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Oberösterreich

Bezirk Braunau: 7-Tage-Inzidenz weiter gestiegen

18. September 2021 00:04 Uhr

Bezirk Braunau: 7-Tage-Inzidenz weiter gestiegen
Geimpft, getestet oder genesen: Wer den Bezirk Braunau verlassen will, muss seit heute die 3-G-Regel erfüllen.

BRAUNAU. Seit heute wird an den Bezirksgrenzen der 3-G-Nachweis kontrolliert. Wer den Nachweis nicht erbringt, darf nicht ausreisen.

Getestet, geimpft oder genesen? Alle, die den Bezirk Braunau verlassen wollen, müssen seit heute, Samstag, mit 3-G-Kontrollen rechnen und den entsprechenden Nachweis (Impfnachweis, Nachweis über eine in den vergangenen 180 Tagen überstandene Infektion oder negatives Testergebnis) dabeihaben. Ohne Nachweis "ist ein Überschreiten der Bezirksgrenzen nicht möglich", heißt es aus dem Krisenstab des Landes.

"Menschen, die den Nachweis nicht erbringen können, müssen wir auffordern, sich zu testen oder testen zu lassen", sagt David Furtner, Sprecher der Landespolizeidirektion. Die Exekutive führt die Kontrollen stichprobenartig durch. Unterstützung kommt von Bundesheer-Soldaten.

Achtung bei Testgültigkeit

Ein Antigen-Schnelltest darf bei der Kontrolle nicht älter als 24 Stunden sein, ebenso wie ein selbst durchgeführter "Wohnzimmertest". Ein PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Für Kinder bis zwölf Jahren gilt die Nachweispflicht nicht. Auch Menschen, die einen unaufschiebbaren Behörden- oder Gerichtstermin wahrnehmen müssen, sind ausgenommen.

  • Video: Reaktionen aus Braunau zu den Ausreisekontrollen

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Durchimpfungsrate zu steigern, denn damit können wir die Maßnahmen schneller wieder auslaufen lassen", sagt Bezirkshauptmann Gerald Kronberger. Wie berichtet, gilt seit Mitternacht für den Bezirk die sogenannte Hochinzidenz-Verordnung. Denn die Impfquote im Bezirk liegt weiter knapp unter 50 Prozent und der Inzidenzwert betrug an sieben aufeinanderfolgenden Tagen mehr als 300. Gestern ist die 7-Tage-Inzidenz im Bezirk weiter gestiegen – von 339 auf 355,9.

Insgesamt haben im Bezirk Braunau bisher nur 20 von 46 Gemeinden eine Quote von 50 Prozent erreicht. Schlusslicht ist weiter die Gemeinde Auerbach mit rund 33 Prozent Vollimmunisierten. Einen öffentlichen Aufruf zur Impfung hält Bürgermeister Josef Seidl (VP) auf OÖN-Anfrage aber nicht für notwendig.

Die Bezirks-Impfquote betrug gestern 49,3 Prozent, das ist um 0,1 Prozentpunkte mehr als am Vortag. Um 50 Prozent zu erreichen, wären rund 700 zusätzliche voll-immunisierte Personen im Bezirk Braunau erforderlich.

Parallel zu den Ausreisekontrollen wird das Test- und Impfangebot im Bezirk ausgeweitet: so in der Stadt Braunau, in Altheim und Mattighofen. Zudem stehen ab kommender Woche 70.000 Stück "Wohnzimmertests" zur Verfügung. Auch die Impfbusse werden verstärkt zum Einsatz kommen. "Nur wenn sich möglichst viele Menschen impfen lassen und sich an die Hygienemaßnahmen halten, können wir das Fallgeschehen eindämmen", appelliert Kronberger.

Auch österreichweit hat der Bezirk Braunau die höchste 7-Tage-Inzidenz, knapp gefolgt von Krems-Stadt. Dort gibt es keine Ausreisekontrollen, weil die Impfquote in Krems bei 62 Prozent liegt. Leicht gesunken ist die 7-Tage-Inzidenz im Braunauer Nachbarbezirk Ried – von 281,4 auf 274,9. Im Zusammenhang mit der Rieder Messe sind 15 Corona-Fälle bekannt. Wieder deutlich gestiegen ist die 7-Tage-Inzidenz in Wels.

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