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Die Krankheit der vielen Gesichter

Von Sonderthemen-Redaktion   10. Mai 2022

Das bekannteste Parkinson-Symptom ist das Zittern der Hände.

Mehr als 20.000 Österreicherinnen und Österreicher leiden an Morbus Parkinson.

Die Bilder der zitternden Box-Legende Mohamed Ali gingen um die Welt. Er litt unter der Parkinson-Krankheit.  Inzwischen gibt es wissenschaftlich kaum noch Zweifel, dass durch ständige Kopfschläge ausgelöste Hirnverletzungen das Risiko für dieses Leiden erhöhen. In den meisten Fällen aber ist die Ursache nicht klar. So auch beim unter anderem durch die Hollywood-Filmreihe „Zurück in die Zukunft“ bekannten Schauspieler Michael J. Fox, der noch ziemlich jung war, als die Krankheit bei ihm ausbrach. Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie entsteht durch einen Funktionsverlust jener Gehirnzellen, die den Botenstoff Dopamin produzieren. Parkinson bedeutet mehr als ruckartige Bewegungen: Patienten leiden nicht nur unter motorischen Störungen, sondern auch unter kognitiven Einschränkungen bis hin zur Demenz.

Gerätegestützte Therapie

Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Krankheit nach Alzheimer. Sie beginnt meist zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr, sehr selten vor dem 40. Lebensjahr. Männer sind öfter betroffen als Frauen. Es gibt aktuell noch keine Möglichkeit, die Erkrankung zu verhindern oder ihr Fortschreiten zu stoppen. Die Symptome sind aber medikamentös gut behandelbar. Mit der Zeit lässt die Wirkung der Tabletten allerdings nach und eine häufigere Einnahme kann erforderlich werden. Der Anstieg der Pillenlast wirkt sich oft einschränkend auf die Lebensqualität der Patienten aus: Pünktliches Einnehmen vor den Mahlzeiten und häufige Wirkschwankungen mit den gefürchteten OFF-Phasen (Phasen der Unbeweglichkeit) erschweren den Alltag. Experten sprechen dann vom fortgeschrittenen Morbus Parkinson. Verspricht eine weitere Anpassung der bisherigen Therapie nicht mehr den gewünschten Effekt, stehen gerätegestützte Therapieoptionen zur Auswahl. Dabei werden durch kontinuierliche Medikamenten-Abgabe in Form von Pumpentherapien oder Stimulation von bestimmten Bereichen im Gehirn Wirkschwankungen vermieden und die Pillenlast wird reduziert. Das führt zu einem Mehr an Lebensqualität.

Informationen

Als Plattform rund um das Thema bietet meinparkinson.at Informationen über die Erkrankung, Material zum Download, Tipps für Angehörige sowie Vernetzungsmöglichkeiten mit den Organisationen, die sich der Erkrankung widmen.