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Blutspur in Werkstatt: Weiter keine Spur von vermisstem Schlosser

Von nachrichten.at/apa   07. August 2011 14:28 Uhr

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Bild 1/14 Bildergalerie: Suche nach vermisstem Manfred Hofer

ST. ROMAN. Auch am Sonntag gab es keine Spur zu einem 38-jährigen Schlosser, der seit Freitag früh aus Kopfing/St. Roman bei Schärding in Oberösterreich vermisst wird. Am Sonntag suchte ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera noch einmal die Gegend ab, jedoch erfolglos.

Der 38-Jährige dürfte am Freitag bereits gegen 5 Uhr früh zu arbeiten begonnen haben. Rund zwei Stunden später bemerkte ein Kunde die Blutlacke. Die Ehefrau des Schlossers erstattete Vermisstenanzeige, nachdem sie ihren Mann nicht finden konnte. An beiden Türklinken des Werkstatteingangs befanden sich Blutspuren, ebenso noch vor der Werkstatt, danach verlor sich die Spur.

Dreiviertel Liter Blut

„Wir ermitteln auf Hochtouren. Die Umstände des Verschwindens des Mannes sind für uns äußerst verdächtig“, sagten die Kriminalisten Freitagnachmittag. DNA-Untersuchungen sind noch ausständig, bei der Polizei vermutete man jedoch, dass es sich sehr wahrscheinlich um das Blut des Mannes handelte. Rund ein dreiviertel Liter wurde in der Werkstatt gefunden.

„Es sieht so aus, als ob der Verletzte in einen Wagen verfrachtet wurde“, sagen Ermittler. „Natürlich könnte er auch selbst in ein Auto gestiegen sein. Wir fanden aber nur Fußspuren von einer Person.“

Recherchen in Krankenhäusern ergaben keine Hinweise auf Manfred Hofer. „Mit diesen Wunden muss der Verletzte aber ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen, sonst wäre es sehr kritisch für ihn“, sind die Beamten überzeugt.

Groß angelegte Suchaktion

Freitag wurde die Umgebung des Hauses in Kopfing großräumig nach dem Schlosser durchkämmt. Rund 100 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, eine Hundestaffel und ein Hubschrauber beteiligten sich daran. Fünf Taucher suchten einen Teich bei einem Steinbruch ab. Die Suche verlief aber ergebnislos. Auch Suchhunde der Polizei sowie Rettungshunde des Österreichischen Roten Kreuzes sind im Einsatz.

Nachdem die Suche Freitagabend ergebnislos abgebrochen werden musste, wurde sie Samstagvormittag wieder aufgenommen. Insgesamt elf Feuerwehren mit ca. 80 Einsatzkräften durchkämmten nochmals das gesamte Gebiet rundum die Werkstätte des Vermissten.

Zusätzlich wurden Wärmebildkameras am Boden eingesetzt, die Suchtrupps wurden auch durch zahlreiche Rettungs- und Suchhunde von unterschiedlichen Organisationen unterstützt. Außerdem waren Taucher des Einsatzkommandos Cobra vor Ort, um weiter Teile des nahe gelegenen Steinbruchsees zu durchsuchen.

Da es bis Samstagabend keine Spuren gab, wurde die gesamte Suchaktion gegen 17 Uhr abgebrochen.

Hellseherin gab "Tipp"

Unterdessen meldete sich eine Hellseherin bei der Polizei, die zu wissen glaubte, wo sich der 38-Jährige befindet. Gerhard Gierlinger von der Polizei bestätigte dies. Die Frau gab telefonisch den "Tipp", der Vermisste liege in einer Grube in der Sonne. Solchen Hinweisen, die so allgemein gehalten sind, könne man jedoch nicht nachgehen, so Gierlinger. Es gebe tausende Gruben und in ganz Oberösterreich habe am Samstag die Sonne gescheint. Auch weitere Hellseher hätten sich bereits gemeldet, bei solchen Fällen komme das immer wieder vor.

Über Medienberichte, nach denen in der Werkstatt ein blutiges Stanley-Messer gefunden wurde, wollte Gierlinger aus ermittlungstechnischen Gründen nichts sagen. Weiters habe der Mann auch keine nennenswerten Schulden gehabt - jedenfalls nicht in der Höhe, die eine Verzweiflungstat rechtfertigen würden.

 

 

 

 

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