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Marita Kramer macht es im Weltcup wieder spannend

22.März 2021

Marita Kramer macht es im Weltcup wieder spannend

Die Enttäuschung über zwei vierte Plätze bei der nordischen WM in Oberstdorf hat Skispringerin Marita Kramer offenbar mühelos überwunden. Die 19-jährige Salzburgerin flog im russischen Nischnij Tagil zu zwei Siegen und macht damit das Rennen um den Gesamt-Weltcup wieder spannend. Die Slowenin Nika Kriznar, gestern Zweite, führt nun fünf Punkte vor Sara Takanashi (Jpn) und 91 vor Kramer. Das Finale diese Woche in Tschaikowski, wo je ein Einzel-Bewerb von der Normalschanze und von der Großschanze ausgetragen wird, verspricht Spannung.

"Es wird schwierig, aber solange theoretisch die Chance besteht, kämpfe ich weiter mit aller Kraft um die Kristallkugel", sagt Kramer zu ihrer Ausgangsposition. Im Vorjahr hatte ihre ÖSV-Teamkollegin Chiara Hölzl als Gesamtzweite diese um nur 65 Zähler verpasst. Die im holländischen Apeldoorn geborene Kramer kann im Finish sicher auf ihre starken Nerven zählen. "Sie springt auf so hohem Niveau, dass sie nichts aus der Ruhe bringt", sagt auch ihr Cheftrainer Harald Rodlauer.

Auch ein Teambewerb steht noch auf dem Programm, und der wird die Entscheidung im ebenfalls spannenden Nationencup herbeiführen. Titelverteidiger Österreich, in Oberstdorf auch zu Team-Gold gekommen, liegt aktuell nur 31 Zähler hinter Slowenien und hat gute Chancen, den Leader noch abzufangen.

Weil nicht nur Kramer derzeit abliefern kann. Auch Team-Oldie Daniela Iraschko-Stolz zeigte mit Rang vier gestern aufsteigende Form. "Nischnij Tagil war von den Sprüngen her wieder ein Schritt vorwärts", sagte die 37-jährige Steirerin, die Kramer bei der WM viel Trost spendete.

Herren-Finale in Planica

Nach den Corona-bedingten Absagen der zahlreichen Norwegen-Events segeln diese Woche auch die Skisprung-Herren noch einmal von einer Schanze. Bei drei Flug-Einzelbewerben auf dem Bakken in Planica steigt der Saison-Kehraus.

Für Weltmeister Stefan Kraft war die längere Pause nach dem anstrengenden Programm zuletzt in Oberstdorf genau das Richtige. Auch weil der Rücken des 27-Jährigen in diesem Winter immer wieder zwickte. "Die Akkus sind aufgeladen, und Skifliegen taugt mir immer", sagt der Weltrekord-Halter (253,5 Meter) aus Salzburg.

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07. Mai 2021