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Die Spieler als Trainer

Von Raphael Watzinger   19.August 2019

Die Spieler als Trainer
Manuel Hartl (li.) spielt seit Sommer bei Regionalligist WSC/Hertha.

Titelkandidat WSC/Hertha kommt in der Fußball-Regionalliga immer besser in die Spur. Mit dem 5:0 gegen ATSV Stadl-Paura gelang der zweite Sieg in Serie. Seit Sommer kickt auch Ex-Blau-Weiß-Linz-Kapitän Manuel Hartl in Wels, der im Sommer den Schritt vom Profi-Geschäft in den Amateurbereich machte. Im OÖN-Interview spricht der 33-Jährige über seinen Wechsel, die Ziele und Trainer Markus Waldl.

Als Kapitän von Blau-Weiß Linz haben Sie im Sommer den Schritt in die Regionalliga gemacht. Was waren die Gründe dafür?

Ich hatte eigentlich noch einen Vertrag bis 2020 und nicht damit gerechnet, den Verein, bei dem ich immer am liebsten gespielt habe, zu verlassen. Dann ist aber das Interesse von WSC/Hertha aufgekommen. Das Gesamtpaket hat gepasst, ich habe hier die Chance, den Übergang vom Fußballer in das Berufsleben als Personaldienstleister bei der Firma Hogo zu schaffen. Für meine Zukunft ist das die Sicherheitsvariante, ich bin nebenbei auch gerade am Hausbauen und hätte damit im Profigeschäft bei Blau-Weiß wahrscheinlich zu kämpfen gehabt.

Was ist möglich in Wels?

Sehr viel. Wer unsere Mannschaft kennt, dem braucht man nichts vorzumachen, dass wir ganz vorne landen können. Dazu müssen aber alle fit bleiben. Das habe ich erst in der Vorsaison gesehen, wie die Leistungen darunter leiden, wenn auf einmal der Verletzungsteufel zuschlägt.

Ihr Trainer Markus Waldl gilt als extremer Motivator. Ist das bei einer Mannschaft mit vielen großen Namen auch notwendig?

Es ist sehr spannend, mit ihm zu arbeiten. Er ist nicht nur ein Motivator, er hat auch immer ein offenes Ohr für uns Spieler. Er ist kein Trainer, der seine Sache rigoros durchzieht. Und wir sind keine Mannschaft voller Ex-Profis, die alles besser wissen. Es ist eine tolle Zusammenarbeit. Mit diesem Zugang können wir sehr erfolgreich sein.

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16. Oktober 2019