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Kauf OÖ: "Nachhaltige Effekte über die Krise hinaus"

Von Elisabeth Prechtl   14.April 2020

Kauf OÖ: "Nachhaltige Effekte über die Krise hinaus"
Jürgen Ebert

In der Krise auch das Positive sehen – das versuchen aktuell viele Unternehmen aus dem Lebensmittelbereich, die keine eigenen Filialen betreiben, sondern ihre Produkte über Supermärkte und die eigenen Onlineshops vertreiben. "Die Kunden kaufen alle möglichen Produkte online. Nur der Lebensmittelbereich hinkte da noch ein wenig hinterher", sagt Jürgen Ebert,  Geschäftsführer von "Pastafani", einem Online-Nudelshop aus Linz, spezialisiert auf Pasta mit Geschmack.

Kauf OÖ: "Nachhaltige Effekte über die Krise hinaus"
Jürgen Ebert

Ebert hat Pastafani 2017 gemeinsam mit seinem Bruder Markus, einem gelernten Koch, gegründet. Heute sind sieben Mitarbeiter beschäftigt, im Shop (pastafani.com) gibt es 28 unterschiedliche Produkte: Von Chilinudeln über verschiedene Pestos bis hin zum Knoblauchöl – Pastafani greift dabei auf ein österreichweites Netzwerk an Produzenten zurück.

Die Produkte sind auch in mehr als 100 Filialen von selbstständigen Kaufleuten erhältlich. Außerdem wurden bis vor kurzem Thermen und Gastrobetriebe beliefert: Dieses Standbein ist im März im Zuge der Corona-Krise völlig weggebrochen: "Wir sind ein junges Unternehmen und haben derzeit viele Sorgen. Zum Glück gibt es unseren Onlineshop – so verzeichnen wir keinen Totalausfall", sagt Ebert. Viele Käufe kämen aus der Region, "das macht echt froh".

Ebert ist auch optimistisch, dass es nachhaltige Effekte über die Krise hinaus gibt: "Die Digitalisierung im Lebensmitteleinkauf erlebt ihren Durchbruch." Das sei vorher nicht möglich gewesen.

Die Bärenhöhle brummt

Sehr gut besucht ist auch der Müslibär-Onlineshop. "Wir verzeichnen deutlich mehr Zugriffe, der Bestellwert ist zum Teil doppelt oder dreimal so hoch wie sonst", sagt Gründer Florian Zagler aus Braunau. Die Kunden würden handgemachte Müslis und Crunchys aus Biozutaten für bis zu 100 Euro pro Bestellung kaufen: "Die Leute sind zu Hause, nehmen sich Zeit zum Frühstücken", sagt Zagler.

Florian Zagler
Florian Zagler

Die Müslibär-Produkte werden auch in Supermärkten verkauft, hier sei die Nachfrage ebenfalls gut. Statt an vier werde nun an sechs Tagen produziert, die sechs Mitarbeiter seien voll ausgelastet: "Die Bärenhöhle brummt".

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18. Oktober 2021