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Gold soll für Lamparter erst der Anfang gewesen sein

06.März 2021

Klaus Sulzenbacher, Mario Stecher, Felix Gottwald, Bernhard Gruber und nun also der erst 19-jährige Johannes Lamparter – Österreichs Nordische Kombination hat nach glorreicher Vergangenheit spätestens seit diesem Donnerstag wieder einen neuen Superstar. Der Weltmeistertitel auf der Großschanze bei der WM in Oberstdorf soll für den Tiroler erst der Anfang einer großen Serie sein. Bereits heute im Teamsprint (10/15 Uhr, live auf ORF 1) kann Lamparter mit Lukas Greiderer bei diesen Titelkämpfen auf Gold und Bronze vom Staffelrennen noch nachlegen.

ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen ist mit dem Erreichten aber schon jetzt hochzufrieden. "Was oft kritisiert worden ist, hat ihm diesmal sicher geholfen", bezog sich Eugen auf das Normalschanzen-Einzel, als Lamparter in der Loipe das Tempo gemacht hatte, letztlich aber Siebenter wurde. "Er ist da allein vorne im Wind gelaufen, er kann einfach so ein Tempo gehen." Und der Coach ist überzeugt, dass noch mehr kommt. "Johannes wird jetzt von Trainingsjahr zu Trainingsjahr stabiler, auch noch besser im Laufen. Wenn er gesund bleibt, bin ich überzeugt, dass es nicht seine einzigen Medaillen sind."

"Es ist keine einfache Sportart"

Für die Kombination in Österreich würden Siege wie jener Lamparters, aber auch das Bronze im Team immens viel bedeuten, wie Eugen betonte. "Es ist total wichtig für uns. Wir sind eine kleine, feine Truppe in Österreich. Den Standard, den Level wollen wir halten." Mit den Erfolgen käme das Interesse der Medien und die Aufmerksamkeit. Eugen: "Das sollte zu den Kindern runtergehen. Es ist keine einfache Sportart. Aber es ist eine irrsinnig schöne Sportart, weil man verschiedene Elemente trainieren kann."

Nicht unerwähnt lassen wollte der 44-jährige Steirer das gesamte Betreuerteam um die Trainer Christoph Bieler und Jochen Strobl sowie das Serviceteam. "Es ist gewaltig, dass wir trotz der Ausfälle und der leichten Rückschläge so erfolgreich sind", sprach Eugen den Ausfall von Franz-Josef Rehrl, den Rücktritt von Bernhard Gruber und das allmähliche Herantasten von Mario Seidl in dessen Comeback-Saison an.

Und dass Österreichs Kombinierer in freudiger Stunde auch feiern können, bewiesen sie am Donnerstag. Beim Bieranzapfen bei der Medaillenfeier im ÖSV-Quartier im Kleinwalsertal stellte sich Lamparter dann noch nicht so routiniert an wie Stunden zuvor im Langlauf, wo er Favorit Jarl Magnus Riiber und Co stehen ließ. Mehrere Anläufe brauchte der Tiroler, bis das Bier floss.

"Es hat einige Zeit gebraucht, bis ich einschlafen konnte. Da war einfach so viel für mich zum Verarbeiten", sagte der Weltmeister gestern. "Es war dann aber ein besonderes Gefühl, aufzuwachen und am Nachtkastl das Weltmeistertrikot zu sehen."

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