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Ludwig Pasch: Sein größter Wunsch ist ein Haus der Kultur-Begegnung

Von Von Gerd Rabe, 19. März 2009, 00:04 Uhr
Ludwig Pasch: Sein größter Wunsch ist ein Haus der Kultur-Begegnung
Von der Verfolgung über das Gefängnis bis zum Arbeitsdienst und die russische Gefangenschaft habe ich alles erlebt.}Ludwig Paschbekannt als „Vater Pasch“ Bild: rabe

RIED. Ludwig Pasch ist nicht nur Vater der Schulspatzen, sondern vor allem eines: ein Menschenfreund. Er blickt dankbar zurück auf 90 Jahre, die schnell vergangen sind.

Ludwig Pasch wurde vor 90 Jahren geboren, als eines von 13 Kindern. Er war Armenschüler, wurde Lehrer. Und er war wohl der erste Europäer in Ried, der sich mit Musik, Tanz und Spiel der Völkerverständigung widmete. Mit seinen Schulspatzen war er in ganz Europa unterwegs und ganz Europa war zu Gast in Ried, als noch niemand von einem vereinten Europa zu träumen wagte.

„Von der Verfolgung über das Gefängnis bis zum Arbeitsdienst und die russische Gefangenschaft habe ich alles erlebt, aber ich erlebte auch die Gnade, am 25. August 1945 nach Hause zurückkehren zu können“, erinnert sich Dr. Ludwig Pasch. Der Doktor der Philosophie kam 1962 dazu, aber er erwähnt ihn nur auf Nachfrage. Sein Leben waren die Schule, die Kulturarbeit, die Kinder, sein Studium.

Der letzte Fußgänger

Schon 1945 hat er einen Chor gegründet und ist zum Adventsingen ins Armen- und Altenheim in die Kellergasse ausgerückt. Anderen eine Freude zu machen, war immer sein Ziel und das gilt bis heute. Nach den „Urspatzen“ hat er die Schulspatzen gegründet. „Ich trommelte Junglehrer zusammen, wir fuhren in die Pfarren von Ried, zeigten vor, was kulturell möglich ist und wurden so zum Multiplikator“, erzählt er.

Aber er lebt nicht in der Vergangenheit. Pasch lebt in der Gegenwart! „Mit 80 habe ich mir den ersten Computer angeschafft, ich bin froh darüber, habe ich doch alle meine Chroniken digitalisiert“, sagt er. Obwohl er einen Führerschein besitzt, hat er nie ein Auto gehabt. „Ich bin wohl der letzte Fußgänger des Innviertels“, meint er verschmitzt.

Jeden Tag ins Büro

Pasch lebt noch einen regelmäßigen Tagesablauf. Jeden Tag ist er in seinem Büro, dem Fundus der Schulspatzen, wo er vor- und nachmittags arbeitet, mit Gästen musiziert und auch komponiert. Er spielt neben dem geliebten Hackbrett Gitarre, Violine, Flöte. Regelmäßige Saunabesuche gehören zum zweimaligen Ritual pro Woche.

Ludwig Pasch spricht von einem erfüllten Leben, einer Gnade, dass er das Jetzt noch erleben darf. Die tiefe Gläubigkeit ist ihm eine Stütze und Hoffnung. Pasch ist auch ein uralter SV-Ried-Anhänger. Demnächst wird er beim Heimspiel gegen den LASK als VIP dabei sein.

Hat man mit 90 Wünsche? „Ja, das Haus Hauptplatz 43 möge zum Haus der Begegnung für Volkskultur werden!“ Wer das Haus mit dem romantischen Innenhof kennt, kann dem nur beipflichten. Es wäre eine gute Möglichkeit, die Idee von Vater Pasch über seine Zeit hinaus zu pflegen.

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