

Causa Maaßen beschert Regierung Vertrauensverlust

BERLIN. Versetzung des Geheimdienstchefs ins Innenministerium bringt SPD-Chefin Nahles intern unter Druck.

Kim Jong-un will weiteres Treffen mit Donald Trump

PJÖNGJANG. Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un strebt einen zweiten Gipfel mit US-Präsident Donald Trump "zu ...

Deutschland: Erdogan verzichtet auf große Rede

BERLIN. Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan wird bei seinem Staatsbesuch in Deutschland (27.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS