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Oberösterreich

"Pfingstkirchen"-Cluster stagniert, 20 neue Fälle in Oberösterreich

Von nachrichten.at/apa   14. Juli 2020 16:57 Uhr

(Symbolbild)

LINZ/WIEN. Der Zuwachs an neuen Corona-Fällen in Oberösterreich ist im Vergleich zum Vortag leicht zurück gegangen.

20 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus meldete der Krisenstab des Landes Oberösterreich am Dienstagnachmittag. Zum Vergleich: Am Montag waren 25 neue Fälle hinzugekommen. Im am stärksten vom Corona-Virus betroffenen Bundesland gibt es damit derzeit 529 aktiv Erkrankte, am Montag waren es 545 gewesen. Die meisten Fälle (160) wurden weiterhin aus dem Bezirk Linz-Land gemeldet. 113 Fälle gab es in der Stadt Linz, 44 im Bezirk Perg und 43 in der Stadt Wels.

28 Patienten mussten in Krankenhäusern behandelt werden, einer davon auf der Intensivstation. Die Zahl jener Menschen, die sich in Quarantäne befanden, ist auf knapp unter 3000 gesunken. Zurückgegangen ist auch die Zahl der Testungen. 806 Corona-Tests wurden am Montag durchgeführt, am vergangenen Freitag waren es mehr als 2000 gewesen. 

"Pfingstkirchen"-Cluster unter Kontrolle

Positive Neuigkeiten gab es, was den Cluster der "Pfingstkirche Gemeinde Gottes" betrifft: Dieser habe sich laut Informationen des Landes nicht weiter ausgeweitet und stagniere bei 234 Fällen. Der Leiter der 32 Mitglieder umfassenden rumänischen "Pfingstgemeinde Himmelstor", Sebastian Nicola, hatte in der ORF-Sendung Thema Montagabend vermutet, dass sich einige Gemeindemitglieder bei einer Geburtstagsparty angesteckt haben könnten: "Und natürlich, mein Bruder ist bei der Gemeinde, der war dann bei mir zu Hause, ein anderer war bei seiner Schwester zu Hause - und so ist das hauptsächlich passiert. Aber wir können nicht ausschließen, dass es auch in der Gemeinde weitergegeben worden ist, also in der Kirche selbst", erklärte er mögliche Verbreitungswege.

Video: "Thema"-Moderator Christoph Feuerstein spricht im Studio über die aktuellen Coronavirus-Entwicklungen im Land

Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) zeigte sich zuversichtlich, dass in Linz der Peak bei den Infektionen erreicht wurde. Der "Pfingstkirchen"-Cluster sei unter Kontrolle und "die ersten Erkrankten genesen bereits wieder", meinte er. Allerdings hätten Experten ein "Auf und Ab der Zahlen vorausgesagt". Auch in Linz ging die Zahl der Kranken von Montag auf Dienstag um 20 auf 113 zurück.

Fokus auf Reiserückkehrer

Besonderes Augenmerk legt das Land derzeit auf Fälle, die von Reisenden ausgehen. Der größere oberösterreichweite Cluster der Reiserückkehrer vor allem aus dem Westbalkan mit 48 Fällen innerhalb der vergangenen zwei Wochen ist unverändert geblieben. So befanden sich weder am Montag noch am Dienstag unter den allen neu Infizierten Reisende.

Auch wenn sich laut Krisenstab des Landes in der Fleischerei Derntl in Leonding zwischen 6. und 11. Juli mehrere positiv getestete Personen aufgehalten haben dürften, sei der Cluster der Fleischverarbeiter in Oberösterreich ohne "Auffälligkeiten". Es gab am Dienstag keine neuen Fälle. Vergangene Woche waren in vier Unternehmen, insgesamt 13 Mitarbeiter im Rahmen von Screenings positiv getestet worden.

Insgesamt ist die Situation rund um SARS-CoV-2 in Österreich von relativer Stabilität geprägt. Nach mehreren Tagen mit mehr als hundert Neuinfektionen bis zum Wochenende hin waren es von Montag auf Dienstag wieder 73. Am Montag war von 51 Fällen berichtet worden.

Bisher gab es in Österreich 19.021 positive Testergebnisse, gab das Innenministerium am Dienstag bekannt. Mit aktuellem Stand (14. Juli 2020, 9.30 Uhr) sind bisher österreichweit 709 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben, 17.073 sind wieder genesen. Derzeit befänden sich 83 Personen aufgrund von Covid-19 in Krankenhausbehandlung, davon neun auf Intensivstationen.

Die Neuinfektionen seit Montag nach Bundesländern:

  • Wien: 38
  • Oberösterreich: 20
  • Salzburg: 6
  • Steiermark: 4
  • Tirol: 4
  • Vorarlberg: 1
  • Burgenland: 0
  • Kärnten: 0
  • Niederösterreich: 0

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