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Zwölfjährige missbraucht: Auch Gewalt angewendet

Von nachrichten.at/apa, 01. März 2024, 13:45 Uhr
Bezirksinspektor Manuel Leitner und Major Florian Finda Bild: EVA MANHART (APA/EVA MANHART)

WIEN. Im Fall des mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs eines zwölfjährigen Mädchens in Wien durch 17 Beschuldigte ist in einem Fall auch Gewalt angewendet worden.

Die Wiener Polizei hat am Freitag im Fall des mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs einer Zwölfjährigen im Rahmen einer Pressekonferenz weitere Details bekanntgegeben. 

Demnach gelten 17 Personen als tatverdächtig, darunter zwölf minderjährige Burschen im Alter zwischen 14 und 18 und ein junger Erwachsener im Alter von 19. Zwei Verdächtige sind noch keine 14 Jahre alt, somit strafunmündig und können daher nicht strafrechtlich belangt werden. Zwei Täter sind noch unbekannt.

Die Beschuldigten und das Opfer hatten einander über einen der Verdächtigen kennengelernt, mit dem die damals Zwölfjährige zunächst Zärtlichkeiten ausgetauscht haben soll. Über diesen kam das Mädchen in Kontakt zu den weiteren Burschen, die einander alle aus Parkanlagen in Wien-Favoriten kannten.

  • Video: Zwölfjährige missbraucht

In weiterer Folge kam es zu Übergriffen, wobei sich diese auf einen Tatzeitraum zwischen Februar 2023 und Juni 2023 erstreckt und in Parks, Stiegenhäusern, Toilette-Anlagen und im zehnten Wiener Gemeindebezirk - Wohnort des Mädchens und der meisten Verdächtigen - stattgefunden haben sollen. In einem Fall wurde auch ein Hotelzimmer angemietet und das Mädchen laut Polizei von mehreren Burschen missbraucht.

Taten gefilmt und online gestellt 

Im April sei das Mädchen von einem 16 Jahre alten, aus Syrien stammenden Jugendlichen mit Gewalt zur Duldung geschlechtlicher Handlungen gezwungen worden, berichtete Florian Finda, stellvertretender Leiter des mit den Ermittlungen betrauten LKA Süd. Ob es sich dabei um eine Vergewaltigung oder ein anderes Missbrauchsdelikt gehandelt hat, "obliegt der rechtlichen Beurteilung der Staatsanwaltschaft", sagte Finda. In der Pressekonferenz war vom Verdacht auf schweren sexuellen Missbrauch einer Unmündigen (§ 206 StGB) sowie der Herstellung von sexualbezogenem Missbrauchsmaterial eines Kindes im Sinn des § 207a StGB die Rede. Demnach hatten die Täter die inkriminierten Handlungen teilweise gefilmt und sich über soziale Medien bzw. WhatsApp-Chats gegenseitig zugeschickt. Einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde das Material laut Polizei nicht.

Das Mädchen - die Betroffene ist inzwischen 13 Jahre alt und österreichische Staatsbürgerin - hatte im Oktober in Begleitung ihrer Mutter und ihres festen Freundes eine Polizeiinspektion aufgesucht und von den zahlreichen Übergriffen berichtet. Es wurde eine Opferschutzeinrichtung beigezogen und in weiterer Folge Anzeige erstattet. Die tatverdächtigen weisen unterschiedliche Nationalitäten auf: unter ihnen befinden sich Österreicher, Burschen mit türkischen Wurzeln, aber auch ein junger Italiener und ein junger Serbe. Sie sollen teilweise schon Vorstrafen aufweisen. In Bezug auf die Missbrauchshandlungen befindet sich aktuell keiner von ihnen in U-Haft.

Beschuldigte zeigten sich nur teilweise geständig 

Am 29. Februar wurden die 13 namentlich bekannten strafmündigen Verdächtigen zeitgleich zur Vernehmung gebracht, "um keine Absprachen zu ermöglichen", wie Finda sagte. Die Beschuldigten - die allesamt bereits polizeibekannt waren - zeigten sich dabei nur teilweise geständig bzw. leugneten die Taten. Ein Bursch soll nicht mit der Polizei kooperiert haben - er wurde wegen Widerstands die Staatsgewalt vorübergehend festgenommen. Das Mädchen, wird von einer Opferschutzeinrichtung betreut.

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