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Unfallgefahr durch Selfies: Foto-Verbot in Barcelona

Von Katrin Fischer, 19. April 2024, 14:50 Uhr
Sagrada Familia
Die "Sagrada Família" zählt zu den berühmtesten Bauwerken der Welt – und das, obwohl sie noch nicht einmal fertig ist. Bild: AdobeStock

Kameras sind hier nicht gern gesehen: An diesem Ort in Barcelona dürfen Reisende keine Bilder mehr machen.

Wer vor dieser Kirche steht, glaubt, einen richtigen Palast zu sehen. Gemeint ist die sogenannte "Sagrada Família". Bekannt für ihre hohen Türme wurde sie über die Jahre zum Wahrzeichen von Barcelona (sprich: barsälona), einer Stadt in Spanien. Expertinnen und Experten sprechen von einem Meisterwerk. Deshalb gehört die "Sagrada Família" auch zu den berühmtesten Bauwerken der Welt. Und das, obwohl die Kirche noch gar nicht fertig ist. Seit 140 Jahren wird daran gebaut. Das hält Urlauberinnen und Urlauber aus aller Welt trotzdem nicht davon ab, dieser Kirche einen Besuch abzustatten. Doch genau das wird immer mehr zum Problem.

Selfies sorgen für Ärger

Anstatt die berühmte Kirche einfach nur zu betrachten, knipsen viele Besucherinnen und Besucher Dutzende Fotos. Damit nicht alle Bilder und Videos gleich aussehen, suchen die Menschen immer wieder neue Blickwinkel auf die "Sagrada Família". Und wie es scheint, haben sie kürzlich eine Ecke gefunden, die besonders atemberaubend aussieht. Für ihre Videos nutzen die Leute den U-Bahn-Ausgang vor der Kirche. Dazu stellen sie sich auf eine Rolltreppe und beginnen zu filmen. Währenddessen wird im Hintergrund allmählich die "Sagrada Família" sichtbar.

Doch genau solche Aufnahmen sind nun verboten. Denn viele Menschen entdeckten diese Rolltreppe für sich und versuchten dort immer wieder Fotos und Videos zu machen. Weil sie dabei ständig den Platz blockierten, kam es allerdings immer wieder zu Unfällen und Menschenschlangen. Die Stadt sah sich also gezwungen zu handeln, weshalb Selfies nun verboten sind. Eigene Verbotsschilder und Wachmänner sollen die Menschen an Aufnahmen hindern.

Weltweites Problem

Es ist nicht das erste Mal, dass Selfie-Jäger ihr Umfeld gefährden. In Wales (sprich: wejls), das ist ein Land in Großbritannien, gibt es immer mehr Touristen, die wild lebende Ponys gefährden. Auf der Jagd nach Selfies rücken die Menschen den Wildtieren nämlich gefährlich nahe. Ein neugeborenes Fohlen ist deshalb in Panik geraten und von einer Klippe in den Tod gestürzt. Mehr dazu liest du hier.

Aber auch respektloses Verhalten ist immer wieder ein Thema. Manche steigen für den "perfekten" Schnappschuss halb nackt auf Berge und beginnen aus Spaß zu tanzen. Ohne zu wissen, dass sie sich gerade an heiligen Orten aufhalten. Also Stätten, die der Bevölkerung sehr viel bedeuten und wo eigentlich so etwas wie Kleider- und Benimmregeln herrschen. Genau das ist auf Bali passiert, weshalb die Politiker der Insel sogar überlegen, bestimmte Berge für Gäste sperren zu lassen. Was es damit auf sich hat, haben wir hier zusammengefasst.

Das ist ein Artikel aus der aktuellen Ausgabe der KinderNachrichten – der Wochenzeitung der OÖNachrichten für 6-12 Jährige. Nähere Infos: www.kindernachrichten.at oder gleich gratis testen: www.kindernachrichten.at/testen

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