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Kultur

Die Kunst freier Interpretation im Doppelpack

21. Februar 2018 00:04 Uhr

Die Kunst freier Interpretation im Doppelpack
Fred Frith

Fred Frith, Weltstar der freien Musik, gab in Oberösterreich ein doppeltes Gastspiel. Am Sonntag musizierte der Gitarrist, Komponist und Bandleader im Ottensheimer Gasthof zur Post, am Montag im Welser Schl8hof.

Beim ersten Termin spielte er ein spektakuläres Solo, am Montag leitete er den bunten Haufen des GIS Orchestras.

Vor Frith musizierte mit Christian "Gigi" Gratt einer der besten heimischen Improvisatoren ein Solo aus seinem auf Doppelvinyl erschienenen Jahreszeitenzyklus. Der "Winter" ist ein Stück für Solobassgitarre plus Elektronik. Sorgsam schichtet Gratt Klang auf Klang, schöpft so Kreativität aus dem Augenblick. Danach entwickelt Frith einen Klangbogen aus Gitarre und vielfältigem Extensions.

Zeichensprache

Ein eigenständiger, unverwechselbarer Kosmos, konzentriert und voller Spielwitz. In Wels setzte Frith einen Kontrapunkt. In einem Workshop hatte er das GIS Orchestra auf sich eingeschworen – dirigierte Improvisation war da das Thema. Eine Reihe von Zeichen wurde vereinbart, das Dirigat gab roten Faden und Struktur. Die rund zwanzig Musiker reagierten auf den kleinsten Fingerzeig. Da gibt es Gebläse, Gesang, Gitarren, Klavier, Trommler und Elektronics. Sogar eine Drehleier kommt vor. Die Sounds sind dicht und fein ausbalanciert. Ein Moment musikalischen Glücks. (haun)

Freie Musik: Fred Frith in Ottensheim und Wels

OÖN Bewertung:

 

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