Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 22:52 Uhr

Linz: 0°C Ort wählen »
 
Mittwoch, 12. Dezember 2018, 22:52 Uhr   °C ·  mehr Wetter »
Anzeigen  > Karriere

Diskussion: Wie sich die Welt der Arbeit wandeln wird

LINZ. Mehr Selbstverantwortung, neue Kommunikationskanäle und veränderte Führungskultur.

Diskussion: Wie sich die Welt der Arbeit in den nächsten Jahren wandeln wird

Roland Girtler, Michael Bartz, Lorenzo Tural Osorio, Xenia Bussowa, Karin Reiter (v.l.) Bild: Mozart

"Der Angestellte, der sich einfach zurücklehnt und wartet, bis er einen Auftrag erhält, wird ein Nischendasein führen", sagte FH-Krems-Professor Michael Bartz diese Woche bei einem Pressegespräch in Linz. Bartz war Hauptredner beim diesjährigen Forum IC der Wirtschaftskammer-Sparte Information+Consulting (IC), das sich mit dem Wandel in der Arbeitswelt beschäftigte.

Bartz sprach davon, dass der Grad an Selbstverantwortung für die Arbeitnehmer zusehends steigt und sich Organisationsformen verändern würden. "Es gibt Unternehmen, die keinen obersten Chef mehr haben, wo die Organisation oft projektbezogen funktioniert", sagte Bartz.

Einen Wandel in der Arbeitswelt sieht auch der in Spital am Pyhrn aufgewachsene Kulturwissenschafter Roland Girtler: "Die Arbeit wird nicht mehr als das gesehen, was den Menschen primär ausmacht und ihn definiert." Die Menschen hätten heute verschiedene Identitäten und würden sich parallel mit sehr unterschiedlichen Dingen beschäftigen.

"Auch wenn es noch nicht in allen Bereichen wahrgenommen wird, ändert sich die Welt radikal", sagte IC-Spartenobmann Christof Schumacher. Neu sei auch, dass das Wissen nicht mehr nur von den Älteren zu den Jüngeren transferiert wird, sondern oft auch umgekehrt. Daher war zur anschließenden Podiumsdiskussion auch der 14-jährige deutsche Internet-Unternehmer Lorenzo Tural Osorio geladen. "Die Kommunikationskanäle ändern sich, und auch das klassische Büro wird nicht mehr benötigt", sagt Tural Osorio. Bei Veränderungsprozessen müssten Unternehmen genau beobachten, ob der Kulturwandel auch wirklich in den Köpfen der Chefs und Mitarbeiter angekommen ist. Erst dann dürfe man nach außen kommunizieren, um weiterhin glaubwürdig zu bleiben.

Über Veränderungen bei der Mitarbeitersuche sprach Runtastic-Personalchefin Xenia Bossowa: "Der Bewerbungsprozess ist so komplex, dass wir bei der Entscheidung stark auf Empfehlungen unserer bestehenden Mitarbeiter setzen. Auch die Wechselbereitschaft der Arbeitnehmer ist extrem hoch."

Unternehmensberaterin Karin Reiter erwähnte eine neue Leitungskultur in den Firmen: "Es geht ums Umlernen und Loslassen. Die neuen Chefs haben nicht mehr den Anspruch, alles zu wissen und alles steuern zu müssen, sondern überlassen vieles der Selbststeuerung."

Kommentare anzeigen »
Artikel 28. November 2015 - 00:04 Uhr
Mehr Studieren neben dem Job

FH OÖ: Job und Studium vereinen

68 Studien, 25 davon berufsbegleitend – das Bildungsangebot der FH OÖ ist vielfältig, Studierende und ...

5 Tipps zum berufsbegleitend Studieren

Am Wochenende bzw. Abend schon was vor? Wenn nicht, dann lesen Sie ruhig weiter.

FH OÖ-Absolvent spart Banner 500.000 Euro

Michael Wiesbauer hat im berufsbegleitenden Masterstudiums „Mechatronik/Wirtschaft“ Praxis und Theorie ...

Erfolgsgeheimnis: Berufsbegleitend

Wer in puncto Job schnell etwas erreichen will, ist mit einem berufsbegleitenden Studium an der FH OÖ ...

Studienbefähigungslehrgang neu in Braunau

Auf kurzem Weg zum Studium: Ab Herbst 2019 werden Personen mit facheinschlägigem Lehrabschluss bzw.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS